Wie habt ihr euch informiert, wie ihr euer Geld anlegen wollt?

8 Antworten

Das kommt immer ganz darauf an aber das sagst du ja schon selbst. Besser als Festgeldkonto ist heute bei einer Geldanlage leider relativ einfach möglich. Die Frage ist, wie lange das Geld gebunden sein müsste, ergo wann du es wieder brauchst und ob du Dritten (ETFs) vertraust oder nicht. Aktien sind natürlich immer eine Option aber viel volatiler als Anderes. Habe selbst gute Erfahrungen mit Anleihen gemacht (seit letztem Jahr auch um ein Windkraftangebot und die Deutsche Lichtmiete Invest und ein IT-Dienstleistungsunternehmen aufgestockt und bin mit allen sehr zufrieden) aber da musst du immer auch bereit sein, dich bei den Modalitäten zu informieren und Ratings und Bilanzen zu vergleichen.

Erst einmal würde ich an deiner Stelle ein Standardwerk ordern und dann die Fachbegriffe lernen und verstehen, wenn noch nicht passiert. Vor Allem, egal ob du mit Aktien einer Schokoladenfabrik oder LED Beleuchtung als green-economy-Anleihe einsteigst - leg nie mehr an, als du im Zweifelsfall entbehren könntest, nur so kann man ein geringes Risiko halten.

Durch jahrelange intensive Beschäftigung mit der Materie. Das geht nicht "von heute auf morgen", wie manche meinen. Bücher, Zeitschriften, Informationsmaterial lesen. Im Internet informieren (Vorsicht mit YT, zu viele Sprücheklopfer, denen ein Anfänger leicht auf den Leim gehht). Am Anfang mit kleinen Investitionen "üben", aus Fehlern lernen.

Bezüglich Deiner Anlage ein Vorschlag von mir, den ich zu einer ähnlichen Frage einmal gemacht habe und der einige Basisempfehlungen enthält, an denen man sich für den Anfang orientieren kann:

1.Bevor Du Geld anlegst, solltest Du 3 Monatseinkünfte Rücklagen für Notfälle und unvorhergesehenes haben. Dieses Geld sollte auf einem Tagesgeldkonto (bis ca. 0,6 % p.a.) liegen.

https://www.finanztip.de/tagesgeld/

2.Weiteres "übriges" Geld evtl. als Festgeld zunächst bis zu 2 Jahren ansparen (bis ca. 1,2% p.a.).

https://www.finanztip.de/festgeld-vergleich/

3.Darüber hinaus zur Verfügung stehendes Geld (oder statt Festgeld), auf das Du mindestens 10 Jahre verzichten kannst, könntest Du in einen ETF-Sparplan stecken.

https://www.finanztip.de/indexfonds-etf/fondssparplan/

https://www.finanztip.de/indexfonds-etf/

Für weitergehende Empfehlungen wäre ein detaillierteres Beratungsgespräch zur Ermittlung Deiner persönlichen Vorstellungen/Risikobereitschaft erforderlich, was hier im Forum nicht machbar ist.

Kümmere/informiere Dich (online) selbst, Du kennst Deine Voraussetzungen am besten. Wenn Du Dich zunächst an die obigen Tipps hältst, kannst Du in Eigenregie nicht viel verkehrt machen.

Viel Erfolg!

Das ist das falsche Herangehen.

Also erstes kommt der Plan.

Was habe ich an sofort verfügbarer Reserve. Welche finanziellen Pläne habe ich für die nächsten 5,10, x Jahre. Sowas wie Hausbau, Reisen, Berufswechsel, Kinder, Heirat, Scheidung. Gibt es weitere Vermögensmittel die mir in dieser Zeit zufliessen würden (Erbe) oder abfliessen würden (Kinder auf Uni in den USA schicken).

Anhand dieses Planes teilt man sein Geld in die Zeiträume auf und überlegt sich welche Risiken mein eingehen will für welche Rendite.

Alles was unter 5 Jahren benötigt oder als Reserve gehalten wird verbleibt kurzfristig als Geld auf einem Tagesgeldkonto. Vielleicht noch, falls besser, ein Teil als Festgeld für 1,2 Jahre (was aber derzeit nicht mehr bringt).

Für den Rest wird eine Risikobewertung angestellt. Welches Risiko gehe ich ein. Welche Rendite erwarte ich. Welcher Risikotyp bin ich. Fange ich an zu weinen wenn ich 10% oder 20% verliere oder nehme ich das hin. Also wie hart am Wind will ich fahren?

Und dann kommt die Risiko- und Chancenbewertung der einzelnen Anlagen. Eine Goldanlage bietet ein komplett anderes Chancen/Risikoprofil als eine Eigentumswohnung oder ein ETF oder eine direkte Aktienanlage.

Und hier setzt der Lernprozess an. Informiere Dich gezielt z.B. über ETF bei JustETF oder ähnlichem. Und über Gold im Internet mit Charts und Meinungen. Immobilien kann man direkt kaufen aber nur mit entsprechendem Geld oder über Reits - auch wieder komplett andere Baustelle mit anderen Chancen und Risiken.

Vor vielen, vielen Jahren, als ich angefangen habe mich über Geldanlage zu informieren gab es noch kein Internet. Ich habe mir, ohne Ende, Zeitungen und Zeitschriften gekauft.

Heute gibt es das Internet. Da kann man vieles lesen, vieles davon auch kostenlos.

Es gibt allerdings Dinge, die sich nicht geändert haben und sich nie ändern werden:

Nicht alles was geschrieben steht ist auch richtig.

Kein Meister ist vom Himmel gefallen.

Übung macht eben jenen Meister.

Man soll nicht alle Eier in ein Nest legen.

Und: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.

Ich habe mir, ohne Ende, Zeitungen und Zeitschriften gekauft.

...und danach bestand kein Anlass mehr, sich über Geldanlage zu informieren....

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  1. Ich bin in der Finanzdienstleistung unternehmerisch tätig, befasse mich also beruflich damit.
  2. Darüber hinaus hab ich mich immer für Aktien interessiert und auch privat Seminare besucht, YouTube Kanäle aboniert, Bücher gelesen, Musterdepots geführt und schließlich einfach Geld dort angelegt.
Woher ich das weiß:Berufserfahrung

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