Wie glaubhaft ist ein Energiepass für ein Gebäude, wenn nur eine DG-Wohnung interessant?

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3 Antworten

Ich würde den Energiepass als Entscheidungshilfe vergessen, "wenn Haus und Dach nicht isoliert sind". Im übrigen fehlen weitere, rudimentäre Angaben über die Bausubstanz (Fensterflächen, -qualität), das Heizsystem und die Heizkostenverteilung.

Meine Kernthese wäre daher: Erfolgt die Hausbeheizung zentral und werden die Heizkosten mit einem 30-50 %igen Fixkostenanteil nach qm oder cbm verteilt, dann hat die DG-Wohnung relativ günstigere Heizkosten als z. B. bei drei dezentralen Gas-Etagenheizungen, bei denen sich die vermutlich schlechtere, energetische Bauphysik der DG-Wohnung unmittelbar auswirkt.

Der DG-Erwerber kann beim besten Willen auch nicht allein die Wärmedämmung der Gebäudehülle (einschl. Dach und Fenster) nachbessern. Stets ist er auf die Mitwirkung der anderen Eigentümer angewiesen. Und die sind manchmal finanzschwach. Deren mündliche Versprechungen und Absichtserklärungen sind daher für Dich m. E. nicht entscheidungsrelevant. Dies gilt insb. bei dezentralen Etagenheizungen, da dabei die Miteigentümer kein Interesse an einer Dachhautdämmung haben.

Das eine Wohnung im Dachgeschoss nicht isoliert sein soll kann ich mir kaum vorstellen. Technisch gesehen, sind Dachgeschosse einfacher preiswerter und besser zu isolieren als Vollgeschosse in Massiv Bauweise. Falls also tatsächlich keine Isolierung vorhanden ist, kann man das mit begrenztem Kostenaufwand nachholen. Man kann z. B. Hohlräume und Geschossdecken nachträglich mit Isofoc (Dämmmaterial auf Zellolosebasis) ausblasen lassen. Der Energieausweis sagt wenig darüber aus, zumal damit auch viel Unsinn getrieben wird. Die Ausweise werden von Unternehmen auf Angabe-Basis des Eigentümers erstellt. Wenn der also sagt es ist 16cm Dämmung drin und es ist nur 8cm fällt das erst mal nicht auf. Ferner können die Ausweise auch auf tatsächlichem Verbrauch ausgerechnet werden. Woher weis man, das im nachgewiesenem Zeitraum auch geheizt wurde, bzw. welche Außentemperaturen waren? Da sind viele Ungenauigkeiten möglich.

ich halte nur eins von energiepass und co: nähmlich nichts! nur augenwischerei und geldmacherei sonst nichts.

ich selbst als hausbesitzer, muss es doch besser wissen was ich an energie verbrauche oder?

wenn schon ein dreifamilienhaus,dann auch für jede wohung getrennte wärmemengenzähler. diese kosten nur ca. 150 euro.

da die wohungen unterschiedlicher nicht sein könnten, kann man den bedarf der energie auch nicht einfach durch 3 wohungen teilen. der tasächliche verbrauch weicht mit sicherheit erheblich von dem tatsächlichen ab.somit wäre dieser pass nutzlos.

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