Wie gehts mit Aktien weiter, wenn Firma insolvent aber von Konkurrenten gekauft wird?

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Aktien verbriefen einen Unternehemensanteil, ggf. ein Stimmrecht und ggf. auch ein Dividendenrecht. Diese Merkmale bleiben so lange bestehen wie es das Unternehmen als solches gibt. Die Aktien mögen keinen materiellen Gegenwert mehr haben, aber wenn Du z.B. 90% einer insolventen AG kaufst, dann könntest Du durchaus diese abwickeln und den Börsenmantel per Reverse Merger auf eine bestehende GmbH verschmelzen, die dann als AG weiter existiert. In diesem Fall überdauern die Aktien natürlich auch die Transaktion und Du wärst Aktionär des neuen Unternehmens. In solchen Fällen gibt es normalerweise Kaufangebote des neuen Eigentümers, um die Maßnahmen durchzuführen, ohne auf Ansprüche Dritter Rücksicht nehmen zu müssen.

Es gibt auch Unternehmen, die aus einer Insolvenz wieder gestärkt hervorgehen. Schau Dir doch mal den Kurs von General Motors an.

Um welches Unternehmen geht es denn konkret?

Das hängt davon ab! Was kauft der Konkurrent? Die ganze AG? Kann er nur kaufen, wenn er sie den Aktionären (also dir) abkauft. Das nennt sich aber Übernahme und den Kaufpreis bekommen die Aktionäre. Nur kauft man auf dem Weg kein insolventes Unternehmen!!! Man würde ja auch die Schulden übernehmen, durch die das Unternehmen insolvent wurde und die sind bei einer insolventen AG oft höher als die Aktiva.

Üblicher ist es deshalb bei einer Insolvenz, dass der Insolvenzverwalter den Geschäftsbetrieb, Immobilien und alles was das Unternehmen ausmacht verkauft. Vom Erlös werden dann die Gläubiger befriedigt. Wenn das mehr bringt als das Unternehmen an Schulden hat, geht das normalerweise in die Abwicklung. Die Aktionäre kriegen jedenfalls als Letzte etwas, wenn wirklich noch etwas übrig geblieben sein sollte.

Wenn die Firma von einem Konkurrenten gekauft wird, gehören Deine Aktien auch zum Kaufobjekt, Du bekommst also Geld (oder Aktien des Käufers) für Deine Aktien.

Der Procedere unterscheidet sich nicht wesentlich von einer normalen Übernahme.

das stimmt nicht zwingend. Der Insolvenzverwalter hat viele Optionen. Ein Kauf der Aktien wird die Ausnahme sein.

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Verrechnung von Verlusten bei Verkauf eines Zertifikats mit Freistellungsauftrag und Gewinnen

Hallo,

ich habe am 03.09.2008 ein Zertifikat gekauft. Es fällt damit schon in den Bereich der Abgeltungssteuer. Aktuell steht das Papier ca. 1300€ im Minus. Ich werde im Jahr 2012 Aktien (Ablauf der Sperrfrist) mit einem Gewinn von ca. 800€ verkaufen. Zudem wird eine Anleihe mit einem Kursgewinn von ca. 500€ fällig. Ich bin Student und werde im Jahr 2012 (nahezu) kein zu versteuerndes Einkommen haben.

Wie würden nun die Verluste bei Verkauf des Zertifikats mit den beiden anderen Gewinnen verrechnet? Werden die Gewinne zunächst den Sparerfreibetrag belasten oder mit den Verlusten ausgeglichen? Macht es dabei einen Unterschied, ob zuerst die Gewinne oder zuerst die Verluste realisiert werden?

Da ich ohne Einkommen die Steuern am Jahresende sowieso wieder zurückbekommen würde, wäre es doch am besten, die Verluste aus dem Zertifikat würden nicht ausgeglichen - so könnte ich sie in späteren Jahren (wo ich wirklich Steuern zahlen muss) nutzen.

Wäre es klüger, das Zertifikat bis zum Berufseinstieg zu halten und dann erst die Verluste zu realisieren (die Schwankungen des Wertpapiers sollen dabei außer Acht gelassen werden)? Oder macht es Sinn, das Zertifikat in einem anderen Depot zu verkaufen, damit die Verluste getrennt sind und ich mir am Jahresende von der Bank eine Verlustbescheinigung geben lassen kann, die ich beim Finanzamt einreichen kann um mir die Verluste für die nächsten Jahre zu sichern?

vielen Dank für Eure Hilfe Thomas

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