Wie Gebrauchverkauf besteuern der aus Kleinunternehmerzeiten stammt?

2 Antworten

Gem. § 15 a Abs. 1 Ist der Vorsteuerabzug zu korrigieren, also nachzuholen.

(1) Ändern sich bei einem Wirtschaftsgut, das nicht nur einmalig zur Ausführung von Umsätzen verwendet wird, innerhalb von fünf Jahren ab dem Zeitpunkt der erstmaligen Verwendung die für den ursprünglichen Vorsteuerabzug maßgebenden Verhältnisse, ist für jedes Kalenderjahr der Änderung ein Ausgleich durch eine Berichtigung des Abzugs der auf die Anschaffungs- oder Herstellungskosten entfallenden Vorsteuerbeträge vorzunehmen.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Steuerbevollmächtigtenprüfung 1979, Steuerberaterprüfg .1986

Danke für die Antwort. Verstehe ich das richtig, dass ich mir für die übrigen Abnutzungjahre seit UsT-Pflicht anteilig die Mwst zurückholen kann oder geht es tatsächlich um die ganze Summe?

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@FrischeKuhmilch

und so wie ich das verstehe gilt das auch nur, sofern die UsT über 1000€ je Anschaffung liegt, also die Anschaffung netto 5263€ gekostet hat. Heißt in dem Fall bleibe ich einfach auf meinem Geld sitzen?

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@wfwbinder

Für große Unternehmen mag das so sein, schade, dass die Gesetzgebung sich da so gestaltet, danke aber für die hilfreiche Antwort.

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Muss ich beim Gebrauchtverkauf nun 19% Mwst. ausweisen und ans FA zurückführen?

Natürlich. Der Verkauf ist ja steuerpflichtig.

Aber das ist ja nicht so schlimm, denn

  1. hast du ja beim Wechsel von KU zur Regelbesteuerung die Vorsteuer aus dem Kauf zu deinen Gunsten berichtigt (siehe dazu auch wfwbinder) und
  2. zahlt der Käufer dir ja die Umsatzsteuer, so dass du wirtschaftlich nicht belastet bist.

Danke für die Anworten. Punkt 2 kann ich so nicht nachvollziehen: Wenn ich an Privat verkaufe verliere ich die Umsatzsteuer, da der Privatkunde nur den üblichen Gebrauchpreis zahlen will. Das macht also nur Sinn wenn man fest davon ausgeht an andere Gewerbetreibende zu verkaufen.

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