Wie funktioniert eine Kontopfändung vom Girokonto?

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Grundsätzlich haben die Gläubiger die Möglichkeit, mit Hilfe eines Pfändungs- und Überweisungsbeschlusses das Guthaben auf den Konten einschließlich Sparguthaben und vermögenswirksame Anlagen zu pfänden. Zunächst ist das Konto erst einmal für 14 Tage gesperrt. Dies gilt auch, wenn der Lohn oder das Gehalt bereits beim Arbeitgeber gepfändet wurde. Man bekommt am Automaten kein Bargeld mehr und die Kreditkarte wird eingezogen. Die Bank darf in dieser Frist nur mit einer gerichtlichen Kontofreigabe Geld auszahlen oder Überweisungen tätigen. Nach Ablauf der 14 Tage wird das verbliebene Guthaben an den Gläubiger überwiesen, und man bekommt es nicht mehr zurück. Man sollte die Zwei-Wochen-Frist nutzen, um das nicht-pfändbare Guthaben zu sichern. Hilfe gibt es von einer Schuldnerberatung, einem Anwalt oder der Rechtsantragsstelle des Amtsgerichts. Für Sozialleistungen aller Art vom Arbeitslosengeld, über die Sozialhilfe, die Rente bis hin zum Wohngeld und für das Kindergeld gilt eine Sieben-Tage-Frist, innerhalb derer diese Sozialleistungen pfändungssicher sind

relativ einfach.

Der Gläubiger, der einen vollstreckbaren Titel hat, läßt sich beim Amtsgericht einen "Pfändungs- udn Überweisungsbeschluss" für die Bank ausfertigen und durch einen Gerichtsvollzieher zustellen.

Die Bank muss dann das Konto blockieren udn ein etwaiges Guthaben bis zur Höhe der Forderung an den Gläubiger zahlen.

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