Wie funktioniert eine Betriebsrentenversicherung?

...komplette Frage anzeigen

6 Antworten

Seit 1.1.2002 haben alle AN in Deutschland Anspruch auf ein betriebliche Altersversorgung. Der AG muss in seinem Unternehmen die MA aufklären und ihnen eine betriebliche Altersvorsorge anbieten. Es gibt hier 5 Durchführungswege.

1.Direktversicherung

2.Unterstützungskasse

3.Pensionskasse

4.Pensionsfonds

5.Pensionszusage (Direktzusage)

Den Weg und den Anbieter kann allerdings der AG bestimmen. Eine betriebliche AV läuft immer über das Unternehmen. D.h. Der Unternehmer schließt für seinen MA etwas ab und bezahlt diesen Beitrag. Dies geschieht meist in Form einer Entgeltumwandlung seltener in ein vom AG finanzierten Beitrag

Kann man nach der einfaqchen angabe nicht sein.

Es könnte sein, dass der Betrieb eine Pensionsrückstellung bildet und später die Betriebsrente direkt bezahlt. Es kann ebenso gut sein, das der Betrieb eine Rückdeckungsversicherung für seine Rentenzusage abgeschlossen hat und es kann sein, das der Betrieb ganz individuell für seine Mitarbeiter in eine besondere Rentenversicherung einzahlt.

Nettoentgeltumwandlung bedeutet, dass die Beiträge zur Altersversorgung aus dem Nettoverdienst gezahlt werden. Steuern und Sozialversicherungsbeiträge wurden zuvor abgezogen. Der Arbeitnehmer entscheidet sich damit für die Förderung mit Zulagen beziehungsweise Sonderausgabenabzug.

Diese Förderung wertet der Gesetzgeber dennoch wie eine Steuerfreistellung, weil die Zulagen aus Steuermitteln gezahlt werden. Die Folge:

Die Leistungen müssen im Alter versteuert werden. 2008 werden bis zu 2.100 Euro Gesamtsparleistung wie bei der privaten Riester-Rente durch Zulagen und Steuervergünstigung gefördert.

Gefördert werden Zahlungen in eine Direktversicherung, eine Pensionskasse oder in einen Pensionsfonds. Die Nettoentgeltumwandlung ist vor allem für Versicherte mit kleinem und mittlerem Einkommen sowie mit Kindern interessant.

http://www.ihre-vorsorge.de/Betriebliche-Altersversorgung-Grundlagen-Foerderung.html

Die Betriebsrente ist eine Altersversorgung über den Arbeitsgeber. Das kann verschiedene Formen annehmen: eine Direktzusage, Pensionskasse, - Fond, Direktversicherung oder eine Unterstützungskasse. Der Arbeitsgeber entscheidet sich für eine und überlässt den Mitarbeitern die Wahl mitzumachen oder nicht.

Betriebsrenten müssen bei Auszahlung im Alter nicht nur versteuert werden, sondern darauf müssen in vollem Umfange auch Krankenversicherungsbeiträge und Pflegeversicherungsbeiträge gezahlt werden!!!! Das sind dann insgesamt ca. 17 %, die dann von ihren Rentenzahlungen einbehalten werden! Wenn sie bedenken, daß die Rendite bei den Kapitalanlagen der Versicherungen z. Zt. bei ca. 5 % liegt, erscheint mir die Rentabilität der Betriebsrendite eher bescheiden. Ich würde lieber riestern oder privat vorsorgen. P.S. Auch wenn sie einmal die Betriebsrente wegen Arbeitgeberwechsel einmal alleine weiterbezahlen, müssen sie selbst auf diese Beträge später mal Krankenversicherung und Pflegeversicherung bezahlen.

Anzumerken ist natürlich auch noch, dass die meistens Direktversicherungen bzw. Pensionskassen hohe Abschlußkosten haben (siehe KLV) und Sie in den ersten Jahren nur ein minimales Guthaben auf Ihrem Konto haben werden. Der verkürzte Bruttoverdienst beeinflußt natürlich auch die Höhe Ihres Anspruches auf Erwerbsminderungs-und Altersrente! Zusätzlich zu den nachbesteuerten Auszahlungen kommt natürlich auch noch der "volle" Krankenkassenbeitrag im Rentenalter. Sollten Sie sich das Kapital auf einmal auszahlen lassen, müssen Sie entweder den gesamten KV-Beitrag sofort zahlen oder diesen aufsplitten auf 10 Jahre (monatlich) Auch die Witwe/Witwer zahlt dann diesen Beitrag weiter!

Was möchtest Du wissen?