Wie funktioniert ein Girokonto mit Verfügungsbeschränkung?

2 Antworten

Nun hat sie eine Verfügungsbeschränkung für das gemeinsame Verwaltungskonto erwirkt

Ich bin etwas erstaunt, dass bei einem "Oder-Konto" -das war es ja bisher anscheinend- einer der Kontoinhaber einseitig verfügen kann, dass es in Zukunft als "Und-Konto" geführt wird. Scheint aber ja wohl so zu sein. Da müssen immer alle gemeinsam handeln. Schluß, Ende, Aus, würde man sagen.

In dieser Situation gibt es nur eine einzige Möglichkeit um wieder handlungsfähig zu werden: Die Gemeinschaft(en) aufzulösen. Das kann auch gegen den Willen einzelner Beteiligter geschehen. Besser ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Oder wollt Ihr die nächsten 20 Jahre für jede Rechnung erst mal zu Gericht ziehen?

Leider alles nicht so einfach. Das Haus ist das Elternhaus meiner 75 jährigen Tante, in dem sie auch wohnt. Meine Schwester würde gerne ausgezahlt werden, was wir aber nicht so ohne weiteres können. Auf die Hälfte meiner Tante ist Nacherbenschaft angeortnet, falls diese kinderlos verstirbt, die auch im Grundbuch eingetragen ist. Begünstigt sind abermals meine Schwester und ich. Meine Schwester hat bereits die Teilungsversteigerung beantragt. Dem gegenüber steht das Testament meiner Großeltern, in dem Zahlungsmodalitäten genannt sind, falls einer der Erben sich auszahlen lassen möchte ( zum ein 1/2 fachen Einheitswert). Meine Tante hat Drittwiderspruchsklage eingereicht. Bis geklärt ist, wer welche Rechte hat, wird es dauern. Wie kann man nun weiter verwalten?

Wie kann man nun weiter verwalten?

Eine ebenso verwirrende wie verfahrene Situation. Während meiner Anwaltstätigkeit habe ich solche und noch schlimmere Situationen erlebt und ich kann nur raten, sich anwaltlich vertreten zu lassen. In solchen Lagen hilft nichts anderes! Mein Tipp insofern: In Notfällen darf jeder Teilhaber separat handeln und muß dann den Ausgleich einklagen. Was ich machen würde ist folgendes: Ich würde mir ein separates Konto für dringend notwendige Ausgaben anlegen und dieses Konto ausschließlich auf Sollbasis betreiben. Das wird natürlich sehr teuer, aber diese Kosten müßte der Teilhaber übernehmen der die Gemeinschaft mutwillig blockiert.

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Wenn die Kinder das Erbe des Vaters ausschlagen, wird die Ehefrau dann Alleinerbin?

Hallo,

Leider ist mein Vater am letzten Montag verstorben. Die letzten Tage bis zur Beerdigung waren sehr schwer. Da meine Mutter in tiefer Trauer ist, kümmere ich mich seit gestern um den "Papierkram danach".

Der nächste wichtige Punkt ist nun das Erbe. Damit will ich mich vor allem kommende Woche befassen und beim Nachlassgericht (bzw. Notariat) anrufen. Doch ist mir nun aufgefallen, dass mehrere Unklarheiten bestehen.

Meine Eltern haben ein stattliches Vermögen angehäuft und beide haben zusammen einen privaten, letzten Willen verfasst. Aber dieser wurde mit dem PC erstellt und im Netz habe ich nun gelesen, dass er trotz Unterschrift rechtlich ungültig ist. D.h. es wird also zur gesetzlichen Erbfolge kommen. Neben meiner Mutter und mir (Sohn), wäre auch meine Schwester berechtigt. Meine Schwester und ich haben keine Kinder. Die Eltern meines Vaters leben nicht mehr, er hat jedoch eine Schwester (meine Tante), die ein Kind und zwei Enkelkinder hat.

Wenn ich das Erbrecht richtig verstehe, würden meine Mutter 1/2 erben und meine Schwester und ich jeweils 1/4 (nach Erbe 1. Ordnung). Jetzt ist es so, dass ich eigentlich aufs Erbe verzichten würde und ich auch meine Schwester dazu überreden möchte. Ich möchte einfach, dass meine Mutter das Geld nutzt, um sich schöne Dinge zu leisten, die ihr etwas Trost spenden. Allerdings frage ich mich jetzt, wird sie in diesem Fall Alleinerbin oder wird dann die Schwester meines Vaters erbberechtigt?

Ich will nicht, dass weitere Verwandte das Geld bekommen, mein Vater hat es für meine Mutter und sich gespart und es soll kein Dritter davon profitieren! Weiterhin ist es aber auch so, dass das Ausschlagen des Erbes auch Gebühren verursacht. Daher die Frage, muss dem Nachlassgericht nachgewiesen werden, dass die Erben ihren Erbanteil erhalten haben?

Die Idee ist, dass wir die gesetzliche Erbfolge akzeptieren und abzeichnen, das Geld aber von unserer Mutter nicht einfordern. Ist sowas überhaupt möglich?

Außerdem ist neben Bankkonten auch eine Immobilie vorhanden. Muss diese verkauft werden für eine Auszahlung oder reicht es, wenn der Pflichtteil der Kinder aus den Bankkonten erbracht wird?

Letzte Frage: Nehmen wir an, meine Schwester und ich schenken das Erbe zurück an die Mutter, gäbe es dann Probleme mit dem Finanzamt, wenn der jeweilige Freibetrag nicht überschritten wird?

Ich weiß, dass es nun mehrere Fragen waren, aber ich denke, dass es besser ist dies so zu erfragen statt entsprechend viele neue Fragen zu erstellen. Da der Fall noch etwas komplizierter ist (Thema Vermögensgegenstände für das Erbe), mir aber langsam der Platz ausgeht, muss ich die weiteren Punkten in einer anderen Frage nachfragen.

Danke

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