Wie funktioniert die Günstigerprüfung?

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2 Antworten

Eine Günstigerprüfung kann, wie der Name schon sagt, nie ein schlechteres Ergebnis haben.

Bei den Einkünften aus Kapitalvermögen wird geprüft, ob die Abgeltungssteuer günstiger ist, oder die Einbeziehung in die anderen Einkünfte, was dann zu einer Erstattung von Abgeltungssteuer führen kann.

Das passiert immer dann, wenn der Grenzsteuersatz unter 25 % ist.

Zur Günstigerprüfung hat Dir wfwbinder schon ausführlich geschrieben. Den Unterschied zwischen Durchschnitts- und Grenzsteuersatz kennst Du also schon.

Meine Kapitaleinkünfte lagen allerdings unter 801 €!

Schau bitte mal in Anlage KAP 2016 in die Zeilen 4 und 5. In Deinem Fall ist die sog. Günstigerprüfung irrelevant, also gar nicht anwendbar. Bei Dir geht es dagegen um die Überprüfung des Steuereinbehaltes bei Kapitalerträgen. Also ist nur eine Eins einzutragen und zwar in Zeile 5!

Danach machst Du die erforderlichen Angaben in den Zeilen 7 und 47 - 49 und fügst alle Steuerbescheinigungen der Banken bei. Die zuviel abgezogenen Steuern in Zeilen 47-49 bekommst sämtlichst zurück, wenn Du nur max. € 801 Kapitalerträge hattest!  

Mario1234 20.05.2017, 00:29

Aber gerade weil ich unter 801 € liege, frage ich mich wo der (wenn auch geringe) Unterschied bei der Berechnung her kommt, wenn ich die Günstigerprüfung ankreuze.

Fehler im Programm?

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LittleArrow 20.05.2017, 11:29
@Mario1234

Möglicherweise eine Rundungsdifferenz, also Peanuts.

Wie wurden Deine 12 % Steuersatz berechnet?

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Mario1234 22.05.2017, 15:44
@LittleArrow

Richtig. Der Unterschied ist 1 €.

Die 12 % wurden von ELSTER berechnet. Einkommen (abzüglich aller Werbungskosten, Vorsorgeaufwände, usw.) und davon die Einkommenssteuer + Soli + KSt.

Aber ich habe mittlerweile den "Fehler" gefunden: Mit Günstigerprüfung wird die Kirchensteuer der Kapitalerträge vom steuerpflichtigen Einkommen als Sonderausgaben abgezogen, ansonsten nicht.

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