wie füllt man einen Freistellungsauftrag richtig aus? Da gab es doch Steueränderung?

3 Antworten

Es gab Änderungen. Die Beträge sind unverändert, wie Kalama und Masch schon erklärt haben. Auch das Meldesystem der Banken von in Anspruch genommenen Freistellungsbeträgen an den Fiskus ist unverändert.

Der Name hat sich geändert in "Sparerpauschbetrag" mit der Wirkung, dass höhere Werbungskosten (z.B. Schuldzinsen wegen kreditfinanzierten Wertpapierkäufen) nicht mehr geltend gemacht werden können. Der Pauschbetrag gilt auch, wenn man weniger oder gar keine Werbungskosten hat. Man braucht nichts mehr anzugeben und erhält trotzdem die € 801 (bzw. € 1.602 bei Zusammenveranlagten).

Über die den Freistellungsauftrag hinausgehende Zinserträge werden mit der 25 %igen Abgeltungssteuer belastet. Ferner wird der Soli (5,5 % von dem Abgeltungssteuerbetrag) und die Kirchensteuer (8 bzw. 9 % vom Abgeltungssteuerbetrag) abgezogen. Der KiSt-Satz richtet sich nach dem Bundesland. Damit richtig KiSt von der Bank abgezogen werden kann, mußt Du vor dem Geschäftsvorfall eine gesonderte Erklärung, also ein Formular, zur Ergebung der KiSt bei Deiner Bank einreichen. Ohne diese Erklärung wirst Du das "Vergnügen" haben, eine ausführliche Anlage KAP Deiner Steuererklärung 2009 beifügen zu dürfen.

Der Betrag ist gegenüber dem letzten Jahr gleich geblieben. Heißt jetzt nur anders. Vorher war es der Sparerfreibetrag (750 €) und der Werbungskostenpauschbetrag (51€). Jetzt ist es halt nur noch ein Betrag der Sparerpauschbetrag (801€). Bei Verheirateten jeweils der doppelte Betrag. Wie kalama schon geschrieben hat. Der Betrag gilt nicht pro Bank sondern gesamt für alle. Also aufpassen, dass die erteilten Freistellungsaufträge 801 € nicht überschreiten.

naja, Du mußt eben den Beitrag einsetzen, bis zu dem Deine Zinserträge steuerfrei behandelt werden sollen. Max. 801,- € pro Person, sprich wenn Du verheiratet bis, das doppelte maximal. Hast Du mehrere Banken die Zinserträge für Dich buchen, kannst Du die 801,- auch verteilen. WEnn Du nur eine Bank hast, dann kreuz den max. Betrag an. Oder frag ihn Deiner Bank nach, die helfen dir weiter

Hat das schon mal jemand als Versicherungsagent erlebt? (kurios)

Was war geschehen: Ein Autofahrer hält an einer Vorfahrtsstrasse, um nach links abzubiegen. Eine Fahrradfahrerin erschreckt sich beim vorbeifahren an dieser Nebenstraße des Autofahrers und stürzt. Der Autofahrer hat nicht gehupt oder irgend einen Verstoß begangen. Der Autofahrer steigt aus, um ihr zu helfen. Sie behauptet später gegenüber ihre Krankenkasse, sie sei durch den Autofahrer erschrocken und deswegen gestürzt. Es gab wohlgemerkt keine Berührung oder sonstige Verstösse. Auch gab es keine weiteren Zeugen. Der Autofahrer gibt ihr ahnungslos seine Adresse, falls sie einen Zeugen braucht, für diesen Sturz. Hätte er mal das nicht gemacht. Er bekommt von seiner Autoversicherung eine Schadensmeldung und füllt diese aus. Von seiner Versicherung bekommt er keine Information. Erst mit der neuen Beitragsrechnung sieht er, dass er gestuft wurde. Er ruft seine Versicherung an und diese sagt, er hätte Schuld, dass es zu diesem Sturz kam. Er natürlich sauer, geht zum ADAC und diese sagen: Er hätte keine Chance. Jetzt meine grundlegende Frage?

Wenn ein Fahrradfahrer erschrickt und dabei stürzt, inwieweit kann denn ein Autofahrer haftbar gemacht werden? Wohlgemerkt, dieser hat nicht gegen die StVO verstoßen. Was wäre denn, wenn ein Flugzeug gerade drüber fliegt und ein Fahrradfahrer stürzt daraufhin? Haftet dann das Flugzeug? Bei manchen Sachen greife ich mir an den Kopf.

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?