Wie finde ich einen unabhängigen Berater für private Altersvorsorge?

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11 Antworten

Die Frage ist gar nicht so leicht zu beantworten. Leider ist es für den Laien nicht so leicht zu durchblicken, was die verschiedenen Arten von Beratern unterscheidet. Zudem wird häufig in den Medien viel Lobbyarbeit für die eine oder andere Position betrieben, wodurch die Verunsicherung nur zunimmt.

Klar ist: Die Unabhängigkeit ist auf 2 Ebenen zu betrachten:

Auf der tieferen Ebene der Produktauswahl ist die Unterscheidung relativ leicht:

1) Banken, Versicherungsagenturen und auch Strukturvertriebe (Also alle, die unmittelbar oder mittelbar - über Konzernmütter etc. eigene Produkte anbieten), können dir i.d.R. keine unabhängige Produktauswahl anbieten. So bekommst du bei der Sparkasse Deka-Fonds, bei der Volksbank Union Investment, bei Allianz Allianz-Produkte etc.

Hier solltest du auf jeden Fall einen Versicherungsmakler aufsuchen und darauf achten, dass dieser gleichzeitig auch Finanzanlagenvermittler ist, sodass er dir nicht nur Versicherungslösungen, sondern auch Fonds etc. vermitteln kann und aus dem gesamten Universum für dich geeignete Produkte wählen kann.

2) Die zweite Ebene ist die Ebene der Vergütung: Das Thema Provision vs. Honorar ist in der Branche ein heiß diskutiertes. Honorarberater nehmen für sich einen höheren ethischen Stellenwert in Anspruch, weil sie nicht darauf angewiesen sind, Produkte zu "verkaufen", sondern für die Beratung an sich bezahlt werden. Der Honorarberater selbst hat wiederum ganz andere "Fehlanreize": Auch er muss seine Leistung rechtfertigen und kann den Kunden nicht ohne Produkt wegschicken. Und wer kontrolliert, wieviele Stunden er wirklich in die Beratung investiert?

Die Frage Honorar vs. Provision kann nicht mit einem Urteil besser vs. schlechter beurteilt werden. In beiden Systemen gibt es super Berater und geldgierige schwarze Schafe. Ein bisschen Menschenkenntnis lässt dich aber in der Regel schnell erkennen, mit wem du es zu tun hast. Generell gilt: Die Chemie muss stimmen, du musst deinem Berater vertrauen können und er muss das Gefühl haben, von dir verstanden zu werden. Die Vergütung spielt bei einer langjährig ausgelegten Berater-Kunde-Beziehung keine Rolle. Dem seriösen Berater ist wichtig, dass du deine finanziellen Angelegenheiten mit ihm besprichst und über ihn abschließt. Über die Jahre wird er damit für seine Arbeit dann auch ausreichend belohnt werden. Da ist ihm dein Vertrauen und deine Zufriedenheit wesentlich mehr Wert als eine einmalig höhere Provision.

Wer auf schnelle Abschlüsse aus ist, hat in dem Geschäft nichts mehr verloren und wird es sehr schwer haben, da er sich für jeden Abschluss neue Opfer suchen muss.

Also viel Glück bei der Suche. Vielleicht findest du ja unter den Personen hier im Forum geeignete Kandidaten, wie Niklaus bereits schreibt.

Bei Fragen oder Interesse kannst du dich gerne per PN bei mir melden.

Liebe Grüße

TF

Wie in den Vorantworten auch schon drauf hingewiesen sollten Sie versuchen sich einen unabhängigen Versicherungsberater in Ihrer Wohnortnähe zu suchen und Ihre ganz individuelle Altersvorsorge besprechen und planen. Das Thema ist sehr komplex und sollte zwingend auf Ihre persönlichen Bedürfnisse, nicht nur Ihrer, sondern auch der Ehefrau abgestimmt werden. Bevor Sie einen unabhängigen Berater gefunden haben sollten Sie auch alle möglichen kostenlosen Beratungsangebote z. Bsp. den sogen. Versichertenältesten der DRV, Ihres Arbeitgebers, von Verbraucherverbänden usw. in Anspruch nehmen. 

In der von Ihnen im August 2014 eingestellten Frage (@Primus hat darauf hingewiesen) haben Sie bereits eine Antwort als hilfreichste Antwort vergeben. Auf dieser Basis sollte Ihr weiteres Vorgehen umzusetzen sein. 

Das ist keine Aufgabe für einen Versicherungsberater. Es gibt übrigens nur 292 Versicherungsberater in Deutschland.

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Für Dich sollte die Lösung Deines Problems im Vordergrund stehen - also: Wie spare ich bis zur Rente die größtmögliche Summe an? - und nicht, wer daran Geld verdient.

Wenn die Lösung passt, ist es doch egal, ob dafür der Produktgeber eine Provision zahlt oder Du ein Honorar. Entscheidend ist vielmehr, wie groß das Portfolio Deines Beraters bezüglich der Menge an unterschiedlichen Lösungen  ist und natürlich dessen Kompetenz.

Wenn Du ein Problem damit hast, dass Dir andere Leute beim Sparen helfen und dafür Geld bekommen, dann knete Dir ein Sparschwein aus selbstgefundenem Ton und steck Dein Geld monatlich dort hinein.

Jeder unabhängige "Berater" bekommt Geld für seine Beratung, entweder in Form von Provision oder in Form eines Honorars. Letzteres findet man nur bei Versicherungsberatern gem. § 34e GewO (feststehender Begriff).

Der Bundesverband: www.bvvb.de

Die Frage ist sehr einfach zu beantworten: tatsächlich unabhängig ist ein Berater nur, wenn er sich die Beratung von dem Kunden direkt bezahlen lässt. Nur dann ist grundsätzlich gewährleistet, dass der Berater tatsächlich alle in Frage kommenden Lösungvarianten berücksichtigt und ohne jedes eigenes Interesse Produkte oder Produktanbieter empfiehlt...

Sorry das ist Blödsinn. Ich bekomme Courtage und behaupte ich bin unabhängig. Denn Unabhängigkeit ist eine Frage der Ethik und nicht der Bezahlung.

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Daß ein Berater auch Provision erhält ist nichts verwerfliches. Wichtig ist auch, daß das angebotene Produkt auch zu Dir paßt. Du kannst Dich ja mal beraten lassen und Dir durch unsere Hilfe nochmals überlegen, ob es wirklich das Produkt für Dich ist. Es gibt auch gute Bankberater, leider verkaufen sie nur die eigenen Produkte der Bank. Du solltest Dir von verschiendenen Beratern mal Angebote einholen und dann selbst vergleichen, bevor Du was abschließt. 

Im Grunde ist keiner unabhängig, Essen und Trinken muß ja jeder und das müssen die meisten sich verdienen.

Die Richter sollen unabhängig sein und geben sogar einen Amtseid ab.

Wenn es aber um die öffentlichen Kassen geht, sind die wenigsten Richter dazu bereit und stimmen für die vollen öffentlichen Kassen.

Ein gutes Beispiel dafür ist die rückwirkende Belastung von Betriebsrenten mit Sozialabgaben. Obwohl Gesetze nicht rückwirkend gelten sollen, werden auch schon langfristig bestehende Betriebsrentenverträge einbezogen und tangiert. Also Recht ist, was die öffentlichen Kassen füllt.

Deshalb sollte man heutzutage falls sie der Arbeitgeber nicht mehr oder weniger voll bezahlt bzw. finanziert, auch keine Betriebsrentenverträge mehr abschließen.

Man muß davon ausgehen, daß man im Zeitalter der knappen öffentlichen Kassen als gut betuchter Betriebsrentner mit Vorliebe von den Politikern abkassiert wird.

Du hast doch schon im August letzten Jahres sehr gute Antworten auf Möglichkeiten und Art der Beratung bekommen.

Falls Du es vergessen hast, hier ist Deine Frage noch einmal ;-))

https://www.finanzfrage.net/frage/welche-variante-der-priv-altersvorsorge-ist-aus-eurer-sicht-empfehlenswert-?foundIn=user-profile-question-listing

Aus dem Lateinischen - cunctator - der Zauderer.

Wer nach einem Jahr immer noch rumzickt, wird sich ähnlich auch nächstes Jahr wieder damit hier melden.

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@vulkanismus

Die Antworten waren so nett geschrieben, das Troja nun weiteren Kontakt mit uns sucht ;-))

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Frage neu eingestellt, mit dem Ziel eine SPAM-Botschaft zu platzieren?

In Foren wie diesem hier oder durch persönliche Recherche.

Ich denke man sollte nicht nur die Interessensphäre des Verkäufers oder Beraters beleuchten, sondern auch mal die Seite des Kunden beleuchten.

 

Ich habe auch erlebt, daß gute Berater beim Kunden abgeblitzt sind. Warum? Weil der Kunde mit der Kenntnis und Erfahrung des Beraters dann günstiger über Internet gekauft hat. Manche Kunden wollen auch nur bei einem gut aussehenden und versierten Berater kaufen, weil das offenbar auch und in nicht geringem Maße ihrem Selbstbild zugute kommt. Der eventuell einfach gekleidete Verkäufer mit 2 Tage Bart läßt offenbar keine gute Rückschlüsse auf die Seriösität des Beraters zu.

 

Also Vorsicht, nicht immer die Verkäufer oder Berater verteufeln. Auch auf der Kundenseite ist nicht immer alles optimal.

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