Frage von Jaloo, 109

Wie erzeuge ich eine korrekte Zusammenfassende Meldung (ZM), wenn ich die Höhe meiner Einnahmen erst mit zwei Monaten Verzögerung erfahre?

Hallo,

ich nehme am Amazon-Partnerprogramm teil und erhalte monatlich Provisionszahlungen für die Vermittlung von Verkäufen. Amazon EU hat seinen Sitz in Luxemburg, darum handelt es sich um eine innergemeinschaftliche sonstige Leistung, die ich in der Zusammenfassenden Meldung (ZM) angeben muss (quartalsweise).

Nun ist es so, dass die ZM für das 1. Quartal bis zum 25. April abgegeben werden muss.

Amazon lässt sich jedoch viel Zeit mit der Abrechnung der Provision. Die Provision für den Monat März wurde beispielsweise erst am 1. Mai abgerechnet. Das war zu spät, um die Provision vom März noch in der ZM für das 1. Quartal berücksichtigen zu können, denn diese musste ja am 25. April abgegeben werden.

Bisher habe ich diese Provisionen dann in der ZM für das nächste Quartal angegeben, aber korrekt ist das sicherlich nicht!

Wie behandelt man so etwas korrekt?

Vielen Dank.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von wfwbinder, 69

 Amazon lässt sich jedoch viel Zeit mit der Abrechnung der Einkünfte. Die Einkünfte für den Monat März wurden beispielsweise erst am 1. Mai abgerechnet.

Auf der einen Seite geht es ja wohl nicht um die Einkünfte, sondern um die Umsätze, also Einnahmen und zum Anderen, wann kannst Du denn über die eingegangenen Beträge verfügen? 

Bereits sobald die eingegangen sind (bei Amazon), oder erst, wenn Du die Abrechnung bekommen hast?

Jedenfalls kannst Du nicht melden, bevor Du weisst, was gekommen ist.

Kommentar von Jaloo ,

OK, da habe ich den falschen Begriff benutzt (werde ich in der Frage korrigieren).

Die Abrechnung für den März erfolgt Anfang Mai. Die Zahlung erfolgt dann sogar erst Ende Mai, also kann ich erst dann über die Beträge verfügen.

Für die ZM ist jedoch der Leistungszeitraum von Bedeutung, wenn ich das richtig verstehe - wann die Zahlung erfolgt, ist nicht relevant.

Natürlich kann ich nichts melden, was ich noch nicht weiß. Mir bleiben, so wie ich das sehe, zwei Möglichkeiten:

  1. Die ZM verspätet einreichen, sobald ich die Umsätze kenne (ca. 1 Woche Verspätung). Wenn ich das regelmäßig mache, bekomme ich bestimmt irgendwann einen unschönen Brief.
  2. Alle Umsätze um einen Monat verschieben, d.h. die Umsätze für den März so behandeln, als wären sie für den April. Auch nicht so schön, weil es nicht korrekt ist.
Kommentar von wfwbinder ,

Du hast die Umsätze erst im Mai, also meldest Du für Mai.

Kommentar von Jaloo ,

Für die Zusammenfassende Meldung gilt aber doch der Leistungszeitpunkt, nicht der Zeitpunkt der Zahlung. Die Leistung ist im März erbracht worden und muss daher korrekterweise auch im März gemeldet werden.

Kommentar von wfwbinder ,

Wenn Du es machen kannst, ohne die Abrechnung von Amazon zu haben, dann mache es im März.

Da ich nur Steuerberater bin und kein Hellseher, mache ich es für die Mandanten, wenn die entsprechende Belege vorliegen.

Kommentar von Jaloo ,

Tatsächlich kann man über das Web-Interface vom Amazon-Partnerprogramm eine ungefähre Abschätzung bekommen, bevor die finale Abrechnung kommt. Die kann stimmen, muss aber nicht. Vielleicht sollte ich diesen geschätzten Betrag in die ZM schreiben und später eine korrigierte ZM abschicken, wenn sich nachher Abweichungen ergeben? Aber ich befürchte, dass wenn das regelmäßig passiert, irgendwo in irgendeinem Amt irgendwelche roten Lichter anfangen zu blinken ...

Kommentar von Brigi123 ,

Notfalls mußt Du Dich eben beim FA erkundigen, wenn Du wfwbinder nicht glaubst.

Oder einen eigenen Steuerberater bezahlen. Der bekommt dann wenigstens Geld dafür, dass er den Tonfall erträgt.

Kommentar von Brigi123 ,

Es fehlt auch das “Danke“.

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