Wie erhalte ich als Werkstudent in Semesterferien (welche Steuerklasse?) zu hohe Abzüge aus einer falsch abgerechneten Entlohnung in der Steuererklärung zurück?

4 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Die zuviel entrichteten Sozialabgaben (einschl. KV und PV) kannst Du gemäß der Antwort von RHWW zurückholen. Es lohnt aber möglicherweise nicht den Aufwand.

Wegen der (zuviel?) entrichteten Lohnsteuern machst Du eine Steuererklärung. Diese Erstattung dürfte größer sein als eine etwaige Erstattung der Sozialabgaben.

Also bedarf es dafür keiner expliziten Angabe, sondern einfach wie immer machen. Auch wenn dieses Online-Tool das ich nun benutze die Art der EInkünfte nicht explizit via Steuerklasse einzugeben vermag?!? Mit anderen Worten es lässt sich nur einmal die Steuerklasse angeben mit Vermerk "bei unterschiedlichen Steuerklassen bitte die zuletzt verwendete eingeben" !

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Markus, das mit der Krankenkasse verstehe ich nicht, Das ist doch ein linearer Tarif, was kann denn da falsch abgerechnet werden?

Bei der Steuer ist das anders. Seit es den Lohnsteuerjahresausgleich nicht mehr gibt, also seit 1991, wird die Erstattung/Nachzahlung ja nicht mehr im Formular berechnet. Die meisten Programme dürften hier aber eine Berechnungsmöglichkeit mitliefern.

Im nativen ELSTER-Programm wird zumindest die festzusetzende Steuer berechnet - außer der einzutragenden Lohnsteuer und Kapitalertragsteuer erfolgt da keine Berechnung. Da muss man schon selber rechnen, vielleicht mit einem Tabellenkalkulationsprogramm, einem Taschenrechner oder mit Stift und Papier (ja, sowas geht wirklich).

Danke EnnoWarMal,

deine Antwort ruft gleich neue tiefergehende bzw. fundamentale Fragen hervor, bei der ich nochmals auf deine Hilfe hoffe  :)

zunächst zum Comment bzgl. Krankenkasse und linearem Abzugssystem. Ja schon, nur richtet sich der Abzug ja natürlich nach dem Gehalt, welches als Werkstudent ohne zeitliche Limits demnach um einiges höher war...wobei...du magst recht haben, denn dann bleiben die Abzüge unabhängig sonstiger Abzüge gleich, egal mit welcher Steuerklasse abgerechnet wird...Dieser Aspekt meiner gesamten Frage belief sich auf die Erklärung der Sachverständigen vom FInanzamt, die mir erzählte, dass ich mich bei einer Falschberechnung eines Gehaltes, abgesehen von den Abgaben an den Staat, um die Krankenkasse gesondert kümmern müsse inklusive der Hilfe des Arbeitgebers, die ich verweigert bekam. Ist das korrekt bzw. wird der Zusammenhang meiner Frage nun klarer?

Der Lohnsteuerjahresausgleich sollte idealerweise ja nun automatisch über die Steuererklärung laufen, oder nicht?

Nun gut, wenn die Lohnsteuer angeglichen wird in der Kalkulation der Steuererklärung ist das ja dann der erhoffte Ausgleich im Wesentlichen neben den weniger ins Gewicht fallenden Abzügen, oder nicht?

Schönen Gruß

Markus

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@StudentMarkus

Ist das .... nun klarer?

Nein. Jegliche Klarheiten sind nun beseitigt.

Was für ein Lohnsteuerjahresausgleich? War ich so undeutlich?

Nun gut, wenn die Lohnsteuer angeglichen wird in der Kalkulation der Steuererklärung ist das ja dann der erhoffte Ausgleich im Wesentlichen neben den weniger ins Gewicht fallenden Abzügen, oder nicht?

Also....hä?

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@EnnoWarMal

Ich wiederhol mich mal kurz zu nem anderen Kommentar:

Also bedarf es dafür keiner expliziten Angabe, sondern einfach wie immer
machen. Auch wenn dieses Online-Tool das ich nun benutze die Art der
EInkünfte nicht explizit via Steuerklasse einzugeben vermag?!? Mit
anderen Worten es lässt sich nur einmal die Steuerklasse angeben mit
Vermerk "bei unterschiedlichen Steuerklassen bitte die zuletzt
verwendete eingeben" !

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@StudentMarkus

Was willst du bei einer Einkommensteuererklärung denn mit Steuerklassen? Das verstehe ich nicht.

Die Steuerklasse bestimmt doch lediglich, in welcher Höhe Lohnsteuer abgezogen wird. Falsch oder richtig - sie wird halt nach § 36 (2) EStG auf die Einkommensteuer angerechnet.

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Hallo,

wegen der Sozialversicherungsbeiträge gibt es verschiedene Ansätze:

- Antrag auf Erstattung der Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherungsbeiträge bei der Krankenkasse stellen. Am besten die entsprechenden Gehaltsabrechnungen und einen Nachweis über die vorlesungsfreie Zeit beifügen. Krankenkasse wird aber auch Unterschrift des Arbeitgebers benötigen.

- Betriebsrat einschalten (unrechtmäßiger Abzug von SV-Beiträgen)

- Gewerkschaft kontaktieren (wenn Mitglied)

- Rentenversicherung kontaktieren und mit Betriebsprüfern sprechen (diese kontrollieren vor Ort in den Betrieben, ob alle SV-Beträge korrekt berechnet wurden)

- Rechtsanwalt für Arbeits- und Sozialrecht kontaktieren

- Arbeits- oder Sozialgericht kontaktieren

Ggf. gibt im Tarifvertrag oder Arbeitsvertrag Fristen, bis wann man arbeitsrechtliche Ansprüche noch geltend machen kann (oft z.B. 6 Monate)

Gruß

RHW

Es handelte sich um einen Studentenjob ohne fachlich verknüpften
Hintergrund, also ganz abseits meiner sonstigen Tätigkeit, den ich
zweimal für 2-4 Monate ausgeübt habe. einmal geringfügig und einmal als
Werkstudent. Da ist weder Betriebsrat da noch bin ich hierfür in der
Gewerkschaft des Tätigkeitsfeldes dieses Arbeitgebers gewesen.
Unterschrift von dem bekomm ich nich. Ich habs ihm versucht 8 Monate
lang mit vielen Stunden konkretisierter Emails und Treffen beizubringen
aber vergebens und irgendwann hatte auch er wie ich die Schnauze
voll..und nun taucht es wie erwartet wieder zur Steuererklärung auf. Das
heißt es ist etwas über ein 1 Jahr in Sachen Beanstandungsfrist und so.

Gruß

Markus

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@StudentMarkus

Wenn der Arbeitgeber den Erstattungsantrag unterschreiben würde, würden die Beiträge für eine Beschäftigung, die nur in der vorlesungsfreien Zeit ausgeübt wurde, ganz einfach:

 http://www.deutsche-rentenversicherung.de/Bund/de/Inhalt/5_Services/04_formulare_antraege/_pdf/V8225.pdf?__blob=publicationFile&v=16

Der Antrag kann auch noch bis zu 4 Jahren später gestellt werden.

Wenn man in irgendeiner Gewerkschaft (Branche egal) kann man sich dort beraten lassen.

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