Wie die Anlagestrategie bzgl. Orderkosten optimieren?

2 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Schwierig hier vernünftig drauf zu antworten, da keiner deine Orderkosten kennt. Gibt es ein Minimum, ist die Gebühr gedeckelt? Gibt es diese Punkte nicht, ist es aus Kostensicht völlig egal, ob Du 1000 im Monat oder 3000 im Quartal anlegst. Denn prozentual kommt dann das selbe raus. Wenn es ein Minimum gibt, stellt sich die Frage, ob Deine monatliche Order davon betroffen ist, falls nicht, spielt es auch keine Rolle, da wieder ein Prozentsatz greift. Gibt es ein Maximum, könnte es interessanter werden, möglichst große Orders einzugeben, da bei diesen dann die Order bei Deckelung immer weniger ins Gewicht fällt.

Grundsätzlich solltest Du Dich aber nochmals in das Aktiengeschäft an sich einlesen, denn Du schreibst, dass Du in Aktien investieren möchtest und dann sprichst Du von Zinsgewinn, entgangen Zinsgewinn, summa summarum positives Ergebnis etc. Bei Aktien gibt es keine Zinsen, höchstens Dividenden und bei den spielt es keine Rolle ob Du einen Monat früher oder später einsteigst, es sein denn, der Dividendentermin steht an. Auch die Aussage, wenn Du nur jeden 2. Monat investierst, entgeht dir der Zinsgewinn des Vormonats zeigt, dass da noch einiges an Know-how fehlt, denn Aktien gehen nicht gleichmäßig nach oben, es könnte sogar sein, dass in dem Monat es bergab gehen, dann hast du durch die andere Tacktung eventuell weniger Verlust, geht es allerdings nach oben, hast du natürlich diesen Kursanstieg verpasst.

Du vermischst in Deiner Frage Aktien und Renten.

Grundsätzlich halte ich nicht viel von Altiensparplänen, es sei denn man investiert regelmäßig mind. einen 4-stelligen Betrag. Für alles darunter würde ich Fonds bevorzugen.

Woher ich das weiß:Beruf – Studium Betriebswirtschaft / Vermögensverwalter und -Berater

Die Optimierung ist doch ganz einfach, such dir einen günstigeren brooker.

Je nachdem was du handeln willst schaust du wo das günstig angeboten wird.

Wer bei der Spaßkasse oder Konsorten handeln will, der muss dieses Renditeminus dann halt in Kauf nehmen.

Und um zu wissen ob deine Schlussfolgerung stimmt wären ein paar Zahlen hilfreich. Sonst können wir ja nur raten.

Danke Amado für deine Antwort. Leider ist diese wenig hilfreich, da du versuchst das Problem zu umgehen statt zu lösen. Selbst wenn ich nur 1 Cent pro Order zahlen müsste, ist das Problem doch nach wie vor vorhanden - nur eben weniger "schmerzhaft" für mein Portmonnaie.

Es ist im Grunde genommen eine mathematische Optimierung, da sind die Zahlen völlig irrelevant. X € stehen jeden Monat zur Verfügung. Y % sind die monatlichen Zinsen aus der Wertanlage und Festbetrag Z € fällt für jede Order an.

Berechnung für 1 Order jeden Monat:

  • Monat 0: Betrag von X € wird investiert. Orderkosten i.H.v. Z€ fallen an.
  • Monat 1: Zinsertrag von X * Y wird fällig. Weiterhin wiederholt sich Monat 0.
  • Monat 2: Zinsertrag von (2 * X + (X * Y)) * Y wird fällig. Weiterhin wiederholt sich Monat 0.

Usw.

Berechnung für 1 Order alle 2 Monate:

  • Monat 0: X € liegen bei mir auf dem Konto. Entgangener Gewinn = X * Y
  • Monat 1: 2 * X € wird angelegt. Orderkosten i.H.v. Z € fallen an.
  • Monat 2: Zinsertrag = 2 * X * Y. Keine Orderkosten. Entgangener Gewinn (weil Geld auf dem Konto schimmelt) = X * Y
  • Monat 3: 2 * X € wird angelegt. Orderkosten i.H.v. Z € fallen an. Zinsertrag = [(4 * X) + (2 * X * Y)] * Y.

Usw.

Ohne LATEX Schreibweise werden die folgenden Berechnungen sicherlich zu unübersichtlich, aber das Optimierungsproblem sollte verständlich geworden sein. Wie gesagt: Dieses Modell schlussfolgert, dass man unendlich viele Mikro-Orders platzieren sollte um seinen Gewinn zu maximieren. Aber das klingt doch einfach nicht richtig... Oder doch?

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@PeterW558

Ich verstehe schon was du möchtest. Zu sagen dass die Zahlen irrelevant sind ist aber totaler Quatsch. Am schluss bestimmen die 2 Parameter erwartete Rendite und relative Höhe der Orderkosten den optimalen Punkt.

Das mathematische Problem ist nicht wirklich komplex und du hast es ja nach eigener Angabe schon gelöst. Oder war deine Frage dass du hierbei Hilfe brauchst?

Die Intelligenz liegt aber nicht im ausrechnen der korrekten Lösung, sondern im geschickten gestalten der Rahmenbedingungen um mathematisch gesehen eine parallelverschiebung der Lösungskurve zu erreichen. Und damit ein Optimum zu schaffen das vorher nicht Bestandteil der möglichen Lösungen war.

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