Wie bringt man eine Mietkaution am besten unter?

5 Antworten

Vergiss es! Nach dem Gesetz muß die Mietkaution getrennt von dem Vermögen des Vermieters angelegt werden. Man spricht von einem Treuhandkonto. Kontoinhaber ist der Vermieter, wirtschaftlich Berechtigter ist der Mieter. Alle mir bekannten Direktbanken lehnen normalerweise Kontenverbindungen ab bei denen Kontoinhaber und wirtschaftlich Berechtigter personenverschieden sind. Du brauchst also einen Anbieter der speziell Mietkautionskonten eröffnet. Das gebt bei allen Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken und bei den meisten Großbanken. Haken bei der Sache: Nicht jeder nimmt Interessenten an, die nicht schon Kunde sind und Gebühren entstehen obendrein.

Die DKB bietet -obwohl Internetanbieter- Mietkautionskonten an und das sogar kostenlos. Allerdings muß der Vermieter da die Kontoverbindung begründen. Die Postbank bietet Anlage von Kautionssparbüchern auf den Mieternamen an, die dann an den Vermieter verpfändet werden.

Also: Tagesgeldkonten kannst du vergessen, weil diese Mietkaution nicht anbieten. Dabei ist nämlich auch noch ein wenig Arbeit durch die Bank erforderlich. Abgesehen davon ist der Zinsunterschied zur Zeit nicht so spannend. Bestes Tagesgeld ist 1,5%, wenn du auf nem Sparkonto vielleicht 0,2% bekommst, macht das bei 1000 Euro Kaution im Jahr ganze 13 Euro Unterschied. (Ja Kleinvieh macht auch Mist, aber auch Arbeit). Mietkautionsbürgschaften solltest du sein lassen, denn da zahlst du schließlich dauerhaft Gebühren. Also auch doof. Ich kann dir wärmstens das Mietkautionskonto der DKB empfehlen. Ist mit 0,2% verzinst, was natürlich nicht viel ist, aber wie gesagt, der Unterschied zählt eh kaum. Bedingung ist dass du ein Girokonto bei der DKB hast - das kann ich dir aber ebenfalls empfehlen, du bist noch jung, wirst also mit Online Banking kein Problem haben - und das Girokonto ist nicht nur kostenlos, sondern auch sehr, sehr gut.

Was hindert euch daran gemeinsam ein Tagesgeldkonto zu eröffnen? Oder ein Festgeldkonto mit einer Haltefrist von jeweils 6 Monaten?

Rechtlich gesehen ist das Kapital jedenfalls vom Stammkapital des Vermieters getrennt anzulegen. Viele (kleine) Vermieter machen das allerdings nicht.

Übrigens habe ich schon seit Jahren keine Eröffnungsgebühr für ein Sparbuch gesehen. Welche Bank macht das? Davon abgesehen, dass die Zinsen niedrig sind, halte ich das für ein Gerücht.

wenn du es hinbekommst, einen Vermieter zu einem Tagesgeld- oder zu einem Festgeldkonto (was ich übrigens für vollkommen ausgeschlossen halte) zu bewegen, bitte ich um Nachricht von dir.

Stammkapital des Vermieters

ist dein Vermieter eine Kapitalgesellschaft??? Es geht um das Vermögen des Vermieters. Von dem ist es getrennt anzulegen.

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