Wie berechnet sich die Steuer bei Fonds(Anteil)verkauf?

2 Antworten

Ich habe selbst weder Fonds noch einen Sparplan, kann Dir daher also nicht direkt eine kompetente Antwort geben, außer: Du hast recht, simpel geht fast nie.

Etwas schwierig könnte sein, dass sich die Regelungen für die Fonds-Besteuerung Anfang dieses Jahres geändert haben. Außerdem gab es permanent Käufe (Wiederanlage der Auschüttungen) und Verkäufe (Begleichung der Kosten), FIFO, siehe @LittleArrow.

Du hattest ja sicher auch einen Freistellungsauftrag, so dass ein Teil der Erträge bereits steuerfrei war und ein Teil der Fondsanteile ist aus der Zeit vor Einführung der Abgeltungssteuer, also möglicherweise bis Ende 2017 steuerfrei (gewesen).

Zur weiteren "Vereinfachung" möchtest Du nur die Häfte verkaufen. Nach meinem Gefühl scheint die Berechnung ziemlich kompliziert.

Ich würde mich mal mit der Fondsgesellschaft in Verbindung setzen, die müssten Dir dazu etwas sagen können, denn soweit ich weiß, berechnen die die Abgeltungssteuer automatisch. Dazu habe ich aber gelesen, dass diese Berechnungen nicht immer korrekt sein sollen, man sie also überprüfen sollte.

Wichtig wäre auch, zu wissen, wie groß die zu versteuernden Beträge überhaupt sind, um beurteilen zu können, in welchem Umfang sich ein Prüfaufwand überhaupt lohnt.

Hier ein paar Links zu kompetenten Seiten, dort solltest Du auch Hinweise finden:

https://www.boerse-online.de/nachrichten/geld-und-vorsorge/fondsbesitzer-aufgepasst-demnaechst-werden-auch-auf-altbestaende-steuern-faellig!-1001316477

https://www.finanztip.de/indexfonds-etf/investmentsteuerreformgesetz/

https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/fonds-serie-teil-2-durchblick-bei-der-neuen-fondssteuer/20557892.html

Eventuell könnte es, je nach erwarteter Steuerhöhe sinnvoll sein, sich dort Beratung zu suchen, das kostet nicht viel:

https://www.vlh.de/wissen-service/steuer-abc/wie-funktioniert-die-abgeltungssteuer.html

Steuerlich wird bei den Anschaffungskosten mit Käufen zu unterschiedlichen Zeitpunkten nach der FIFO-Methode ("First In, First Out") vorgegangen. Du nimmst also als Einstandskosten die Kaufkosten (einschl. Kaufnebenkosten) der zuerst gekauften 50 % der Anteile. Keinesfalls nimmst Du den 50 %-Wert der gesamten Kaufkosten der im Depot befindlichen Anteile! Durch die FIFO-Vorschrift werden beim Verkauf (und bei gestiegenen Kursen) die höchsten Gewinne leider zuerst realisiert. Der Gewinn wird mit KapESt, Soli und KiSt belastet.

Allerdings ist in Deinem Fall zu beachten, dass Du schon zwischendurch zur Deckung der Depotgebühren die aller ältesten Fondsanteile verkauft hast. Diese Anteile sind jetzt auch nicht mehr in Deinem Bestand. Die Depotkosten sind steuerlich keine Abzugsposition; dafür hast Du den Sparerpauschbetrag von € 801.

Die Inflation oder eine Geldwertveränderung spielt bei der einkommensteuerlichen Betrachtung keine Rolle, sondern ist nur für Deine Taschenbuchführung relevant.

Wie führt man ein Rebalancing bei einem Sparplan-Portfolio durch?

Hallo,

ich bespare ab Februar ein Portfolio das aus zwei ETFs und einem Rentenfonds besteht.

Mein Budget habe ich nun prozentual auf drei Töpfe aufgeteilt: 45%, 30% und 25%.

Durch die unterschiedliche Kursentwicklung werden die realen Anteile der drei Fonds am Portfolio dieser gewünschten Gewichtung nicht entsprechen.

WIe geht man hier das Rebalancing an?

Ich habe mir vier mögliche Strategien überlegt:

  1. Alle x Monate berechne ich die realen Portfolioanteile der drei Fonds. Daraufhin passe ich die monatlichen Raten so an, dass nach y Monaten die Balance wieder hergestellt wäre (natürlich unter einem gleichbleibenden Kurs).

Z.B. x = 12 Monate und y = 6 Monate

  1. Ich lasse die monatlichen Raten immer gleich. Ich berechne alle x Monate die realen Portfolioanteile und schieße durch Einmalkäufe frisches Geld nach um die Balance wiederherzustellen. Ggf. müsste man das bei zu großen Zukäufen splitten, so dass man nicht zu viele Anteile zu einem Zeitpunkt kauft.

Das setzt viel Geld zum Nachkauf voraus. Wäre bei mir aber ganz gut machbar, da ich mehrfach im Jahr Zusatzeinnahmen habe (UG, WG, Bonus, Steuerrückerstattung).

  1. Ich verkaufe Anteile der zu starken Fonds und kaufe dafür von den zu schwachen Fonds.

Die dritte Option gefällt mir gar nicht. Ich möchte ein Verkauf vermeiden, falls es irgendwie geht.

  1. Man könnte natürlich auch alle drei Stategien fahren und bei jedem Rebalancingzeitpunkt sich die attraktivste aussuchen.

Um nochmal auf meine Frage von oben zurück zu kommen, wie geht ihr das Rebalancing an bzw. wie würdet ihr für solch ein Sparplan-Portfolio das Rebalancing gestalten?

Danke.

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Riester Banksparplan übersparen / überzahlen

Hallo :)

Ich habe den Banksparplan vor kurzem abgeschlossen, Laufzeit 37 Jahre, keine Kosten, Mindestverzinsung + Kopplung an Umlaufrendite. (Zur Info: er dient als SICHERER BAustein in der Altersvorsorge, es existieren noch ein gewöhnlicher Fonds-Sparplan, ein fest verzinster Sparplan ohne Fonds, und vor den Unisex -Tarifen kommt noch eine gewöhnliche private Rentenversicherung)

Ich habe nun mal eine grundsätzliche Frage zum Riester Banksparplan:

mir ist klar, - dass man, um volle Zulagen zu erhalten, 4% seines Vorjahres-Bruttos einzahlen muss - dass man max. 2100€ Einzahlung pro Jahr steuerlich gefördert bekommt

Was ist nun, wenn ich mehr als diese 2100€ pro Jahr einzahle?

Szenario 1: Was passiert, wenn die Bank das im Vertrag ablehnt --> kündigt sie? Wird das überzahlte einfach nicht verzinst?

Szenario 2: die Bank duldet Überzahlungen und verzinst sie auch, wie wird das steuerlich behandelt? In Grunde bezahle ich ja auf jeden 1€ ,den ich über die 2100€ einzahle, doppelt Steuern weil die Steuerbegünstigung fehlt, ist der Denkansatz soweit korrekt?

Der Grund, warum ich überhaupt soweit denke: Stichwort Schonvermögen. Wir wissen, dass im äußersten Fall des Falles eines HArtz IV EIntritts ein Schonvermögen anrechnungsfrei verbleibt (750€/Lebensjahr). Im Lauf der nächsten Jahre komme ich da drüber (Fonds-Sparplan, herkömmlicher Sparplan, priv. Rentenversicherung, normale Rücklagen auf Tagesgeldkonto).

Nur der Riester-Sparplan ist def. Hartz IV sicher, also könte man dort ja feißig einzahlen, um sein Vermögen zu "schützen"; und dieses finanzielle Polster entsprechend auszubauen, und das halt Krisensicher falls der Super-Gau Hartz IV eintreten sollte.

ISt diese Überlegun soweit korrekt?

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