Wie berechnen Banken eine Vorfälligkeitsentschädigung?

2 Antworten

Soll das jeder nach vollziehen können?

DEr Zinssatz den man ursprünglich abgeschlossen hat, hat ja eine entsprechende, laufzeitgleiche Refinanzierung ausgelöst.

Also wird dann berechnet, wie hoch der Verlust ist, wenn die zinsen inzwischen gesunken sind.

Also man hat für 5,5 % abgeschlossen. Der refisatz war 4,0.

Nun ist der aktuelle zins 4,5 %, man kann das geld also nur 1 % billiger verleihen. also 1 % für die Restlaufzeit. 100.000,- Kredit, noch drei Jahre. also 3 mal 1.000,- Euro, also 3.000,-.

Manche Banken liefern die exakte Berechnung. Andere hüllen sich in Schweigen.

Man braucht keine Ausbildung. Der BGH gibt vor, wie man zu rechnen hat. Der "Rest" ist finanzmathematisches Können. (auch nicht jedermanns Sache)

Die Fallstricke lauern nicht nur bei den Wiederanlagezinsen. Häufig ist auch zu beobachten, dass Kreditinstitute die Vorfälligkeitsentschädigung zu einem komplett falschen Termin berechnen. Es gibt zahlreiche Fehlerquellen, die es dem Laien erschweren, die Berechnung nachzuvollziehen.

Es gibt auch noch andere Fälle, in denen die Berechnung der Vorfälligkeitsentschädigung wichtig ist. In manchen Fällen erklären sich Banken bereit, dass der Kreditnehmer das Darlehen vorzeitig zurückführen kann. In diesen Fällen kann das Kreditinstitut ein Vorfälligkeitsentgelt verlangen. Das heißt, die verlangte "Ablösesumme" darf die Sittenwidrigkeitsschranke der Vorfälligkeitsentschädigung (also das doppelte der Vorf.) nicht überschreiten. Klingt kompliziert, steht aber alles http://www.wehrt.de/vorfaelligkeitsentschaedigung/berechnung-neu.aspx und den folgenden Seiten. Keine leichte Lektüre.

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