Wie berechne ich den Zinseszinsvorteil?

1 Antwort

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Zu einer Vorteilsberechnung gehört eine Vergleichsgröße, die Du allerdings nicht nennst. Die Vergleichsgröße könnte jedoch der Jahreszins mit einmaliger Zinsgutschrift am Jahresende sein (Nominalzinssatz).

In den bisherigen beiden anderen Antworten findest Du zwei Rechner, deren Berechnungsgrundlage aber nicht transparent ist.

Um wieviel bei gleichem Nominalzinssatz eine vierteljährliche Zinsgutschrift besser ist als eine jährliche, kannst Du auf folgender Seite finden: http://www.controllerspielwiese.de.

Dort in der linken Spalte unter Toolbox" den Begriff Finanzmathematik anklicken und anschließend Berechnung des Effektivzinssatzes. Mit dieser Formel kannst Du für Deinen Fall den Effektivzins mit dem Taschenrechner ausrechnen.

Allerdings fehlt dabei noch die Berücksichtigung der Abgeltungsteuer. Für den Fall der vollen Abgeltungsteuer (d.h. der Sparerpauschbetrag von € 801 ist schon anderweitig ausgeschöpft) einschl. Soli und Kirchensteuer, ist die Gesamtbelastung ca. 28 % des Kapitalertrages. Nennen wir den Steuersatz s, dann ist der Zinssatz nach Steuern is nach folgender Formel zu ermitteln, wenn der Nominalzinssatz i ist:

is = i * (1 - s)

Bei 4 % p.a. Nominalzinssatz und Steuerbelastung 28 % würde der Zinssatz nach Steuern also 2,88 % = 4 % * (1 - 0,28) betragen.

Ersetze also im Steuerfall in der Effektivzinsformel des Links einfach den Zinssatz i durch den Nachsteuerzinssatz is.

In welcher Hinsicht soll eine "Berechnungsgrundlage" nicht transparent sein.

Unter "Rendite pro Jahr" wird genau der von Dir angeführte Effektivzins unter Berücksichtigung von Steuern ausgrechnet. Ohne Steuer ergäbe sich eine Differenz zwischen Effektiv- und Nominalwert lediglich durch die unterjährige Zinsgutschrift.

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@traderjoes

Es fehlt bei derartigen Rechnern der bisweilen sehr komplexe Formelhintergrund (z. B. durch die verwendete Zinsmethode), auf den Du in Deiner Antwort auch hinweist. Mir kam es bei meiner Antwort auf die grundsätzliche finanzmathematische Darstellung an.

Bei dem von Dir vorgeschlagenen Rechner wird zumindest auf die deutsche Zinsberechnung 30/360 hingewiesen. In dem Rechner von SBerater sogar noch auf weitere Zinsmethoden, die von ausländischen Banken angewandt werden. Beide Rechner erlauben auch die nachsteuerliche Berechnung.

Wenn man nun wüßte, was der Fragesteller mit "einfach" gemeint hat, dann kommen wir der hilfreichsten Antwort näher;-)

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