Wie bekommt man sein Geld aus Verlustvoträgen ?

2 Antworten

Mit der Einkommensteuererklärung 2009, wird der Verlust aus dem Jahr 2008 mit den Spekultationserträgen des Jahre 2009 verrechnet. Der Verlustvortrag bringt dann etwa 1.400,- Euro Erstattung.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Steuerbevollmächtigtenprüfung 1979, Steuerberaterprüfg .1986

Du bekommst mit Deiner Steuererklärung, die Steuer zurück, die für die Gewinne einbehalten wurden und das sind bei Deiner Vorgabe genau 1318,75

Verlustvortrag "richtig" übertragen bzw. begrenzen?

Sachverhalt

Studium 2009-15

Festgestellter Verlustvortrag 2013: ca. 25.000€

2014 Einkünfte brutto ca. 10.000 (praktisch keine Lohnsteuer, 200,- Euro)(abzüglich Ausgaben (Werbungs-/Sonderkosten) verbleiben ca. 3.000,-

2015 Einkünfte brutto ca. 8.000 (praktisch keine Lohnsteuer,)(abzüglich Ausgaben (Werbungs-/Sonderkosten) verbleiben ca. 5.000,-

2016 Einkünfte brutto ca. 10.000 (praktisch keine Lohnsteuer, ca. 300 Euro,)(abzüglich Ausgaben (Werbungs-/Sonderkosten) verbleiben ca. 5.000,-

2017 voraussichtlich allein 7.000,-€ Lohnsteuer.....

Daher habe ich ein großes Interesse die Verluste des Studiums in das Jahr 2017 zu übernehmen, da die marginalen Steuern der Vorjahre eh unberechtigt waren (Grundfreibetrag).

Wie übertrage ich den Verlustvortrag im Mantel der Steuererklärung (Zeile 93) am effektivsten oder wird das "antragsstellerfreundlich" vom Finanzamt vorgenommen?Kann man den Verlustvortrag begrenzen? Das ist ja zumindest in Zeile 93 angedeutet.

Dazu habe ich folgendes Zitat gefunden:

"1. Ich gehe davon aus, dass ich die Summe des VV in seiner Höhe nicht begrenzen kann, um ihn in Folgejahren zu nutzen?!"

"Nein, Sie können den Verlustrücktrag begrenzen. Dadurch erreichen Sie, dass der „ungenutzte" Verlustbetrag fortgeschrieben wird und in Folgejahren berücksichtigt wird. Dieser verbleibende Verlustvortrag ist nach § 10d Abs. 4 Satz 1 EStG gesondert festzustellen. Im Mantelbogen der Steuer-Erklärung (Zeile 93), können Sie eintragen, ob und wenn ja in welcher Höhe Sie einen Verlust in das Vorjahr zurücktragen wollen. Sie sollten daher den Verlustrücktrag so ausrechnen und beschränken, dass das nach dem Verlustabzug verbleibende positive Einkommen noch so hoch ist, dass sich die anderen Abzugsbeträge steuerlich auswirken.

Den für Sie optimalen Verlustrücktrag berechnen Sie grundsätzlich wie folgt:Gesamtbetrag der Einkünfte 2014 (Netto)

./. Sonderausgaben

./. außergewöhnliche Belastungen

./. evtl. Haushaltsfreibetrag

./. Grundfreibetrag (32 a I EStG)

= steueroptimaler Verlustrücktrag> "

Wie gehe ich in den Steuererklärungen der Jahre 14-16 vor?

Vielen Dank für mögliche Antworten!

Viele Grüße

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Antrag auf Verlustverrechnung nicht gestellt

Hallo zusammen,

der Januar ist kaum zwei Wochen alte und schon kommt der erste Kunde, der feststellt, dass der zum 1.1.2009 festgestellte vortragsfähige Verlust aus Kapitalanlagen wohl auch zum 1.1.2014 festgestellt wird, weil er in den Vorjahren die 1en in den Zeilen 60/61 nicht gemacht hat und in 2013 - trotz meines eindringlichen Hinweise auf den Fristablauf - kein Gewinn realisiert wurde.

Der Kunde hat zwar ein Unternehmen und eine Beteiligung, durch die er hin und wieder neue Bescheide für alte Jahre bekommt aber die Bescheide sind nicht nach 164 AO vorläufig.

  1. Kann er für die wichtigsten Jahre (2010/2011), in denen hohe Gewinne anfielen, die aber nicht mit dem Verlustvortrag verrechnet wurden, noch irgendwas machen?

  2. Sorgt ein neuer Bescheid mit geänderten Einkünten aus einer Beteiligung dafür, dass er seine Verlustverrechnung beantragen kann.

  3. Ändert sich in den Aussagen dadurch etwas, dass die negativen Einkünfte in 2008, die zu dem Verlustvortrag führen, zwar in 2009 korrekt erklärt wurden aber erst jetzt beschieden werden???

Dass man aktiv werden muss (und die 1en an der richtigen Stelle setzen), damit Verluste verrechnet werden, geht dem Steuerpflichtigen nicht ein und ich vermute mal, dass er nicht der einzige mit dem Thema ist, auch wenn nicht vielen auf dem anschließenden Bescheid nichts auffällt.

Zusatzfrage: Kunde hat sein Vermögen an verschiedenen Stellen im Ausland. Es gibt keinen Verrechnungstöpfe oder irgendwas in der Richtung. Man teilt Gewinne und Verluste auch von einem Depot getrennt mit. Kann er Gewinne mit Altverlusten verrechnen und Verluste vortragen? Wenn ja, was muss auf der Anlage Kap wo angegeben werden? Und ist er mit seinem Depot in D (mit Verrechnungstopf) schlechter als mit denen im Ausland gestellt?

Auf den Hinweis, dass er einen guten Steuerberater braucht, kann er verzichten. Den hat er schon von der Veranlagungsbeamtin und von mir bekommen.

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