Wie aussagekräftig sind Testurteile z.B. von Stiftung Warentest, Finanztest, Focus Money?

6 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Nun, hier einmal ein Beispiel zur "Qualität" von Stiftung Warentest zum Thema Betufsunfähigkritsversicherung. (Der folgende Link verweist auf einen externen Blog eines Makler und ist keine Werbung und auch nicht mein Blog.

http://www.helberg.info/blog/2013/06/finanztest-berufsunfaehigkeitsversicherung-test-2013-avanti-dilettanti/

Was war passiert? Stiftung Warentest hat BU Versicherungen getestet. Der Kollege Helberg hat diesen Test dann im Detail auseinander genommen. Viele Makler und Versicherungsberater haben die Analyse dann ergänzt. Die Diskussion wurde sehr fachlich geführt. Auf Facebook wurde diese dann weitergeführt. Kein geringerer als Herr Tenhagen - Chef von Stiftung Warentest - hat sich dann auch persönlich geäußert und Stellung bezogen.

Das Ergebnis spricht Bände. Alles nachzulesen in dem obigen Blog. Welche Rückschlüsse Du dann für Dich ziehst, bleibt Dir dann selbst überlassen.

Das war die berühmte Eintagsfliege der Stiftung Warentest.

Ich hatte Deine Antwort mit dem sinnvollen Hinweis auf Helberg schon erwartet. Nur, Deine Schlussfolgerung sehe ich so:

Wenn Du mal drei Punkte in Flensburg bekommst, wird Dir ja nicht auch gleich der Führerschein entzogen.

Leider ist es ja so, dass es außer Stiftung Warentest und öko-Test keine auf diesem Niveau brauchbaren Vergleichszeitschriften gibt. Und dem Urteil eines einzigen Fachmannes möchte man sicherlich auch nicht unbedingt folgen;-)

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@LittleArrow

War auch nur exemplarisch zu sehen, wobei in der Diskussion schon mehrere Personen ihr Statement gegeben haben.

Auf der Ebene der technischen Produkte wie z.B. Rasenmäher etc. werfe ich auch gerne ein Blick in diese Zeitungen. Und für eine erste Orientierung durchaus hilfreich.

Und zum Thema Eintagsfliege: Ja, was die Resonanz betrifft. Was die Qualität betrifft leider nein. Insbesonders im biometrischen Bereich nicht. Da liegt man gerne häufiger "daneben".

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@alfalfa

Na, technische Produkte kann man ja auch anhand klarer technischer Kriterien und Kundenanforderungen testen. Das ist uralte Ingenieurkunst, die ja von den bekannten Test-Organisationen beherrscht wird. Hierfür gibt es eine ganze Reihe von Labors, die damit ihr Geld verdienen. Auch die Tests von Pkw, Reifen, Dachträgern etc. rund um das Auto sind meist von guter Qualität, so daß man wirklich auch einen Gegenwert für die Heft- oder Artikelkosten hat.

Bei Finanzprodukten und insbesondere - was in der letzten Zeit ja irgendwie modern wurde - bei Fonds scheinen die Tester jedoch irgendwie eine etwas eingeschränkte Sicht auf die Dinge zu haben. Die Kriterien erscheinen mir eher etwas offensichtlich und naiv als wirklich in der Tiefe zu schürfen.

Daher stimme ich Dir voll und ganz bei technischen Produkten zu - da schlage ich auch mal Testergebnisse nach - alleine schon, um ein paar Fragen an die Verkäufer parat zu haben. Bei Finanzprodukten lasse ich lieber die Finger von einschlägigen Zeitschriften und Testern.

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@LittleArrow

Hallo LittleArrow,

als ich die Finanztest gekündigt habe, wurde ich nach dem Grund gefragt und hatte dann auch ein längliches Gespräch mit Herrn Tenhagen.

Er weiss um die fehlende Qualität der Analysen und er weiss, dass die für den Anleger, der sich mit der Materie auskennt und für Profis nichts bringen. Er weiss aber auch, dass sein Klientel (Lehrer) Profis nicht konsultieren wird.

Wenn du überlegst, wie Morningstar an das Thema Fonds rangeht und wie beschränkt die Möglichkeiten von Finanztest sind, hast du den ersten Schritt. Wenn du dann weisst, dass Profis sich zwar vielleicht bei Morningstar und S&P informieren, dann aber Themen wie neue Fonds, Managerqualität, Volumen und die Entwicklung im Vergleich zur Erwartung des Managers (als wichtigste Punkte) in Ihre Beratung einfließen lassen. kannst du erahnen, wie wenig Finanztest bringt.

Es ist normal, dass bei meinem Thema wie auch bei Versicherungen auch sehr wesentliche Punkte einfach übersehen werden.

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@Rat2010

Mit pauschalen Aussagen (z. B. "die" fehlende Qualität der Analysen, Klientel ("Lehrer")) macht man es sich etwas zu einfach. Ich meine nun nicht, dass sämtliche Analysen und Berichte zu 100 % korrekt sind, aber dennoch bei durchschnittlich - von mir geschätzten - 90 % auch für den "Nicht-Lehrer" lesenswert. Die sog. Profis machen - allerdings nach eigenem Empfinden - nie Fehler, wissen immer alles richtig und nicht nur "besser" und liegen damit im Gegensatz zu allen anderen Berufen an der Spitze ihres Selbstverständnisses. Leider nur nicht in der öffentlichen Meinung.

Leider gibt es ja keine verdeckten Tests von Stiftung Warentest über die Beratungsqualität jener, die hier z. B. den misslungenen BU-Test so stark in den Vordergrund stellen. Der ADAC hat sich ja z. B. mit Tests der Autowerkstätten "beliebt" gemacht. Solche Tests wünsche ich mir auch für die Finanzberatungsbranche, aber vermutlich ist dafür das Budget nicht ausreichend. Aber selbst stichprobenartige Tests könnten eine Menge bewirken, denn die Stichprobe könnte jeden Berater treffen und seine Qualität offen legen.

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@LittleArrow

D.H. Im Sinne wirklich gewollten Verbraucherschutzes wäre das einmal eine richtige Maßnahme im Sinne der Qualitätssicherung. Aber dann auch bitte für alle Vermittlertypen und auch den beratenden Verbraucherschutz. Und auch dieser müsste sich den Regularien wie Haftung etc. unterziehen. Dann könnte sich wirklich etwas ändern.

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@alfalfa

Die Haftungsaspekte sind m. E. nicht vorrangig zu klären. Die Haftungsmöglichkeit ist ein zivilrechtlicher Aspekt im Einzelfall, aber nicht vertrauensbildend und nicht imageverbessernd. Der Verbraucher will ja grundsätzlich nicht klagen, sondern erwartet zunächst mal eine optimale Beratung in seinem Sinne.

Vieles spricht für eine Qualitätskontrolle, auch der verschiedenen Verbraucherbüros. Bei letzteren ist eine organisationsinterne Qualitätskontrolle möglich, im Vermittlergewerbe bedarf es überhaupt erstmal einer Qualitätskontrolle, wozu die Gewerbeaufsicht aber ungeeignet ist.

Natürlich gibt es auch bei der Stiftung Warentest Verbesserungsbedarf. Ich denke ich dabei z. B. an die Aktualisierung der Darstellung der durchgeführten Tests im Internet. Nachfolgende, publizierte Test-Korrekturen sollten dabei beim Internetangebot eingearbeitet werden. Ein Supervisionsgremium bei Finanzprodukten könnte zu einigen Produkttests auch eine abweichende Meinung öffentlich bereitstellen. Letztlich sollte beim Internetangebot von Tests der Leser seine persönliche Gewichtung zu Testkriterien vornehmen können, um eine persönliche Produktrangfolge zu ermitteln.

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@LittleArrow

Gut. den größten Müll auf dem Schreibtisch habe ich von drei Gruppen:

  • Drei bis vier Buchstabenvertriebe
  • Zustand nach Verbraucherschutz
  • Foren Teilnehmer die Online abschließen

zur Erinnerung: Versicherungsberater vermitteln nicht sondern klären außergerichtlich den Müll.

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@alfalfa

Siehe mal die oben gestellte Frage nicht so eingeengt auf Versicherungen;-) Oder anders gesagt: Du suchst oft weniger die vielen Körnchen Wahrheit als vielmehr nur die Haare in der Suppe. Wenn ich das Letztere wollte, würde ich evtl. bei Deiner Homepage anfangen und dann richtig loslegen;-) Ist es nicht besser, konstruktiv Schwachstellen aufzuzeigen, aber dennoch den Rest ohne Schwachstellen ordentlich zu würdigen?

Deshalb ist Deine Eingangsantwort ja ziemlich daneben:-(

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Das kommt darauf an. Stiftung Warentest und Finanztest sind meines Wissens unabhängig und prüfen irgendetwas. Nicht, daß ich den Prüfern eine besondere Kompetenz oder dem Ergebnis eine besondere Relevanz für Anlageentscheidungen beimessen würde... aber eben unabhängig.

Bei Focus Money gibt es Sponsoren. Man findet beispielsweise bestimmte Fondsgesellschaften im Anzeigenteil oder auch mit Kolumnen vertreten. Deren Fonds könnten dann zufällig auch besprochen werden oder Gegenstand von Vergleichen sein.

Da werden dann Fonds empfohlen, die nach irgendwelchen Kriterien "gut" sein sollen. Die meisten solchen Fondsvergleicher freuen sich ja ganz enorm über 2014. Nun sind nämlich (2013, 2012, 2011, 2010, 2009) endlich die schlechten Performancedaten aus 2008 und bald vom Anfang 2009 weg, so daß die Performance von Fonds, die kräftig in der Finanzkrise abgestürzt sind (vielleicht -50%) und sich danach wieder mäßig erholten (z.B. +50%), ja wirklich toll aussieht. +50% klingt doch gut... auch wenn eben +100% nötig gewesen wäre, um auf die alten Niveaus zu kommen. Aber wer schaut sich schon 10-jährige Charts an - zumal manche Portale diese gar nicht anbieten.

Man kann sich solche Fondsvergleiche und Ratings zu Gemüte führen und überlegen, was man damit anfangen will - aber wirklich Anlageentscheidungen treffe ich nach eigener Analyse. Nicht anhand von Sternchen, Smilies, Buchstaben oder Kringeln, die irgendjemand vergibt. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, daß die hochdekorierten Fonds vielleicht zum Teil ihre beste Zeit hinter sich haben und von der Vergangenheit leben.

Und ja, wer Testergebnisse verwenden will, muß diese lizenzieren. Siehe beispielsweise Stiftung Warentest hier: http://www.test.de/unternehmen/werbung/

Mit irgendetwas wollen diese Leute ja auch ihr Einkommen bestreiten :-)

  • Auf Testsiegel, die auf einem Produkt stehen wuerde ich solange nichts geben, bis ich den Test gelesen habe und den Kontext kenne. Im schlimmsten Fall ist das Siegel 10 Jahre alt und bezieht sich auf einen unwesentlichen Teilaspekt oder einen von Banken/Versicherungen gesponserten Test.

  • Die Antwort auf die Einzelfragen ist unteschiedlich je nach Testsiegel.

  • Stiftung Warentest/ FInanztest ist am ehesten als unabhaengig zu bezeichen. Zu beachten ist, dass sich bei komplexen Produkten die Empfehlungen auf Modellkunden beziehen. Die eigenen Beduerfnisse koennen davon abweichen. Und natuerlich machen die auch mal Fehler.

  • Wen mehr Leute Finanztest lesen wuerden sie bessere Produkte und Geldanlagen haben. Da die Makler dann aber weniger Provision haetten, ist es nicht ueberraschend dass diese hier auf die Stiftung einpruegeln und jeden Fehler den sie machen ausschlachten.

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Guten Tag, ich bin momentan in der PKV (Debeka) meiner Mutter (Beamtin) mitversichert, ich bin unter 25 und Student. 20% der Kosten trägt die KV, 80% die Beihilfe. Zur Zeit übe ich ein Minijobverhältnis an der Uni als SHK (studentische Hilfskraft) aus. Ab nächstem Semester wäre es möglich, mehr Wochenstunden für meinen SHK-Vertrag zu bekommen, ich würde somit die 450€ Grenze überschreiten, wäre aber noch unter 20 Wochenstunden, wäre also in der Gleitzone (Midijob). Jetzt habe ich online gelesen, dass ich als Arbeitnehmer in der Gleitzone nicht familienversichert sein darf, sondern mich selbst gesetzlich krankenversichern müsste. Aus diesen Umständen ergeben sich für mich folgende Fragen:

-zählt die 'Mitversicherung' bei der PKV überhaupt als Familienversicherung im Sinne einer Familienversicherung bei der GKV?

-kann ich überhaupt einen Midijob ausüben ohne mich parallel zu dem bestehenden privaten Versicherungsschutz noch gesetzlich versichern zu müssen (so wie ich das verstanden habe, rührt diese Pflicht daher, dass man als Midijobber Sozialversicherungspflichtig ist und diese Abgaben nur an die gesetzliche KV gezahlt werden können, da die Sozialversicherung staatlich 'gesteuert' ist)?

-wie verhält es sich mit der Befreiung von der Versicherungspflicht die ich vor Antritt meines Studiums einreichen musste? So wie ich ebendiese verstanden habe bin ich für die Dauer meines Studiums an die PKV gebunden (nach dem Studium ist ein Eintritt in die GKV geplant, aufgrund niedrigerer Beiträge)

Auf Nachfrage bei der Debeka gäbe es keine Probleme aus deren Sicht für das Beschäftigungsverhältnis, solange die 'Beihilfe mitspielt', das kann ich jedoch erst morgen erfragen.

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