Wichtige Frage zum P-Konto

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Es kann bis zu 24 Stunden dauern, bis das eingezahlte Geld freigeschaltet wird. Die Mitarbeiterin kann allerdings telefonisch eine Freigabe .bei der Pfähndungsabteilung veranlassen. Eine sofortige Auszahlung nach Geldeingang wäre von daher am Schalter möglich. Allerdings setzt das eine Flexibilität der Mitarbeiterin voraus und daran wird die ganze Geschichte wohl zum Scheitern verurteilt sein :-((

Ruhendstellung

Kontenpfändung wird in der Zivilprozeßordnung geregelt. Die ZPO kennt das Wort "Ruhendstellung" nicht und ich habe daher das Wort gegoogelt und auch nichts gefunden, was mir das nachvollziehbar erklärt.

Darum wage ich die Behauptung: Es gibt keine Ruhendstellung. Entweder ist ein Konto gepfändet oder nicht. Allenfalls kann der Gläubiger mit dem Drittschuldner vereinbaren, dass der Pfändung unterliegende Beträge nicht an den Drittschuldner überwiesen werden brauchen. An der Pfändung ändert das nichts.

Dieser Prolog ist deshalb erforderlich um uns Deinem Problem angemessen nähern zu können: Das Kontoguthaben ist gepfändet worden. Die "Ruhendstellung" -was immer das sein mag- ändert daran nichts. Jetzt wandelst Du das Konto in ein P-Konto um. Zum Beginn des 4. auf die Umstellungsanordnung folgenden Geschäftstags tritt die Schutzwirkung des P-Kontos in Kraft (§ 850k Abs.7 ZPO). Ich komme nicht auf Donnerstag, sondern auf den Beginn des Freitags und vermute, dass das kontoführende Institut so schnell seine Unterlagen noch nicht aktualisiert hatte, Du also noch mit einem gepfändeten Guthaben vermerkt warst.

Und was gepfändet werden kann: Alles über den Freibetrag hinaus gehende.

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