WG-Mitglieder lassen nicht aus dem Vertrag & wollen Kaution einbehalten?

2 Antworten

Leider fehlen trotz des langen Textes einige wichtige Details:

Haben alle WG-Mitglieder einen gemeinsamen Mietvertrag mit dem Eigentümer geschlossen oder, ist nur einer Mieter und die anderen sind Untermieter?

Wenn alle einen Mietvertrag gemeinsam geschlossen haben, dann können sie ihn auch nur gemeinsam kündigen. Dein Freund befindet sich also nach wie vor in einem ungekündigten Mietverhältnis.

Bei der alternativen Konstruktion hätte Dein Freund eine schriftliche Kündigung an seinen Vermieter senden müssen.

Ähnlicher Ärger droht bei der Kaution. Ohne Beendigung des Mietvertrags hat man keinen Anspruch auf Rückerstattung der Kaution.

Hallo, vielen Dank für Ihre Antwort. Mein Freund und die beiden anderen Mieter sind allesamt Hauptmieter. Mein Freund hat dem Vermieter bereits eine Kündigung geschickt, allerdings wurde diese Kündigung nicht von den beiden anderen Parteien unterschrieben, da diese sich weigern, den Mietvertrag zu kündigen. Der Vermieter hat auch keine Kündigungsbestätigung etc. geschickt, als mein Freund den Fall schilderte, wurde ihm gesagt, dass er das mit den Mitbewohnern "unter sich" klären sollte, nur ist das nicht möglich.

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@Chunli

Dann wird es kompliziert:

Es ist keine wirksame Kündigung ausgesprochen worden. Der rechtlich korrekte Weg wäre, die anderen Mieter unter Klageandrohung aufzufordern eine gemeinsame Kündigung zu unterschreiben.

Die Idee mit dem Mieterverein ist angesichts dieser Ausgangslage nicht schlecht.

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Nachdem ein geeigneter Nachmieter nun doch gefunden wurde, sollte eine schriftliche Vertragsänderung mit allen Unterschriften, auch der des Vermieters, mit der dein Freund aus Haftung entlassen wäre, doch ebenso herbeizuführen sein wie eine Regelung über die Kaution. Warum übernimmt der Neue sie nicht einfach und erstattet sie direkt dem scheidenden WGler mit folgendem Antrag: http://mquadrat-erfurt.de/media/pdf/servicebereich_mieter/antrag_mieterwechsel.pdf

Und bevor ich 80 EUR in einen Mitgliedsbeitrag investiere und es auf umfänglichen Schriftwechsel, gar gerichtliche Auseinandersetzung ankommen liesse, hätte ich den weitaus geringeren Teil des Geldes längst im Baumarkt für Abschlussleisten ausgegeben und das selbst gerichtet, egal ob ich dazu dem Grunde nach verpflichtet wäre oder nicht. Das nennt man Pragmatismus statt Prinzipienreiterei.

Viel Erfog :-)

G imager761

Keine Kautionsrückzahlung bei WG-Auszug

Hallo,

Ich bin vor etwas über einem Jahr aus einer zwei Personen WG ausgezogen. Wir waren beide Hauptmieter. Die andere Mitbewohnerin und ich hatten uns zuvor zerstritten, was unter anderem dazu führte, dass sie ihr Zimmer an eine für mich komplett fremde Person untervermietete... Als ich ausgezogen bin, habe ich vom Vermieter die Anweisung erhalten, die von mir anteilig gezahlte Kaution vom Nachmieter auszahlen zu lassen. Dieser hat jedoch nicht auf meine E-Mails geantwortet. Daraufhin habe ich dem Vermieter mitgeteilt, dass ich die Kaution nun von ihm haben möchte - da ja bei Mietparteienwechsel ein neuer Mietvertrag aufgesetzt und daher die alte Kaution eigentlich ausgezahlt werden muss. Dann bekam ich diverse E-Mails meiner Mitbewohnerin und ihrer Untermieterin, dass ich die Wohnung nicht ordnungsgemäß hinterlassen hätte und sie dafür sorgen würden, dass ich keine Kaution bekäme. In Absprache mit dem Mieterschutzbund habe ich ihre E-Mails ignoriert und auf ein Treffen zur Übergabe mit den Vermietern gewartet. Dieses hat nie bei meiner Anwesenheit stattgefunden, da die Vermieter mir diesbezüglich nichts mitgeteilt haben. Ich habe erst von einer Übergabe etwas mitbekommen, als die Vermieter mir per E-Mail mitteilten, dass meine volle Kaution zur Reparatur diverser Schäden, die ich angeblich hinterlassen hätte, verwendet werden müsse. Der Mieterschutzbund riet mir, nicht darauf einzugehen, da es weder eine Übergabe bei meiner Anwesenheit noch ein Übergabeprotokoll mit meiner Unterschrift gegeben hat und mir auch keine Frist zur Beseitigung der angeblichen Mängel gesetzt worden war. Stattdessen sollte ich ein halbes Jahr warten und dann die Kaution zurückfordern.

Jetzt hat sich herausgestellt, dass ich nur gemeinsam mit meiner ehemaligen Mitbewohnerin meine Kaution zurückfordern kann, da wir beide bis zu meinem Auszug als Hauptmieter im Mietvertrag eingetragen waren. Letzten August hat meine ehemalige Mitbewohnerin sich dazu bereit erklärt, hierzu einer Anwältin ihr offizielles Einverständnis zu geben, allerdings antwortet sie seitdem weder auf Schreiben der Anwältin, noch auf Schreiben von mir. Die Anwältin meint, dass ich - sollte sie weiterhin nicht reagieren - auch gerichtlich gegen meine ehemalige Mitbewohnerin vorgehen und eine "Klage auf Auseinandersetzung der Gemeinschaft" gegen sie erheben könnte.

Weiß jemand, was genau das ist oder hat jemand Erfahrungen oder andere Ideen? Ich möchte wirklich meine Kaution zurückbekommen und habe Angst, dass die Frist, während deren ich meine Kaution zurückfordern kann, abläuft, ohne dass ich etwas habe tun können. 800 Euro sind für mich als Studentin eine Menge Geld...

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Zwischen wem wird Zwischenmietvertrag ausgehandelt, wenn Untermieter auszieht?

Hallo, wir habe in unserer WG gerade ein Kompetenzproblem: Wir sind zu viert - eine Hauptmieterin und drei Untermieter. Einer der Untermieter zieht jetzt für 6 Monate (Praxissemester) aus. Bei der Frage, wer schließt mit dem neuen Zwischenmieter den Zwischenmietvertrag ab und wer darf/soll wem Kaution zahlen, gab es Differenzen, die sicherlich auf Halbwissen gründen.

Die Hauptmieterin hat sich (meiner Ansicht nach aus purer Faulheit, des ganzen Papierkrams wegen) völlig aus der Verantwortung genommen. Ihr Standpunkt ist: Solange Sie die Miete aufs Mietkonto überwiesen bekommt, ist ihr alles egal, die vertraglichen Angelegenheiten (Dauer Zwischenmiete/ Kaution usw.)sollen der ausziehende Untermieter und der Zwischenmieter unter sich klären und auch miteinander den Vertrag abschließen.

Das geht meiner Ansicht nach gar nicht! Meines Wissens ist der HAUPTmieter einzig berechtigt mit irgendwem einen Unter-/Zwischenmietvertrag abzuschließen. Auch in Fragen der Kaution hat der ausziehende Untermieter nichts zu melden. Klar möchte der eine Absicherung in Form von Geld für seine Sachen, die Frage ob und wieviel Kaution kann jedoch lediglich der Hauptmieter festlegen.

Die Frage kam auf, weil der ausziehende Untermieter eine in meinen Augen exorbitante Kaution vom Zwischenmieter verlangen wollte und die Hauptmieterin sich, um nicht zwischen die Fronten zu geraten, völlig raus halten wollte.

Geht das?

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