WG, Mitbewohner gekündigt, mit verlängerter Kündigungsfrist, kann er einfach früher gehen?

4 Antworten

Die Verlängerung der Kündigungsfrist um drei Monate bezieht sich vermutlich auf § 573a Abs. 1 BGB. Ich gehe aber mal davon aus, dass hier § 573a Abs. 2 Halbsatz 2 BGB i.V.m. § 549 Abs. 2 Nr. 2 BGB anzuwenden ist. Insofern dürften hier die Kündigungsfristen des § 573c Abs. 3 BGB gelten, eine Kündigung wäre also bis zum 15. eines Monats zum Ablauf desselben Monats zulässig.

Allerdings gilt auch für eine Kündigung des Mieters die Schriftformerfordernis (§ 568 Abs. 1 BGB). Eine mündliche Kündigung ist unwirksam.

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Ausziehen kann er jederzeit - allerdings die Kündigungsfrist von 3 Monaten muss Dein Mieter dann zahlungstechnisch mindestens einhalten.

Ich werde beim Mieterverein anrufen. Das wird sich klären. Trotzdem danke für die Antworten..

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Meiner Einschätzung nach hat er bessere Karten als du. Du hast ihm eine ordentliche Kündigung zukommen lassen und dann angefangen dir da irgendwelchen Blödsinn auszudenken mit +3 Monaten... Und bei sowas bin ich mir sicher das war nicht der einzige Fehler im Anschreiben. Fängst du an Ihn auf Vertragsrecht festzunageln wird Ihn jeder Hauptschüler aus dem Vertrag bekommen weil du Ihm undurchsichtige Kündigungen zukommen lassen hast, er wusste er muss gehen aber eben nicht wann und hat sich was neues gesucht bevor er Überaschent auf der Straße sitzt. Könntest auf Schadensersatz klagen, Zivil, aber ganz ehrlich deine Kündigung ist nichtig, wenn du Pech hast dein Mietvertrag auch und du bleibst auf denn Kosten sitzen... Lass Ihn Dezember raus und Versuch eine letzte Zahlung zu vereinbaren, weil wenn du forderst und er verweigert kommts auf die Auslegung an.

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Wieso steht dann im Gesetz, dass sich die Kündigungsfrist um 3 Monate verlängert, sofern kein außerordentlicher Grund vorliegt ?

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@nyooq

Weil du vermutlich im Gesetz an der falschen Stelle nachgeschaut hast. Ließ dir mal § 549 Abs. 2 Nr. 2 BGB durch, ob das auf deine Situation zutrifft. Wenn ja, siehe meine Antwort oben.

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Im Vertrag steht vermutlich nicht, dass er das Zimmer / die Wohnung auch bewohnen muss.
Damit kann er jederzeit ausziehen.

Anders sieht es da mit den Mietkosten aus. Solange der Vertrag läuft, muss er auch die Miete bezahlen.

Da du von deiner Seite aus bereits gekündigt hast, kann er diese Kündigung auch so für sich annehmen und muss nicht selber kündigen. Damit endet seine Pflicht zur Mietzahlung zum 31.12.2020.

(Die Gültigkeit der Verlängerung der müsste erst geprüft werden. Derartige Verlängerungsklauseln sind häufig ungültig)

Genau genommen macht diese "Verlängerung Klausel" die Kündigung undurchsichtig und somit hat der Untermiete jede Agumentation die er sich ausdenken kann um zu gehen

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Die Verlängerung der Kündigungsfrist um drei Monate bezieht sich vermutlich auf § 573a Abs. 1 BGB. Ich gehe aber mal davon aus, dass hier Abs. 2 Halbsatz 2 anzuwenden ist...

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