Wg Auflösung was muss ich beachten?

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet
Nun bin ich selber ausgezogen stehe allerdings noch 3 Monate im Mietvertrag.

In welchem Mietvertrag denn? Was bei vielen WG´s einfach unbekannt ist, ist dass man Wohnungsmietverträge nicht stückweise kündigen kann. Ganz oder garnicht heißt da die Alternative. Solange nicht alle WG-Genossen ggü dem Vermiter gekündigt haben oder aber der Vermieter einer Vertragsänderung ausdrücklich zugestimmt hat, ist man Mieter und das -wenn man Pech hat- noch auf Jahrzehnte.

Mit den 3 Monaten könnte es also nur funktionieren, wenn der Vermieter einen Änderungsvertrag abgeschlossen hat oder aber, wenn ein WG-Mitglied Hauptmieter und die anderen Untermieter sind. Untermietverträge kann man natürlich separat kündigen.

Das mit der Einbauküche ist ein echtes Problem: Anspruch auf eine "Auszahlung" der ursprünglichen Investitionssumme hat man sicher nicht. Woraus sollte der sich auch ergeben? Ich meine, dass man hier die Grundsätze über die BGB-Gesellschaft anwenden muß. Du bist als Gesellschafter ausgeschieden und kannst Deinen Anteil am Auseinandersetzungsguthaben beanspruchen, vgl.:

http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__738.html

Wie die Auszahlung des Anteils erfolgt, müssen die Gesellschafter dann unter sich ausmachen. Bei der Einbauküche könnte das entweder in natura erfolgen, indem man nämlich einzelne Möbelstücke unter den Gesellschaftern verteilt. Oder aber, man nimmt den aktuellen (!!!) Marktwert der Küche und berechnet daraus den Anspruch des ausscheidenden Gesellschafters. Wenn Du Dich mal bei ebay und Co anschaust, welch geringen Wert gebrauchte Möbel noch haben, wird bei Dir starke Ernüchterung auftreten.

Ein Mietverhältnis besteht normalerweise zwischen einem oder mehreren Hauptmietern und einem Vermieter, sowie zwischen diesen Hauptmietern und ihren jeweiligen Untermietern. Somit ist klar, daß wenn ein Untermieter auszieht, nur das Vertragsverhältnis mit dem jeweiligen Hauptmieter betroffen ist. Zieht ein Hauptmieter aus, lösen sich alle Untermietsverhältnisse dieses Hauptmieters auf und der Mietvertrag mit dem Vermieter wird durch einen neuen Vertrag abgelöst, in dem die ggf. verbleibenden Hauptmieter und ggf. ein neuer Hauptmieter aufgeführt sind.

Wenn Ihr also zu (dritt oder fünft) eine Küche oder anderes Mobiliar gekauft habt, dann sind entweder einzelne Einrichtungsgegenstände Eigentum einzelner dieser Personen, oder aber es wird zu Gemeinschaftseigentum. Wenn hier keine vertragliche Regelung getroffen wurde, daß irgendeine Rückerstattung (wenn, dann ja wohl abzüglich von Wertverlusten durch Nutzung) oder kostenpflichtige Weitergabe an Nachmieter (diese zahlen dann eine Ablösesumme) erfolgen, hast Du insgesamt schlechte Karten, eine Geldforderung zu stellen. Du könntest ja Deinen Möbelanteil als Mobiliar mitnehmen.

Wenn Ihr allerdings alle in der WG so schreibt wie dieses Posting nun mal geschrieben ist, gehe ich jedoch davon aus, daß hier keine vertragliche Grundlage besteht. Also: nimm Deine Möbel mit.

Hallo,

hier kann man nur aus Fehlern kernen !

Ihr habt es damals schon zu " Fünft " versäumt eindeutige Regelungen schriftlich zu treffen, wie im Falle eines Auszugs eines WG Mitgliedes zu verfahren sein soll.

Eine Ablöse wirst du wohl nicht in der erhofften Höhe von den letzten Mietern bekommen denke ich. Was willst du jetzt mit einem einzelnen Hängeschrank, den du vielleicht ggf. mitnehmen könntest ?

Überlaß den letzten beiden Mitbewohnern die Küche und zieh deine Lehren daraus !

Davon geht die Welt nicht unter ! K.

Was willst du jetzt mit einem einzelnen Hängeschrank, den du vielleicht ggf. mitnehmen könntest ?

Solange sie nicht das Klopapier Blatt für Blatt nachzählen und unter sich aufteilen gehts ja.

1
@Privatier59

Ansichtssache Pv59, bei Kloopapier sieht die Sache schon anders aus, ich würde auf eine Aufteilung bestehen. Man kann ja nun nicht alles der WG unentgeldlich überlassen ! ;-) ;-)

0
@Gaenseliesel

Ist vielleicht lächerlich...aber selbst Toilettenpapier wurde aufgeteilt damit einzelne Mitbewohner nichts haben 😂😂

0

Renovierung

Hallo zusammen! Folgender Sachverhalt: Meine Tochter hat im letzten Jahr von der Gebag eine unrenovierte Wohnung angemietet und bekam für die Renovierung von der Wohnungsbaugesellschaft Euro 350,- ; so wie andere für die Dauer der Renovierung mietfrei wohnen können. Im Übergabeprotokoll wurden alle Schäden festgehalten und die Wohnung wurde wegen dem Renovierungsgeld als renoviert ausgewiesen!

Im Mietvertrag stand nichts von einer Renovierung bei Auszug!

Nun ist sie ausgezogen und die Gebag hat ihr gesagt, das wenn der neue Mieter die Wohnung so übernimmt, sie weder Tapeten abreißen noch streichen muß! Im Gegenteil! Gesonderte Wünsche des Nachmieters wurden von ihr noch berücksichtigt. Die Mustertapete sollte abgerissen werden u.s.w.,! Bei der gestrigen Übergabe wurde dann alles seitens der Gebag verworfen. Hier wurden ihr nicht sogar alle bereits ermittelten Schäden bei Einzug in Rechnung gestellt, sondern man teilte ihr mit, das der Nachmieter zwar die Wohnung so übernimmt, sie jedoch die Neurenovierung des Nachmieters von ihrer Kaution bezahlen muß. Obwohl sie bei Einzug im letzten Jahr die Wohnung genauso übernommen hat, wurden ihr jetzt sogar Euro 570,- abgezogen! Also noch Euro 220,- mehr, als sie selbst für den gleichen Zustand der Wohnung bei Anmietung von der Gebag bekommen hat. Ich habe dann im Auftrag UNTER VORBEHALT das Übergabeprotokoll unterschrieben, da die Gebag nicht nur Druck ausgeübt hat, sondern noch frech geworden ist. Der Nachmieter bekommt also jetzt für die Renovierung, obwohl er sich einverstanden erklärt hat, diese so zu übernehmen Euro 570,- von der Gebag, bzw., von der Kaution meiner Tochter! Das kann doch nicht rechtens sein oder irre ich mich jetzt? Hätte man meiner Tochter gesagt, das sie die Tapeten abreißen muß, bzw., streichen muß, hätte sie es getan! Und auch auf das Renovierungsgeld im letzten Jahr von der ARGE hat sie verzichtet, da die Gebag ihr das mit der Begründung nahegelegt hat, das sie etwas mehr bezahlen. Auch hier hieß es bei der gestrigen Übergabe seitens der Gebag. "Nun ja, hätten sie das Geld seinerzeit von der ARGE genommen, hätte die Wohnung als unrenoviert gegolten und dann wäre Ihnen auch nichts von der Kaution abgezogen worden!" Mal abgesehen davon, das meine Tochter einen RA zu Rate zieht, wüßte ich vorab ganz gerne mal, wie denn die Rechtslage ist.

...zur Frage

Renovierung bei Auszug - Vorabnahme Protokoll ungültig ?

Hallo zusammen,

ich habe gestern schon den halben Tag im Internet zu diesem Thema zugebracht und hatte schon die Hoffnung verloren... ich schilder es mal kurz. Wir sind nach 6,75 Jahren aus unserer alten Wohnung ausgezogen und wohnen seit 2 Wochen in der neuen. Im alten Mietvertrag gibt es in der Klausel "Schönheitsreparaturen" anscheinend starre Fristen (genauer Wortlaut : "Die Schönheitsreparaturen sind spätestens nach Ablauf folgender Zeiträume auszuführen: " ... alle 3 Jahre Küche / Bad, alle 5 Jahre Wohn / Schlafzimmer / Flur, alle 7 Jahre sonstige Räume). Soweit ich mich richtig informiert habe führt diese Formulierung dazu, das die Klausel ungültig ist und wir bei Auszug nichts weiter machen müssten außer das Laminat und die selbst verlegten Teppiche zu entfernen.

Nun gab es jedoch eine Vorabnahme (zu dem Zeitpunkt wussten wir leider noch nichts von der Rechtsgrundlage hinsichtlich Renovierung). Dort wurden einzelne Punkte festgehalten die von uns zu erledigen sind. Es steht für jeden Raum extra aufgelistet "Tapezieren und Wände weißen". Wir haben dafür unterschrieben. Jetzt kommt aber der entscheidende Teil. Die einzige Textpassage wo drin steht das wir uns dazu VERPFLICHTEN ist in einem Absatz genannt wo man 1 von 3 Feldern ankreuzen muss. Dort sind 3 Punkte aufgeführt (jeweils anzukreuzen).

  1. Der ausziehende Mieter verpflichtet sich für die sachgerechte Ausführung der Arbeiten bis zum <... datum...> zu sorgen. Bei nicht fach- und termingerechter Ausführung hat der ausziehende Mieter für einen dadurch bedingten Mietausfall einzustehen.

  2. Der Mieter trägt die Kosten für eine Renovierung seitens des Vermieters

  3. Der Nachmieter ist für die Renovierung zuständig.

Punkt 2. und 3. hab ich nur sinngemäß wiedergegeben. Punkt 1 ist der genaue Wortlaut. Nun ist aber KEINER dieser Punkte angekreuzt (bei <...datum...> wurde auch nichts eingetragen). Die Frage ist nun, macht es diesen Vertrag ungültig ? Gibt es also noch eine Chance ohne Renovierung rauszukommen ? Ich habe gelesen das es gängige Praxis von Wohnungsbaugesellschaften ist, den Mieter mit diesen Vorabnahme Protokollen in die Falle zu locken, weil er selbst weiß das die Klausel im eigentlichen Mietvertrag dazu ungültig ist.

Würde mich über eine kurze Antwort sehr freuen, auch wenn ich weiß das der Gang zum Anwalt natürlich der korrekte Weg ist (den ich auch schon eingeleitet habe... wollte nur erstmal kurz vorher hier schon fragen).

Beste Grüße! Patrick

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?