Wertpapier ohne Kundenauftrag außerbörslich Bestens verkauft.

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Der vor Dir beschriebene Ablauf paßt zu einer Kündigung des Zertifikats durch die Emittentin und Liquidation gegen Cash. Allerdings kann ich dazu keinerlei Informationen finden.

In jedem Fall solltest Du über die Transaktion ja eine Abrechnung erhalten, die die Order spezifiziert. Dort sollte bei bankinitiierten Orders auch der Grund der Transaktion angegeben sein.

Ansonsten: warum fragst Du nicht einfach die Bank?

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Das habe ich inzwischen gemacht.

Laut meiner Depotbank "hat die Zahlstelle BNP Paribas/Consors einen Fehler gemacht und die Kunden benachrichtigt, dass Zertifikat sei gekündigt worden."

Ich hatte mir auch schon überlegt, die Wertpapier einfach wieder zurückzukaufen. (Mit dem Zertifikat ist nämlich alles in Ordnung).
Laut Auskunft meiner Depotbank wird das Geschäft aber rückabgewickelt. "Das heisst ich bekomme die Wertpapiere wieder ins Depot eingebucht." „Wenn das Konto dann nicht gedeckt ist, läuft es ins Minus.“

Wie wird es mit der steuerlichen Abwicklung aussehen?

Das ist inzwischen das zweite mal, dass eine Wertpapierposition ohne einen Auftrag von mir verkauft wurde. Das erste mal war es eine Aktienposition (VTG).

Das ganze beunruhigt mich schon etwas. Ich will nicht, dass ohne meinen Auftrag verkauft wird. Was ist, wenn das nächste mal zu einem schlechteren Kurs verkauft wird? Ich frage mich, wie ich es verhindern kann, dass Wertpapiere ohne meinen Auftrag verkauft werden? Den Broker wechseln?

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@solicitation1

Ja, ich hatte etwas in der Art vermutet. Gegen eine Falschmeldung der Emittenten oder Emittentenbank ist man natürlich nirgendwo gewappnet. Das ist kein Fehler Deiner Bank. Bei einer Rückabwicklung wird das Geschäft komplett storniert, d.h. auch die steuerlichen Daten sollten neutralisiert werden. Sollte dafür bankintern ein Rückkauf erforderlich sein, hat das für Dich keine steuerlichen Auswirkungen. Falls doch, solltest Du laut und deutlich Beschwerde einlegen.

Was mit VTG passiert ist, vermag ich nicht zu sagen. Auch hier sollte man prüfen, was der Grund für solche Verkäufe ist.

Mir ist das bisher noch nie passiert - mit keiner Art von Wertpapier. Einzig die steuerlichen Daten von Fonds sind manchmal falsch - das liegt aber dann typischerweise an fehlerhaften WMDATEN-Lieferungen. Selten lag es an Berechnungsfehlern bei der Bank. Klassische Kandidaten dafür sind vergessene anrechenbare Quellensteuern, falsch ausgewiesene akkumulierte ausschüttungsgleiche Erträge oder falsche Zwischengewinne. 99,99% der Anleger würden das wohl nie merken. Konsequenz solcher Fehlerwerte ist jedoch eine Verfälschung der Verlusttöpfe bzw. Buchung gegen Freistellungsaufträge.

Sollte Dein Broker nicht in der Lage sein, solche Effekte neutral für Kunden zu regeln, würde ich in der Tat den Broker wechseln.

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@gandalf94305

Die Rückabwicklung ist am Laufen. Bei dem "falschen Verkauf" wurde der Sparerpauschbetrag ausgeschöpft und zusätzlich etwas Kapitalertragssteuer abgeführt. Das scheint inzwischen wieder korrigiert zu sein. Ich habe die Korrekturabrechnung hierzu noch nicht erhalten.
Die Gewinn-/Verlustabrechnung für die Position ist aktuell nicht mehr sichtbar. Aufgrund eines Anrufes von mir bei der Depotbank soll dies aber ebenfalls noch korrigiert werden, in dem die Daten aus einem anderen System übernommen werden.

Trotzdem alles sehr ärgerlich und zeitintensiv. Hoffe, daß so etwas nicht wieder vorkommt.
Vielen Dank für die Infos zum Thema.

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Ich würde die Bank nicht befragen, sondern sehr energisch eine Erklärung fordern.

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Habe ich gemacht - alles sehr ärgerlich.

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Wenn ihr bei Eurer Depotbank ein Wertpapier verkauft, wann steht Geld für neue Käufe zur Verfügung

Ich habe letzte Woche am Mittwoch bei der Raiffeisenbank eine Wertpapierposition verkauft. Ich wollte für den Verkaufserlös eigentlich möglichst sofort wieder eine Kauforder aufgeben. Ging aber gestern immer noch nicht, weil das Geld noch nicht auf dem Girokonto (Abwicklungskonto) zugebucht war.

Auf Nachfrage habe ich von der Bank als Antwort erhalten:
"Der VK-Erlös muß erst dem Giro gutgeschrieben sein, damit diese Summe wieder verfügt werden kann.

Lösung wäre ein Girokontolimit. Z. B. 10.000 EUR Girokontolimit eintragen: Dann könnten Sie bis zu diesem Limit "überziehen", somit wäre eine Order möglich. Für so ein größeres Limit müßte man:

a) die Limithöhe festlegen b) Absicherung durch Girokontokreditvertrag und Grundschuldhinterlegung als Sicherheit festlegen "

Ist das normal? Bzw. wie ist das bei Eurem Depot geregelt?

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