Werden vorangegangene Testamente automatisch ungültig, wenn man Berliner Testament macht?

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ich schließe mich der Antwort von Privatier59 an und ergänze noch: Gemäß § 2268 Abs. 1 BGB ist ein Berliner Testament unwirksam, wenn die Ehe geschieden wird.

Grund hierfür ist, dass die gegenseitige Erbeinsetzung nur deshalb erfolgt, weil die Eheleute davon ausgehen, dass die Ehe Bestand hat. Ist das nicht der Fall, ist im Zweifel auch keine Bindung an das Testament mehr gewünscht.:

diese Frage bezog sich doch gar nicht auf Scheidung-Deine Antwort ist so also fehlplatziert

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@topspin

Ich habe 2 Fliegen mit einer Klappe geschlagen, indem ich beide Fragen zusammen beantwortet habe ;-))

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Schau Dir das Gesetz an:

http://dejure.org/gesetze/BGB/2258.html

Die Tücke liegt im Detail, nämlich der Frage, ob ein späteres Testament mit einem jüngeren in Widerspruch steht. Es sollte daher zur Pflichtübung gehören, veraltete Testamente zu vernichten und rein vorsorglich auch noch immer klar zu stellen, dass frühere Testamente durch das neuere aufgehoben werden.

Notarielle Testamente werden durch privatschriftliche wechselseitige Verfügungen nicht ungültig, vielmehr bestünden sie fort, sofern sie nicht bei einem Notar widerrufen und aus amtlicher Verwahrung entnommen würden.

Private Testamente würden nur dann unwirksam, wenn die neuere Verfügung dem Inhalt oder Datum nach als später errichtet erkannt werden könnte.

G imager761

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