Werden Verluste nach Planquote in das nächste Jahr mit übernommen und mit Gewinne verrechnet?

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2 Antworten

Und eine Ergänzung zu Enno:

verlorene Stückzinsen

ein nicht erfolgter Gewinn ist kein Verlust, erst recht nicht beim Finanzamt.

Ah danke, die hatte ich bei meinem Epos dann völlig vergessen.

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Hier muss man systematisch vorgehen.

Erster Schritt: Prüfen, ob der Verlust in die steuerlich unbeachtliche Vermögenssphäre fällt oder ob er steuerwirksam ist. Der Eintrag in die Steuererklärung ist aber auf jeden Fall empfehlenswert, denn selbst wenn es sich um steuer-irrlevante Verluste handelt, urteilt das Finanzamt ja auch nicht immer richtig.

Nun ist "Anleihe" ja ein weiter Begriff. Steuerlich unwirksam ist auf jeden Fall der Verlust des Gesellschaftsanteils an einer Personengesellschaft. Verliere ich einen Anteil an einer Kapitalgesellschaft, könnte es, je nach Beteiligungshöhe, ein Verlust aus privaten Veräußerungsgeschäften sein (Altgeschäfte, Kauf vor 2009, § 23), Verlust aus Kapitalvermögen (Neugeschäfte ab 2009, § 20 (2)) oder ein gewerblicher Verlust nach § 17 EStG.

Zweiter Schritt (wenn steuerwirksam): Prüfen, in welche Kategorie der Verlust passt (siehe Abschnitt hierdrüber).

Allen solchen Verlusten ist aber ein Schönheitsfehler eigen: Der Verlust wird zwar vorgetragen, ist aber nur mit Gewinnen aus gleichartigen Geschäften verrechenbar. Sofern es Altverluste nach § 23 sind, endet die Verrechenbarkeit mit Ablauf des Jahres 2013.

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