Werden Sozialabgaben für eine asugezahlte Direktversicherung jährlich neu berechnet?

3 Antworten

Soviel ich weiß, war das aber bisher so, das der Beitragssatz, der zum
Auszahlungsmonat aktuell war, als Berechnungsgrundlage herangezogen
wurde.

Nein, das war nie so. Es galt immer der aktuelle Beitragsssatz.

Lediglich die 1/120stel des Auszahlungsbetrages blieben konstant und galten für längstens 120 Monate.


Es wird über die gesamten 10 Jahre der Beitragssatz zugrunde gelegt, der bei der Auszahlung gültig war.

Das bedeutet zwangsläufig natürlich auch, dass bei einer Beitragssenkung diese nicht weitergegeben wird.

Man kann es wie eine Ratenzahlung betrachten. Unabhängig von der weiteren Zinsentwicklung bleiben die Raten gleich.

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Nein, der Beitragssatz ist stets der aktuelle. Die Bemessungsgrundlage wird um 1/120stel für 120 Monate erhöht, max. gilt jedoch die Beitragsbemessungsgrenze. 

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@gammonwarmal

Danke für diesen interessanten Beitrag. Der Verfasser führt aber keine Quelle für seinen Standpunkt an, dass auch die Beitragssätze des Auszahlungsjahres für 120 Monate fortgeschrieben werden.

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@gammonwarmal

Ich kenne keinen Fall, bei dem die Beiträge bei der erstmaligen Berücksichtigung der Einnahmen in der Bemessungsgrundlage eingefroren wurden. Ein solches Einfrieren des Beitrags pro Einnahmeart wäre doch völlig systemfremd, schließlich nutzt der Einnahmenempfänger doch seine Gesundheitskasse immer auf aktuellem Niveau und nicht auf dem "eingefrorenen";-)



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@LittleArrow

Der Krankenversicherungsbeitrag wird auf die Gesamtabfindung gerechnet, allerdings ohne Berücksichtigung der Beitragsbemessungsgrenze, und anschließend durch 120 geteilt. So verstehe ich diese Regelung. Liegt das 120igstel über der Beitragsbemessunggrenze gilt der Beitrag für die Beitragsbemessungsgrenze.

Und danach bleibt der Beitrag unverändert.

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@gammonwarmal

Der Krankenversicherungsbeitrag wird auf die Gesamtabfindung gerechnet, allerdings ohne Berücksichtigung der Beitragsbemessungsgrenze, und anschließend durch 120 geteilt.

Nein, die Reihenfolge ist anders. Die Gesamtabfindung wird durch 120 geteilt und den übrigen beitragspflichtigen monatlichen Einnahmen hinzugerechnet. Die Summe der beitragspflichtigen Einnahmen, höchstens jedoch die Beitragsbemessungsgrenze, wird mit dem Beitragsprozentsatz multipliziert. Das 1/120stel bleibt also für die folgenden 120 Monate konstant und immer wieder erfolgt der Test für die gesamten beitragspflichtigen Einnahmen mit der Beitragsbemessungsobergrenze wie zuvor beschrieben.

Bei dem Text von S. Hennig ging es doch um etwas anderes, nämlich dass auch der Versicherungsbeitragsprozentsatz fixiert wird.

Ich schrieb allerdings "Ich kenne keinen Fall, bei dem die Beiträge bei der erstmaligen Berücksichtigung der Einnahmen in der Bemessungsgrundlage eingefroren wurden." Das war wegen der fehlenden Beitragsbemessungsgrenze mißverständlich ausgedrückt. Diese Grenze gilt immer (obwohl von Jahr zu Jahr steigend). Ich hätte schreiben sollen "Ich kenne keinen Fall, bei dem die Beitragsprozentsätze bei der erstmaligen Berücksichtigung der Einnahmen in der Bemessungsgrundlage eingefroren wurden."

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@LittleArrow

Hallo Zusammen,

erst einmal herzlichen Dank für die Kommentare. Das war zum Verständnis der Sache sehr hilfreich.

Es kristallisiert sich wohl heraus, dass die zu zahlenden Krankekassenbeiträge immer in Höhe der aktuellen Beiträge des entsprechenden Jahres zu zahlen sind. Ich habe bei meiner Suche im Internet gefunden, dass die auf die 120 Monate verteilten Beträge (Auszahlungsumme der Direktversicherung geteilt durch 120) den Versorgungsbezügen (z.B. priv. Rentenversicherung) gleichgestellt werden und somit der volle jeweils aktuelle Krankekassen- und PV-Beitrag zu zahlen ist. Die 120igstel Beträge werden dabei auf die laufenden Bezüge addiert. Erst oberhalb der BBG fallen keine zusätzlichen Beiträge an. Die KV- und PV-Beiträge sind also nicht konstant über die 10 Jahre.

Gibt es von eurer Seite noch Erkenntnisse, die das bestätigen oder nicht betsätigen können?

Danke für eure Unterstützung.

Viel Grüße

Hardness

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@Hardness

Deine Kristallisierung gibt das momentane Verfahren wieder, Hardness.

Das Ende der 120 Monate darfst Du Dir schon mal irgendwo deutlich notieren.

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@gammonwarmal

Ich vermute, dass mittlerweile der Verfasser dieses Artikels seinen Beitrag in diesem Punkt geändert hat, gammonwarmal. Hast Du noch die ursprüngliche Fassung zum Vergleich?

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Meines Wissens hat die Krankenkasse immer den gerade aktuellen Beitragssatz zugrundegelegt.

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