Werden die Immobilienpreise langfristig sinken, wenn jetzt immer mehr ihr Geld in Immobilien geben?

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5 Antworten

langfristig gesehen

Da braucht man garnicht langfristig zu schauen. Schon seit geraumer Zeit sinken die Immobilienpreise, aber eben nicht in Berlin, Hamburg, München, Stuttgart, Köln oder Düsseldorf sondern in all den ländlichen Gebieten drumherum.

Schau doch mal in Immobilienangeote auf dem platten Land. Da bekommt man Bauland noch ab 10 Euro den Quadratmeter und komplette Häuser für fünfstellige Beträge und dennoch will sie keiner haben. Das Überangebot gibt es da längst und es wird mit zunehmendem Bevölkerungsschwund auch die Mittelstädte zunehmend erfassen.

Für Großstädte und deren Speckgürtel ist dagegen noch kein Ende des Wachstums abzusehen. Allerdings brauchen marktweite Betrachtungen für den Einzelfall ohne Aussage zu sein. Auch in bester Lage verlieren Immobilien an Wert, z.B. wenn sie schlecht gepflegt sind, wenn sie unmodern geworden sind oder wenn man als Eigentümer das Pech hatte, dass eine Autobahn vor der Tür gebaut wurde.

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Es gibt in Deutschland einen deutlichen Gegensatz zwischen Metropolregionen und ländlichen Gebieten. Während in den Metropolen noch die Immobilienpreise steigen (Beispiele: Berlin, Stuttgart), geben diese auf dem Land immer weiter nach. Das hat etwas mit der wirtschaftlichen Erholung zu tun, die Leute in die Nähe ihrer Arbeitsplätze ziehen läßt.

Daher steht den Immobilienfinanzierungen derzeit immer noch eine Nachfrage entgegen, d.h. es werden nicht einfach Wohnungen/Häuser auf Halde produziert.

Schau mal hier zur aktuellen Entwicklung: http://www.europace.de/presse/index-epx-immobilienfinanzierung/

Auf diesem Site findest Du auch Zahlen zur Hauspreisentwicklung, die zeigen, daß wir noch weit von einer Blase entfernt sind. Die Bewertungen kommen eher wieder auf im Mittel "normale" Niveaus zurück, wobei natürlich Städte am oberen Ende und ländliche Gegenden am unteren Ende einen zunehmenden Spread aufweisen.

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Ja.

Einfach Ablaufkette: Leute investieren in Immobilien und nehmen derzeit billige Immobilienkredite auf. Sie wählen dabei Zinsbindungszeiten von 10 oder 15 Jahren, weil dies günstiger ist als längere Zinsbindungszeiten. Diese gewählten Zinsbindungszeiten gehen vorüber, die Finanzmärkte haben sich inzwischen auf ein normales Zinsniveau eingependelt, Baugeld kostet 6 - 8 % p.a. und die geizigen Leuten können sich dies Kosten für ihre Anschlussfinanzierung nicht mehr leisten. Viele von Ihnen müssen die Immobilien verkaufen, aber da das aktuelle Zinsniveau von vielen Mitmenschen auch nicht mehr tragbar ist, kommt es zu Immobilienpreisrückgängen von immensem Ausmaß. Diverse Zwangsversteigerungen drücken ebenfalls auf die Preise. Der Markt bereinigt sich aber innerhalb von max. 10 Jahren und die Immobilienpreise steigen wieder.

Anmerkung 1: Die Heimimmobiliengeschichte der Jahre 1975 - 1985 wiederholt sich.

Anmerkung 2: Regionale Besonderheiten können diese Prozesse verschieben, beschleunigen oder verzögern.

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Deiner Argumentationskette kann ich nicht folgen.

Trotzdem werden Immobilien auch mal wieder billiger werden. Nach einem Boom, wie wir ihn derzeit erleben, ist das so üblich. Ob der Rückgang stark oder weniger stakr ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Vor allem aber davon, wie viele Menschen in Zukunft dort (also in dem Land, der Stadt, Dorf, Straße, Haus und sehr selten auch noch Etage) wo deine Immobilie ist leben wollen.

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deine Logik ist mir vollkommen unklar. Wenn viele in Immobilien flüchten, dann gibt es viele Nachfrager. Das Angebot ist jedoch limitiert. Wie kann da ein Überangebot entstehen? Spriessen die Immobilien aus dem Nichts, nur weil die Nachfrage danach steigt?

Wenn viele einen begrenzten Markt nachfragen, dann steigen die Preise. Das ist ja genau das, was passiert. Die Preise werden nur dann fallen, wenn die Nachfrage wieder nachgibt.

Oder woran gibt es ein Überangebot?

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