Werden bestehende Schulden in die Berechnung des Kindesunterhalts eingerechnet?

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3 Antworten

Es werden nur ehebedingte Schuldverpflichtungen in sehr engen Grenzen in die Berechnung des Kindesunterhalts einbezogen. Die Schuldenhöhe selbst ist irrelevant. Es geht nur um die laufenden Raten, die diese Schulden mit sich bringen.

Man kann also nicht pauschal davon ausgehen, daß beispielsweise ein Darlehen zur Auto- oder Immobilienfinanzierung die Unterhaltsverpflichtung mindert. Es kann auch sein, daß die Minderung nur den Ehegattenunterhalt betrifft, nicht jedoch den Kindesunterhalt, da letzterer vorrangig betrachtet wird.

Es ist der Einzelfall zu betrachten. Konsultiere einen Anwalt.

Schulden werden nur in der Berechnung berücksichtigt, wenn sie gemeinsam während des Ehe schon bestanden und gemacht wurden und nicht erst nach der Trennung entstanden sind. Außerdem muss weiter sichergestellt sein, dass der Mindestunterhalt laut Düsseldorfer Tabelle gewährleistet wird.

Schulden und Kindesunterhalt sind völlig verschiedene Themen und passen in keinen Zusammenhang.

Unterhalt eines Kindes wird nach der Düsseldorfer Tabelle berechnet, und da sind die Schulden des Kindesvaters völlig egal.

Ein erwerbstätiger Unterhaltszahler mit Schulkindern bis 21 Jahren darf jetzt 1000 statt 950 Euro im Monat für seinen eigenen Bedarf behalten. Dieses Einkommen muss er für seinen Lebensunterhalt und seine Schulden einsetzen.

Hier ist der Link, um den Kindesunterhalt zu berechnen:

http://www.oeffentlichen-dienst.de/familienrecht/duesseldorfer-tabelle.html

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