Werden bei Unternehmensliquidation die Aktionäre berücksichtigt?

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Die Aktionäre bekommen nur Geld, wenn von der Masse noch was übrig bleibt und sämtliche Schulden beglichen sind. Bleibt nichts mehr übrig bis die Aktionäre am Zuge wären, gehen sie leer aus.

In der Rangfolge sind Aktionäre die letzten, die Geld sehen.

Als Aktionär bist Du Unternehmer/Eigentümer des Unternehmens.

Daher bekommen Aktionäre nur Geld, wenn alle Schulden des unternehmens bezahlt sind udn die Kosten der Liquidation/der Insolvenz bezahlt sind.

Ebenso, wie die Gesellschafter einer GmbH nur Geld bekommen, wenn nach der Liquidation etwas übrig bleibt.

Ein Aktionär sollte sich immer bewußt sein, er gibt der AG kein Geld, er kauft einen Anteil an der Firma, mit allen Risiken und Chancen.

Aktien von fast Insolvenzen Firmen

Hallo, mich würde mal interessieren was passiert wenn ich Aktien kaufe von einem Unternehmen, dass noch nicht Insolvenz angemeldet hat, aber es zur Debatte steht. Die Aktienkurse fallen natürlich, weil keiner weiß was passieren wird und wenn man darauf baut, dass sich die Firma selbst wieder retten kann, vielleicht ein paar Teilbereiche verkauft etc. Wenn ich jetzt hoffe dass mittelfristig der Aktienwert wieder steigt um dann Gewinn zu machen kaufe ich nun also solche Aktien. Was ist aber wenn ich falsch lag und die Firma doch Insolvenz anmelden muss? Sind meine Aktien dann wertlos? Werden die Aktien dann zu einem extrem niedrigen Preis von der Insolvenz Abteilung wieder aufgekauft?

Ich habe keinerlei Vorstellung wie das Ablaufen würde und wäre um eine generelle Erklärung sehr dankbar, es muss auch gar nicht zu sehr ins Detail gehen...

Danke

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Ist es moralisch verwerflich mit Aktien von Nestlé, der Rüstungsindustrie, etc. zu handeln?

Viele Unternehmen handeln moralisch verwerflich. Menschen zu erschießen, Menschen das Wasser abzudrehen gehört für mich dazu. Ich frage mich jetzt, ob es moralisch verwerflich ist, Aktien solcher Unternehmen zu kaufen und verkaufen.

Der eigentliche Hintergrundgedanke von Aktien ist es ja, möglichst vielen möglichst einfach zu ermöglichen in ein Unternehmen zu investieren, damit dieses zukünftige Projekte, usw. zu finanzieren kann. Wenn ich jetzt aber eine Aktie von bspw. Nestlé kaufe, kaufe ich diese ja nicht von Nestlé sondern von einem anderen Privatanleger der eine Nestlé Aktie verkaufen möchte. Nestlé hat also direkt rein gar nichts von einem guten Aktienkurs. Außer, Nestlé möchte jetzt weitere Aktien herausgeben um das nächste Projekt zu finanzieren, was aber eher selten der Fall sein wird, das Nestlé vermögend genug ist, sich selber zu finanzieren (?).

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Dislaimer: Ich habe Nestlé nur als Beispiel genommen, weil die allgemein einen eher schlechten Ruf und auch einen Skandal nach dem anderen haben. Vielleicht ist Nestlé auch die Wohlfahrt, ich weiß es nicht, ich hab' mich damit nicht beschäftigt. Mir ist des Weiteren klar, dass es weitaus schwerwiegendere Parteien gibt als den privaten Aktieninvestor, wie dem Konsumenten zum Beispiel. Meine Frage bezieht sich aber ausschließlich auf den Privatinvestor.

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