Werde ich vom Jobcenter als Harz 4 Empfänger noch unterstützt, wenn ich mich selbstständig mache, um aus der Situation raus zu kommen?

2 Antworten

Es gibt zwei Möglichkeiten.

Die Bessere ist mit Einsteigsgeld. Wenn Du einen Geschäftsplan machst und das Jobcenter den akzeptiert (er muss von einer sachkundigen Stelle bestätigt werden), dann bekommst Du zusätzlich zum ALG II 1/2 vom Regelsatz zusätzlich.

Würde der Antrag auf Einstieggeld nicht genehmigt, würde der Beginn der Selbständigkeit wie die Annahme einer Anstellung gezählt.

Du musst eine Anlage EKS als Vorausschau abgeben und nach Ablauf von je 6 Monaten nochmal die EKS dann mit den tatsächlichen Zahlen, was in der Zeit verdient wurde.

Ich mache so etwas regelmäßig für Mandanten (auch die Stellungnahme als sachkundige Stelle). DAher kenne ich mich mit den Fußangeln auch aus. So ist der Gewinnbegriff des Jobcenters ein anderer, als der des Finanzamtes.

Gehe zu einem Steuerberater, oder Gründercoach in Deiner Gegend.

Woher ich das weiß: Berufserfahrung

Hallo, vielen Dank für die ausführliche Antwort.

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Bafög Drama - was kann passieren ?

Liebe Mitlesende,

Ich habe eine Frage bezüglich einer bafög-Situation der etwas anderen Art.

Kurz zur Situation:

Ich bin im zweiten Lehrjahr meiner Ausbildung. Diese kostet pro Monat.

Zum Zeitpunkt meiner ersten Antragstellung (vor dem ersten Jahr) war der plan noch so, dass ich mit meinem damaligen Freund zusammen ziehe und damit quasi als gemeinsamer Aushalt gelte und er mich bei der Ausbildung unterstützt. Das Ganze ist dann aufgrund von unwichtigen Dingen auseinander gebrochen und ich saß mal wieder mit nichts da (meine Kindheit war eher mäßig und ich war so glücklich wie noch nie über meine Ausbildung).

Da ich mit all den Problemen ratlos überfordert war und mich bereits wieder im tiefen schwarzen Loch gesehen habe, hat sich meine beste Freundin dazu entschieden ihre neue Ausbildung nicht an ihrem alten Wohnort zu machen, sondern packte mehr oder weniger kurzerhand ihre Sachen und began hier ihre Ausbildung, mit dem Gedanken mich zu unterstützen bezüglich der Ausbildungsgelder und meiner - zu diesem Zeitpunkt extrem angeschlagenen - Psyche.

Und jetzt kommt der knaller - ich war so glücklich, dass sich endlich mal etwas Gutes in meinem Leben ergeben hat, dass ich vergessen habe sie und ihre Leistungen bezüglich mir (NUR 200€ die auch nur für die Ausbildung gedacht waren) zu melden. Der Vermieter hat ihr ebenfalls keinen eigenen Mietvertrag gegeben und meinte, da wäre nichts weiter nötig als die Anmeldung am Einwohnermeldeamt.... Auf einigen Webseiten hatte ich nachgelesen, dass nur Leute mit Mietvertrag und oder verschwägert/Verwandte für das Amt relevant sein. :'(

Durch die Nebenkosten Abrechnung die ich natürlich brav dem Amt zukommen habe lassen(habe bafög + Aufstockung vom jobcenter) , sah man halt dass zwei Leute gemeldet waren und darauf hin kam der Brief zu mir, dass ich das mal bitte erklären sollte.

Ich glaube in all den 24 Jahren die ich jetzt alt bin, ist mir noch nie vor schreck mein Herz so in die Hose gerutscht... Ich hab es einfach vergessen.

Ich habe postwendend einen Brief verfasst, alles erklärt, alle Daten offen gelegt und mich wahrscheinlich 50.000 mal entschuldigt :'(.


Meine Frage nun: Was könnte mir jetzt drohen? Eine Rückzahlung der Gelder die sie mir pro Monat für die Ausbildung gegeben hat? (200€ x 12 Monate). Oder noch viel Schlimmeres???


Ich möchte meine Ausbildung nicht verlieren und ich habe noch nie etwas rechtswidriges getan. :'(

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Zu große, aber preiswertere Wohnung beziehen? Umzug erlaubt?

In meiner letzten Frage wollte ich wissen, ob ich vielleicht die Wohnung meiner Mutter beziehen könnte, da diese leider schwer pflegebedürftig geworden und deshalb in ein Pflegeheim gekommen ist.

Nun frage ich mich - da ich momentan ALG II beziehe -, ob ich in ihre Wohnung ziehen darf.

Folgender Fall:

Meine (21 Jahre) momentane monatliche Miete beträgt 385€ warm für 47qm. Über 30€ zahle ich monatlich selbst (was für mich viel Geld ist!). Die Miete der Wohnung meiner Mutter, die ich gerne beziehen würde, beträgt ca. 330€, womit nicht nur ich monatlich gut 30€ spare (immerhin über 380€ im Jahr!), sondern auch das Jobcenter über 20€ spart. Das einzige Problem (neben dem, dass noch nicht sicher ist, ob ich sie kriege) ist, dass ihre Wohnung 52qm hat, was in unserer Stadt zu groß für Hartz IV ist (erlaubt sind 47qm). Ich frage mich nun, ob das Arbeitsamt da Probleme machen könnte.

Eigentlich müsste das Geldargument ja wichtiger sein, aber man weiß ja nie... Weiß jemand, wie das aussieht? Dürfte ich die Wohnung beziehen? Oder liegt das im Ermessen des Sachbearbeiters? Dürfte ich sonst klagen?

Die Wohnung ist einfach tausendmal besser als meine jetzige. Mehr im Grünen, es fahren keine tausend Busse täglich vorbei, meine Katze könnte wieder raus, ich hätte eine gute Anbindung an die S-Bahn (muss morgens schon um sechs Uhr aus dem Haus, dann erst um zwanzig nach), dann noch die für mich dicke Ersparnis von fast 400€ pro jahr... Ich bin vor einem Jahr nur aus einem dringenden Grund ausgezogen. Meine Mutter ist nun ja nicht umsonst im Pflegeheim. Die Wohnung hier war sozusagen nur eine Art Notstopfen... Und ich bin an sich kein Wandervogel, sondern hatte eigentlich vorgehabt, die Wohnung bis zum Ende meines Studiums bzw. Gründen einer eigenen Familie zu behalten...

Da ich im Internet an Mobbing und dumme Kommentare gewöhnt bin: Ich befinde mich noch in der Ausbildung. ;-)

Btw, dass ich den Umzug selbst finanzieren muss, ist mir klar. ;-)

Danke

filetchen

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