Werde bald wegen Krankheit nach 1,5 Jahren ausgesteuert. Nun sagte man mir ich darf auf gar keinen Fall Arbeitsunfähig ins Arbeitslosengeld gehen.

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo monih,

Sie schreiben:

Hallo, wurde auf Ihre/Eure Seite aufmerksam gemacht. Werde demnächst, nach 1,5 Jahren, ausgesteuert, noch habe ich meinen Arbeitsplatz. Bin noch krank, weiß aber nicht wie lange noch? Habe mich bei der Arge schon angemeldet und Unterlagen erhalten, die habe ich noch nicht ausgefüllt ( neue diese Woche ) und noch kein Vorstellungstermin erhalten. Antrag auf Rente gestellt, sowie auf Behindertenausweis, ebenso auf Arbeitsunfähigkeit bei der Krankenkasse. Bitte um Ratschläge, Tipp´s, Gerichtsurteile <

Wie Sie mitteilen, beziehen Sie bereits seit 1 1/2 Jahren Krankengeld und stehen somit kurz vor der Aussteuerung aus der Krankengeldzahlung seitens Ihrer Krankenkasse!

Die Krankengeldzahlung einschlielich der 6-wöchigen Lohnfortzahlung durch den Arbeitgeber endet nach maximal 78 Wochen endgültig!

Wie Sie weiter mitteilen, haben Sie bereits Formulare zum Ausfüllen seitens der Agentur für Arbeit erhalten, betreffs Antrag auf Arbeitslosengeld!

Diese Antragsformulare auf Arbeitslosengeld sollten Sie in jedem Fall rechtzeit vor Ablauf der 78 Wochenfrist bei Ihrer Agentur für Arbeit einreichen, damit Sie keine Nachteile erleiden.

Zu beachten ist natürlich hierbei, daß die Dauer der Arbeitslosengeldzahlung je nach Alter zeitlich eng befristet ist und nach dessen Ablauf das Arbeitslosengeld 2 ansteht.

Bitte achten Sie beim Umgang mit der Agentur für Arbeit unbedingt darauf, daß diese mit knallharten Fristen arbeitet.

Werden diese Fristen nicht eingehalten, drohen Leistungskürzungen und Leistungsentzug!

Dies kann sich sogar bei einer Auseinandersetzung vor dem Sozialgericht nachteilig auswirken!

Ihren Arbeitsplatz lassen Sie unangetastet und kündigen diesen von Ihrer Seite auf keinen Fall. Sollte der Arbeitgeber kündigen, gehen Sie mit dem Kündigungsschreiben umgehend zur Agentur für Arbeit und lassen sich dort entsprechend beraten.

Bestenfalls ruht das Arbeitsverhältnis!

Wie Sie weiter mitteilen, haben Sie bereits einen Rentenantrag gestellt!

Sie schreiben leider nichts über Ihr Alter!

Es ist wohl davon auszugehen, daß Sie einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente gestellt haben.

Es gibt eine teilweise und eine volle Erwerbsminderungsrente!

Um die teilweise Erwerbsminderungsrente zu erhalten, müßen Sie glasklar nachweisen, daß Ihre noch vorhandene Restleistungsfähigkeit auf Dauer auf 3 bis unter 6 Stunden, auch für leichte Tätigkeiten, abgesunken ist!

Um die volle Erwerbsminderungsrente zu erhalten müßen Sie glasklar nachweisen, daß Ihre noch vorhandene Restleistungsfähigkeit auf Dauer auf unter 3 Stunden, auch für leichte Tätigkeiten, abgesunken ist!

Diese Nachweise/Fakten müßen Sie Ihrem Rentenantrag in Form einer nachvollziehbaren Krankengeschichte, in Form von aktuellen, ärztlichen/fachärztlichen Attesten, Entlassungsberichten, Gutachten beifügen.

Die Rentenversicherung wird dann prüfen, ob die gesetzlichen/versicherungstechnischen Voraussetzungen vorliegen.

Letzte 5 Jahre müßen mindestens 36 Monate mit Pflichtbeiträgen belegt sein.

Liegen diese formellen Voraussetzungen vor, kommt der medizinische Akt.

Bei unklarer Aktenlage wird die Rentenversicherung Ihre Restleistungsfähigkeit durch vertragsabhängige Mediziner auf den Prüfstand stellen.

Dies geschieht meist in einer REHA-Einrichtung, denn es gilt:

REHA geht vor Rente!

Liegen von Ihrer Seite bereits aussagefähige Atteste und Nachweise vor, so fließen diese Dinge in den REHA-Entlassungsbericht ein!

Oft lehnt die Rentenversicherung den Antrag ab!

Dann bekommen Sie das Recht auf Widerspruch! (4 Wochenfrist)

Spätestens jetzt sollten Sie einen kompetenten Rechtsbeistand hinzuziehen, der den Widerspruch juristisch einwandfrei formuliert und ggf. fehlende Nachweise mit Ihnen zusammen beibringt!

In vielen Fällen lehnt die Rentenversicherung weiter ab und die Auseinandersetzung muß vor dem Sozialgericht ausgetragen werden!

Auch hier sollten Sie ohne Rechtsbeistand keinen einzigen Schritt ausführen, die Sache ist für Laien zu komplex!

Was den Antrag auf Schwerbehinderung anbelangt, so ist dies Ihr gutes Recht!

Sie müßen sich aber darüber im Klaren sein, daß der Grad der Behinderung, also der Schwerbehindertenausweis, so gut wie keinen Einfluß auf die Erwerbsminderungsrente hat.

Zwischen diesen beiden Dingen wird mit ganz unterschiedlichen Maßstäben gemessen!

Sollten weitere Fragen auftreten, bitte melden!

Beste Grüße, viel Erfolg und bestmögliche Gesundheit

Konrad

So wie es in der Frage beschrieben ist, sollte auch der Ablauf bei einer Aussteuerung durch die Krankenkasse sein.

Die Arge übernimmt die Zahlung solange, bis der Rentenantrag entschieden ist. In dieser Zeit befindet man sich in der sogenannten Nahtlosigkeitsregelung, die dafür sorgt, dass Du nicht ohne Geld bleibst, da Du Dich ja in einem ungekündigten Beschäftigungsverhältnis befindest.

Hallo Siegerfrau,

du beziehst dich auf die o.g. Fragestellung. Das ist ok, solange die Sachverhaltsdarstellung identisch ist. Insofern hat sich an der Aktualität der beteits erteilten Antworten nichts geändert.

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