Werbungskosten richtig verteilen - was ist moeglich?

4 Antworten

Von Experte wfwbinder bestätigt

Sie geben Anträge auf Verlustfeststellung (gleiche Formular wie die ESt-Erklärung, es ist nur ein anderes Feld auf der ersten Seite des Mantelbogens anzukreuzen) für die Jahre 17 + 18 ab (ich gehe hier davon aus, dass Ihre Werbungskosten aus dem Masterstudium in diesen Jahren höher waren als die steuerpflichtigen Einkünfte, denn nur dann ergeben sich vortragsfähige Verluste) und eine Einkommensteuererklärung für 2019.

Der Verlustvortrag aus 17 + 18 wird dann zuerst auf die Einkünfte 2019 angerechnet, soweit ein Rest verbleibt, wird dieser auf die Einkünfte 2020 angerechnet. Da Sie 2019 nur im Dezember gearbeitet haben, verpufft der darauf anzurechnende Verlust mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ohne Auswirkung, da die Einkünfte 2019 sowieso unter dem Grundfreibetrag liegen. Das lässt sich nicht verhindern, die Reihenfolge von Ermittlung der Einkünfte, dann Anrechnung eines Verlustvortrags, erst dann Abzug von Sonderausgaben ist klar gesetzlich geregelt. Die üblichen Veröffentlichungen zum Verlustvortrag, die man als Student so liest, sind in der Regel zwar nicht falsch, erwecken aber oft ziemlich unrealistische Vorstellungen von der zu erwartenden Steuerermäßigung - tatsächlich beläuft sich diese öfter, als Sie glauben möchten, auf 0,00 €.

Um die Ausgangsfrage zu beantworten: es gibt für Sie nichts "richtig" zu verteilen, das folgt alles zwingend der gesetzlichen Regelung.

Nachtrag: in der Erklärung für 2019 geben Sie natürlich auch die in 2019 entstandenen Werbungskosten bis zum Schluss des Masterstudiums an.

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nope!

es gibt EINEN Verlustvortrag, der vom Finanzamt entsprechend berücksichtigt wird.

wir sind im Steuerrecht, nicht bei Wünsch dir was.

Du mußt für jedes Jahr ab 2017 deine Steuererklärung machen.

Dann mache erstmal für 2017 und 2018 eine "Erklärung zur feststellung es verbleibenden Verlustvortrags."

Das Finanzamt wir dann bei den Einkommensteuererklärungen 2019 und 2020 davon Gebrauch machen.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Steuerbevollmächtigtenprüfung 1979, Steuerberaterprüfg .1986

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