Werbungskosten komplett abgelehnt?

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8 Antworten

Das Finanzamt ist kein Selbstbedienungsladen.

Wenn man Anspruch auf die Erstattung hat kann man Einspruch einlegen, schließlich leben wir in einem Rechtsstaat und wollen uns doch nicht mit den Ausschreitungen in Hamburg vergleichen, oder Unbekannte Frau ???

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Kommentar von inkognitowomen
08.07.2017, 23:15

Also entschuldige, aber ich bin doch kein Sozialhilfeempfänger?! Hallo?! Gehts noch?! Ich arbeite hart, damit diese Steuern überhaupt anfallen ?!!!!

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Hallo,

an dieser Stelle möchte ich mich erst einmal für die Kommentare bedanken, aus denen Verständnis zu hören ist und auch für die Kommentare, die an dieser Stelle tatsächlich hilfreich waren.

Nun möchte ich auch noch Stellung zu manchen Aussagen beziehen:

1. Ich bin im Außendienst und ständig unterwegs. Es ist dann kein leichtes, es einzurichten, die fehlenden Unterlagen seines Mannes einen Abend vor Abflug in die USA abzuholen und einzureichen. Ich habe aber alles angeboten und ausgeführt. Ganz im Gegenteil. Der Gros der Unterlagen lag meinem Steuerberater bereits im Februar/März vor.

2. Es tut mir leid, wenn ich hier nicht sehr sympathisch erscheine, aber ja, es geht um einige tausend Euro, die bis dahin immer akzeptiert wurden. Eine Kürzung von 4000 auf 700 Euro ist nun mal ein Schock, besonders wenn beide keine Großverdiener sind und der Partner sogar Geringverdiener ist. Und es ist doch, so. Egal was man in diesem Staat macht, es wird immer genörgelt und drauf gekloppt. Selbst als ordentlicher Arbeitnehmer, der nur das einfordert, was ihm zusteht.

3. Entschuldigt, dass ich das so sage, aber ich bin nunmal einigermaßen im Bilde, da ich seit 10 Jahren meine Steuererklärung selbständig gemacht habe. Ob als Selbständige oder sozialversicherungspflichtig. Ich bin natürlich trotzdem Laie, da nicht ausgelernt vom Fach, aber was rein das Erstellen der Steuererklärung betrifft, bin ich schon gut im Bilde. Darf ich das etwa nicht sein? Ganz abgesehen, sind alle Unterlagen an meinen Steuerebrater gegangen und es sind ihm auch schon einige Mails rausgegangen, dass er mir die Kopien bitte zuschicken soll, damit ich auch mal weiß was los ist. Darf ich dann nicht meinen Mund aufmachen? Muss ich mich dümmer stellen als ich bin? Nur weil ich einen Steuerberater beauftragt habe? Nee, das ist nicht mein Naturell. Und wenn diese gewisse Selbstsicherheit unsympathisch wirkt, weil ich nicht als Bittsteller auftreten will, dann ist das nun meine Persönlichkeit und man kann nicht jedem gefallen.

4. Und es ist genau das, was mich wundert: wie kann ich auf einmal schlechter mit Steuerberater da stehen, als zuvor ohne?! Und dann mit solchen radikalen Kürzungen?! Das ist der Punkt, den ich tatsächlich nicht verstehe. Obwohl alle Unterlagen von mir pünktlich und zuverlässig eingereicht wurden.

Ich möchte mich trotzdem bei dem einen oder anderen zum Schluss nochmal an dieser Stelle bedanken. Wir sind aus dem Ruhrgebiet und deshalb muss ich zum Schluß nochmal sagen: Nein, es ist nicht selbstverständlich, dass jeder ordentlich arbeiten geht. Seht euch mal die Arbeitslosenstatistik von Gelsenkirchen zB an. Oder den Gehälterdurchschnitt in unserer Region. Ich möchte das nicht noch näher ausführen, aber ich denke, obwohl ich eine akademische Ausbildung abgeschlossen habe, war es für mich und meinen Mann kein Leichtes eine einigermaßen gute Stelle zu finden und auch ein jahrelanger Kampf. Es verhält sich in unserer Region etwas anders als in Bayern oder Baden-Württemberg. Dann den Vorwurf des Selbstbedienungsladens zu hören, empfinde ich echt als absoluten Hohn. Deshalb meine zT. radikalen Kommentare.

Danke Euch

inkognito

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 Mein Mann hätte eigentlich alle Steuern wieder kriegen müssen

Das gibt es schon mal nicht, bei Zusammenveranlagung, ausser man macht die (vermutlich ungünstigere) Einzelveranlagung.

 er sagte nur, man hätte alle Werbungskosten gestrichen. Ist so etwas überhaupt zulässig? 

Werbungskosten müssen nachgewiesen, oder glaubhaft gemacht werden.

Unter "glaubhaft" fallen Dinge wie Entfernungspauschale, Kontoführungsgebühren(werden mit 60,- Euro pauschal akzeptiert), eventuelle Reisekostentage für die Pauschale usw.).

Nachzuweisen sind die Kosten für eine doppelte Haushaltsführung, häusliches Arbeitszimmer, Fachliteratur usw.

Wenn der Sachbearbeiter des Finanzamtes die Angaben nciht für nachgewiesen, oder glaubhaft hält, kann er streichen.

   Nun wollte ich dieses Jahr erstmalig meinen Dienstwagen steuerlich absetzen (Berechnung nach Privat km statt pauschale).

Hier bin ich überfordert. Wenn es ein Dienstwagen ist, trägt doch der Arbeitgeber die Kosten und Du kannst nur die Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte abziehen, weil Du das schon mitversteuerst. 

Und wenn es Dein Wagen ist (den Du wegen DEiner beruflichen Nutzung "Dienstwagen" nennst, dann werden die Kosten auf Basis der dienstlichen und nicht der privaten Kilometer abgerechnet.

Ohne zu wissen, was Ihr abgeliefert habt, läßt sich die Arbeit des Kollegen nicht beurteilen.

Ich würde mir erstmal die ERläuterungen zum Einkommensteuerbescheid ansehen, bevor ich da "aufschlage" und die einzelnen Punkte, die abgelehnt wurden, lieber schriftlich begründet monieren 8als Einspruch).

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Kommentar von inkognitowomen
08.07.2017, 16:06

Besten Dank für die Rückmeldung. Nur was ich nicht verstehe...letztes Jahr habe ich all dasselbe angegeben und zwar selbständig und alles wurde angenommen. An unserer beruflichen Situation hat sich nichts geändert. Wie kann es sein, dass auf einmal die Sachlage komplett anders aussieht? Ich meine, ich gehe doch arbeiten und alles wird mehr als genug versteuert.

 

Der Dienstwagen wird über das Gehalt versteuert. Von meinem Nettolohn wird aber einiges mit abgezogen. So das der Wagen am Ende sehr teuer für mich ist. Ich habe den zur privaten Nutzung dadurch frei. Aber da ich im Jahr höchstens 5000 km privat fahre lohnt sich die Pauschalversteuerung nicht. Deshalb wollte ich nach km abrechnen. Diese Möglichkeit gibt es wohl.

 

Ich meine, ich tue ja nichts gesetzeswidriges, deshalb verstehe ich nicht so ganz, was daran so böse sein soll? Das erschließt sich mir nicht...aber gern erläutern.

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Dienstaufsichtsbeschwerde .... Ich plane da evtl. nächste Woche persönlich beim FA aufzuschlagen.

Da wirst Du mit diesem Vorhaben sicherlich richtig willkommen sein.

Meine frühere Antwort hast Du vielleicht gelesen, aber mittlerweile wurde diese wohl gelöscht, ohne dies mir mitzuteilen. Vielleicht war sie doch zu hilfreich und direkt.

Geht es bei Deiner Frage eigentlich um eine Klärung mit Deinem Steuerberater oder Finanzamt?

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Kommentar von Gaenseliesel
08.07.2017, 21:44

DH !  sehe ich ähnlich ! 

Das ist eher ein Problem zwischen Mandant und Steuerberater !  

Das FA kann nur nach Aktenlage entscheiden. Wenn Beweise/ Nachweise fehlen, dann fällt der Bescheid eben so aus, wie er hier ausgefallen ist. 

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Ok also muss ich wenn ich im homeoffice arbeite die Kosten selbst tragen? Meine Firma kann mir kein Büro stellen da 350 km entfernt Und mein Mann verdient am Ende nichts wenn er die Fahrtkosten selbst tragen muss steht uns das etwa nicht zu?! Dann kann ich ja direkt zuhause bleiben und gar nicht arbeiten gehen kommt auf dasselbe raus

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Kommentar von Impact
08.07.2017, 15:40

Jetzt verstehe ich Deinen Steuerberater.

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Kommentar von wfwbinder
08.07.2017, 15:53

 Ok also muss ich wenn ich im homeoffice arbeite die Kosten selbst tragen? 

So ein Quatsch. Habe ich das geschrieben? Ich habe lediglich geschrieben, dass die Kosten nachgewiesen werden müssen. Miete+ Energiekosten+Nebenkosten=Gesamtkosten/qmWohnfläche* Qm Homeoffice= abziehbare Kosten ggf. Höchstgrenze beachten.

Betriebliche Kilometer * 30 Ct. = abzugfähige Fahrtkosten (wenn der Arbeitgeber nichts erstattet.

Natürlich kann auch Dein Mann die Kosten zum Einsatzort abziehen, wenn er sie nciht erstattet bekommt.

Mit der Polemik viel Erfolg beim Finanzamt.

Im Bescheid steht bei den Erläuterungen wo es hakt. So wie Du es schilderst, gehe ich schon von einer namhaften Erstattung aus, aber man muss es richtig ausfüllen und die richtigen Unterlagen beipacken.

Möglicher Weise haben dem Sachbearbeiter beim FA einfach die Nachweise nicht gereicht. Nichts ist einfacher zu beheben als das.

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Dienstaufsichtsbeschwerde - wegen was denn?

Wenn Du "das haben willst, was Dir zusteht", legst Du (Dein Berater) einen begründeten Einspruch ein (nachdem der Erläuterungstext gelesen ist). Dann - und erst dann - siehst Du, was Dir zusteht. 

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Natürlich ist es möglich, daß alle Werbungskosten gestrichen werden, wenn sie unbegründet sind.

Mir deinen wenigen Angaben kann das nicht beurteilt werden.

Laß dir die Sache von deinem StB erklären.

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@Impact: danke, dass war hilfreich. Ich hatte böses geahnt...nur was ich nicht verstehe...sind alle Berater so, dass wir von den "Kleinen" nehmen und den "Reichen" geben? Echt traurig diese Welt. Da frage ich mich wirklich, wo hier die Gerechtigkeit ist und langsam fange ich an zu zweifeln...statt für Hamburg zu arbeiten, lieber in Hamburg Vollgas geben!!!

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Kommentar von Impact
08.07.2017, 16:31

Du hast den Vorwurf der Polemik nicht gelesen (so wie alles andere auch nicht. Dennoch machst Du so weiter. Daher kannst Du von mir aus sehen, wie Du weiterkommst. 

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