Wer zahlt Gutachten im Falle einer Erbschaft?

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3 Antworten

"der andere einfach einem Makler geben und schauen, was der Markt bringt"

Der Makler wird ja auch nicht den Daumen in die Luft halten und einen Verkaufspreis schätzen. Er wird den möglichen Verkaufspreis ermitteln. Da sich jeder Makler nennen kann, ist eine solche Schätzung völlig wertlos. Es kommt also darauf an, an welchen Makler man sich wendet, es ist also Glückssache. Vielfach erstellen Makler aber ein solches Wertgutachten und verrechnen die Kosten beim Verkauf.

Ansonsten haften alle bei einer Erbengemeinschaft gesamtschuldnerisch. Wenn also ein Wertgutachten in Auftrag gegeben wird und nicht von der einen Partei freiwillig gezahlt wird, muss es eh von der Erbengemeinschaft gezahlt werden, ebenso Notarkosten, Grundsteuer B usw.

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Kommentar von Snooopy155
02.05.2016, 19:01

Die Erben haften zwar gesamtschuldnerisch, aber das berechtigt einen der Erben noch lange nicht dazu Entscheidungen alleine zu treffen. In diesem Fall haftet zuerst einmal der Auftraggeber alleine.

Bei der Berechnung der Erbschaftssteuer hat ja das Finanzamt schon einen Verkehrswert ermittelt, dieser kann ja ebenfalls berücksichtigt werden.

Deine vernichtende Meinung über die Fähigkeiten von Maklern kann ich so nicht teilen; zum einen kennen Sie bei Immobilien in der Regel das Angebot und die Nachfrage auf dem Markt sehr gut und sie sind aus Eigeninteresse schon daran interessiert einen möglichst hohen Verkaufspreis zu erzielen, denn daran ist ja ihre Provision gekoppelt.

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Eine dem § 2314 Abs.2 BGB entsprechende Vorschrift gibt es für die Erbauseinandersetzung nicht. Es spricht aber vieles dafür, diese Vorschrift analog anzuwenden wenn es um die Bewertung von Nachlaßgegenständen geht. Die Kosten fallen also dem Nachlaß zur Last und sind von allen Erben zu tragen.

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Wenn man sich die Frage genau anschaut, so sieht es doch so aus, als würde zwischen den Erben kein Konsens über die Vorgehensweise bestehen. Dann heißt es:  wer bestellt, bezahlt. Wenn das Gutachten für alle Beteiligten gut ausfällt, kann man immer noch über eine Aufteilung der Gebühren reden. Derjenige, der ein Gutachten will, hat das Mißtrauen und das lässt er sich was kosten. Völlig korrekt.


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