Wer zahlt den Teppichboden?

6 Antworten

Hat der Mieter die Wohnung inklusive bereits verlegten Teppichboden durch den Vermieter angemietet, so gilt dieser als mitvermietet.

Der normale, vertragsgemäße Gebrauch, d.h. die Abnutzung ist durch die Zahlung der Miete abgegolten mit der Folge, dass eine notwendige Erneuerung des Teppichs auf Kosten des Vermieters durchgeführt werden muss. (Ganz einhellige Meinung der Rechtsprechung z.B. OLG Hamm RE WM 1991, 248).

http://www.mietrechtslexikon.de/a1lexikon2/t1/teppichboden.htm

Absolut, das ist vergleichbar wie wenn ein Gerät in der Wohnung, welches im Mietvertrag steht und vom Vermieter zur Verfügung gestellt wurde, kaputt geht, muss der Vermieter diesen ersetzen.

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Das Problem ist nur, oft ist der Vermieter uneinsichtig, wann ein Teppichboden so abgenutzt ist, dass er ersetzt werden muß. Das kenne ich aus eigener Erfahrung - ich habe ebenfalls fleckige und rissige und gebrochene PVC Bodenbeläge und der Vermieter denkt gar nicht daran diese zu erneuern. Auch bei elektrogeräten wird oftmals die Ansicht vertreten, solange ein Gerät noch betriebsfähig ist muß es nicht ersetzt werden, auch wenn es schon 20 Jahre auf dem Buckel hat und zur Generation der Stromfresser zählt.

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Hat der Mieter die Wohnung inklusive bereits verlegten Teppichboden durch den Vermieter angemietet, so gilt dieser als mitvermietet.

Ja, sofern nicht ausdrücklich anders vereinbart. Durchaus denkbar, dass er vom Vormieter hinterlassen oder ausdrücklich als Leihe überlassen wurde.

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Also wenn der Teppich Mietgegenstand ist, dann ist es Sache des Vermieters

Ich denke mal, ihr habt den Teppichboden einfach übernommen. Er war sicher nicht Teil des Mietvertrags. Darum müsst ihr auch bezahlen, wenn er erneuert werden soll.

Wohnungübergabe (Auszug): Schäden & nicht erfolgte Schönheitsreparaturen

Beim Auszug/Wohnungsübergabe meines Mieters (Mietdauer 9 Jahre), habe ich als Vermieter einige gravierende Schäden festgestellt.

Der Mieter weigert sich diese auf seine Kosten zu beheben und beruft sich normale Gebrauchs- und Verschleißspuren:

  1. In der vom Vermieter gestellten Küche (bei Einzug 2 Jahre alt) viele Schaniere defekt. Während der Mietdauer anscheinend nie nachjustiert. Aufgrunddessen sind dann auch zwei Türen abgefallen und deren Holz beschädigt bzw. Beschichtungen abgeplatzt.

  2. Die Badezimmertür-Zarge durch mehrere Bohrungen verletzt, um ein Regal anzuschrauben.

  3. Fußbodenleiste teils abgerissen.

  4. Bei einer Wohnungstür Rahmen/Zarge zersplittert und Türklinke komplett defekt.

Die o.g. Schäden wurden während der kompletten Mietziet nie vom Mieter gemeldet.

Schönheitsreperaturen & Instandsetzungen:

Der Mieter hat während der 9 Jahre nicht einmal tapeziert bzw. gestrichen (Tapete ist noch vom Vormieter) und will jetzt auch beim Auszug weder neu tapezieren, noch große Dübellöcher beheben, etc. Obwohl im Mietvertrag steht, daß er Schönheitsreparaturen u.a. Tapezieren während der Mietdauer bzw. spätestens bei Ende des Mietverhältnisses duchführt. Außerdem hat der Mieter für Bagatellschäden bis 50 € auf eigene Kosten lt. Vertrag aufzukommen.

Ich habe die Wohnung in diesem Zustand so nicht abgenommen, die Schäden im Protokoll mit Fotos festgehalten und dem Mieter eine Frist von 2 Wochen für die Reparatur eingräumt.

Fragen:

  1. Inwieweit bin ich als Vermieter im Recht? Welche Schäden und Schönheitsreparaturen muß der Mieter auf eigene Kosten tragen?

  2. Weitere Vorgehensweise? Anwalt einschalten (wegen hoher Kosten ungern)?

  3. Einbehaltung der Kaution? Die Wohnung auf meine Kosten tapezieren und alle Schäden beheben lassen. Allerdings deckt die Kaution bei weitem nicht die Schäden und die noch ausstehende Nebenkostenabrechnung ab.

  4. Sonstige Vorschläge?!

Vielen Dank für eine Antwort, Vorschläge und Tipps.

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