Wer muss in diesem beschriebenen Fall, im Falle einer Rückgabe, die Versandkosten zahlen?

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4 Antworten

Seit diesem Jahr ist es so, dass normalerweise der Kunde die Versandkosten der Rückgabe zu tragen hat.

Viele Unternehmen übernehmen die Rücksendekosten allerdings weiterhin aus Kulanz Grundsätzlich macht ja gerade ein kostenfreies Widerrufsrecht den Einkauf im Internet für Verbraucher sicher. Letztendlich entscheiden aber die Unternehmen, ob sie weiterhin die Retourkosten tragen wollen.. Ob sie das tun oder nicht, kann für den Kunden also ein Grund sein, sich für oder gegen einen Online-Händler zu entscheiden.

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gerdGeld 07.11.2014, 15:48

Das ist ziemlich interessant.

Frage aus Interesse: Wenn dies seit diesem Jahr gesetzlich so verankert ist, wie sah die rechtliche Situation denn vorher aus? Andersherum oder war es gar nicht ausdrücklich geregelt?

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imager761 07.11.2014, 21:02
@gerdGeld

Wenn dies seit diesem Jahr gesetzlich so verankert ist, wie sah die rechtliche Situation denn vorher aus?

Vorher durften die Hinsendekosten dem Käufer ohne Erstattung auferlegt werden und auch die Rücksendekosten bei einem Warenwert der Retoure unter 40 EUR.

Jetzt ist bei Widerruf der Standardversand zu ersetzen, die Rücksendekosten aber nicht.

G imager761

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Muss der Kunde die ursprünglichen Versandkosten bezahlen, die entstanden sind als die Ware zu ihm gesendet wurde

Jein: Die Vorschrift des § 357 Abs. 2 S. 1 BGB bestimmt ganz eindeutig: "Der Unternehmer muss auch etwaige Zahlungen des Verbrauchers für die Lieferung zurückgewähren. Dies gilt nicht, soweit dem Verbraucher zusätzliche Kosten entstanden sind, weil er sich für eine andere Art der Lieferung als die vom Unternehmer angebotene günstigste Standardlieferung entschieden hat."

Meint: (Nur) Der angebotene günstigstmögliche Standardversand der Hinsendekosten geht grundsätzlich zu Lasten des Unternehmers.

Muss der Kunde die Versandkosten bezahlen, die durch die Rücksendung entstanden sind (...) ?

Ja: Am 13. Juni 2014 trat das Gesetz zur Umsetzung der Richtlinie über die Rechte der Verbraucher in Kraft. Demnach trägt nunmher grds. und nicht wie bisher nur unter einem Warenwert von 40 EUR der Käufer die Rücksendkosten bei Widerruf, sofern der Versender nichts anderes bestimmt (z. B. Retourenaufkleber bei amazon.de).

Bei Reklamationen (falsche Ware) fällt sie naturlich unverändert weiterhin dem Verkäufer zu.

G imager761

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Am besten in die AGBs schauen. Einige Anbieter übernehmen die Kosten aus Kulanzgründen.

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