Wer muss den Notar bezahlen, wenn der künftige Käufer eines Grundstücks nach Erhalt des Entwurfs des Notarvertrags sich vom Kauf distanziert?

2 Antworten

Ralf

Der Auftrag zur Erstellung eines Vertragsentwurfs kann auch durch schlüssiges Handeln (stillschweigend) erfolgen. Hast du nachweislich stets darauf hingewiesen, dass du im Falle des Scheiterns die Entwurfskosten nicht übernimmst?

Hast du die Kosten für die Vermessung übernommen und bedarf es für die Veräusserung an einen anderen Interessenten einer erneuten Vermessung?

Können sowohl Vertragsentwurf alsauch Messergebnis weiter verwendet werden?

Beim Vertragsentwurf müssten lediglich die Namen geändert werden. Den Vertragsentwurf hat jeder in diesem Neubaugebiet erhalten. Uns wurde immer gesagt, dass das Grundstück für uns kostenlos reserviert ist. Von möglichen Kosten für den Entwurf des Notarvertrags war nie die Rede. Daher wurde nichts vereinbart.

Da es sich um ein Neubaugebiet handelt und ich nicht weiß, ob auch der linke oder rechte Nachbar abgesprungen ist, weiß ich nicht, ob der zukünftige Käufer nun noch die Wahl hat, die bestehende Quadratmeterzahl zu ändern und dies eine weitere Vermessung nötig macht. Wäre der zukünftige Käufer mit der Quadratmeterzahl, die wir reserviert hatten einverstanden, müsste nicht erneut vermessen werden.

Den Vermesser, als auch den Notar hat der Verkäufer bestellt.

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Der Notar kann seine Bemühungen in Rechnung stellen. Bezahlt wird er von demjenigen, der ihn beauftragt hat. Das ist in der Regel der Käufer.

Wenn der Verkäufer einen anderen Notar zusätzlich beauftragt hat, zahlt der Verkäufer den anderen Notar.

Derjenige, der die Vermessung in Auftrag gegeben hat, zahlt sie auch.

Laut ihrer Aussage wäre dies ja eigentlich der Verkäufer, da er den Notar ausgesucht und den Entwurf in Auftrag gegeben hat.

Vielen Dank für Ihre schnelle Rückmeldung

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@RalfR

Richtig. Den ersten Notar hatten Sie beauftragt? Dann zahlen Sie diesen auch. Wenn nicht, zahlen Sie ihn auch nicht.

Wer hat Ihnen denn eine Rechnung geschickt? Der Verkäufer?

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@vor10tagen

Der Verkäufer hat uns eine formlose Rechnung geschickt. Darin wird ein Betrag für die Vermessung und ein Betrag für den Notar erwähnt + jeweils eine Mehrwertsteuer von 19 Prozent. Da wir erst 2020 Kenntnis über das angebotene Grundstück erlangt haben und Anfang Okt. 2020 Abstand vom Kauf genommen haben, dürfte er zumindest mal keine 19 Prozent in Rechnung stellen. Eine detailierte Abrechnung des Vermessers, sowie des Notars hat er bislang nicht vorgewiesen.

Wir haben erst jeweils beim Erhalt der Notarverträge Kenntnis bekommen, welcher Notar vom Verkäufer beauftragt wurde.

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@RalfR

Widersprechen Sie der Rechnung, da die dort aufgeführten Leistungen nicht von Ihnen in Auftrag gegeben wurden.

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