wer muss bei der Eintragung eines lebenslangen Wohnrechts beim Notar anwesend sein?

3 Antworten

Die Eintragung macht die Sekretärin des Notars online. Zur Eintragung also keiner. Den Vertrag dazu können die Parteien auch mit zwei Notaren tausend Kilometer entfernt vornehmen.

Ich denke mal es genügt das der Eigentimer des Grundstücks den Auftrag erteilt und das der Berechtigte dazu zustimmt

Für die Bestellung ist notwendig, dass es einen Eigentümer und einen Berechtigten zur Ausübung des Wohnrechts gibt.

Diese müssen zur Bestellung des Wohnrechts einen Vertrag schließen. Da ein Eigentümer jedoch nicht gleichzeitig Verpflichteter und Berechtigter in diesem Sinne sein kann und mit sich selbst eine solche Vereinbarung nicht schließen kann, kann ein Eigentümer grundsätzlich nicht für sich selbst ein dingliches Wohnrecht bestellen oder im Grundbuch eintragen lassen.

http://www.frag-einen-anwalt.de/Wohnrecht-eintragen-lassen---f134141.html

Meinereiner:

Die Eintragung des dinglichen Wohnungsrechts – es handelt sich um eine beschränkt persönliche Dienstbarkeit - im Grundbuch erfolgt auf Antrag und Bewilligung des Grundstückseigentümers.

Es bedarf lediglich der notariellen Beglaubigung der Unterschrift, nicht etwa der notariellen Beurkundung.

Die Mitwirkung des Wohnungsberechtigten ist n i c h t erforderlich.

Noch ein Hinweis:

Das Wohnungsrecht erlischt mit dem Tode des Berechtigten; es ist nicht übertragbar und vererblich.

Der Eigentümer hat ein rechtliches Interesse an den Erteilung einer Sterbeurkunde jedenfalls unmittelbar an das Grundbuchamt.

Vielfach erlischt es schon früher mit Eintritt einer auflösenden Bedingung oder mit dem Eintritt eines bestimmten Zeitpunkts. Eine nur in der Person des Berechtigten liegende dauernde Unmöglichkeit der Ausübung, etwa bei einem dauernden Aufenthalt in einem Pflegeheim, führt nicht zum Erlöschen. Gegen Entgelt vermieten kann der Wohnungsberechtigte die Wohnung nur dann, wenn ihm die Überlassung vom Eigentümer besonders gestattet worden ist.

Empfehlung: Lass dich vom Notar beraten.

Schenkung Immobilie mit Nießbrauch Mutter und anschließendem Wohnrecht Schwester

Die Mutter hat eine Immobilie mit einer selbst bewohnten Wohnung und 2 kleine Ferienwohnungen an der Nordsee. Ihr Sohn hat 2 Kinder, die Tochter ist kinderlos und mit einem Man, der 2 Kinder aus erster Ehe hat verheiratet.

Nun will die Mutter verhindern, dass einen Teil des Hauses womöglich die Stiefkinder ihrer Tochter erben, falls diese nach der Erbschaft des halben Hauses aber vor ihrem Mann stirbt. Sondern am Ende sollen es die beiden leiblichen Enkelkinder bekommen.

Dazu gibt es nun folgende Idee. Die Mutter überschreibt zu Lebzeiten das Haus dem Sohn und bekommt einen lebenslangen Niessbrauch für das gesamte Haus eingetragen. Die Tochter soll nach ihrem Tod ein lebenslanges Wohnrecht für die untere Wohnung erhalten. Wer welche Kosten trägt soll zusätzlich vertraglich geregelt sein.

Worauf muss man da achten? Kann man das so machen? Kann man Niessbrauch und Wohnrecht so mit Reihenfolge schon jetzt ins Grundbuch eintragen? Was für Kosten fallen bei Schenkung und Eintragung an? Was kann es für Probleme geben einem Haus das einem gehört aber andere Nutzen dürfen?

Meine Sorge ist, dass am Ende alle (Mutter und Schwester) Spaß mit dieser Regelung haben aber der Besitzer der Dumme und Zahlemann für alles ist. Wenn z.B. Mutter/Schwester im Haus wohnt und die Heizung oder Dach gemacht werden muss erscheint es mir nicht gerecht, dass der Besitzer solche Kosten alleine trägt, da er ja auch auf Jahrzehnte hinaus (Mutter ist erst 70 und Schwester ist gleich alt) wahrscheinlich nichts von der Immobilie haben wird.

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