Wer kriegt bei Verkauf einer Wohnung zum 1.9.die Jahresnebenkostenabrechnung zugeschickt?

4 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Voller Ahnungslosigkeit und/oder Mut schließen offenbar viele Erwerber und Verkäufer einen Vertrag über eine ETW. Gegenüber der Hausgemeinschaft haftet allein der Erwerber für das Risiko aus noch nicht beschlossenen Abrechnungen; umgekehrt steht ihm allein auch eine etwaige Gutschrift zu (so auch der BGH v. 02.12.2011 (Az. V ZR 113/11).

Es ist allerdings den Vertragsparteien freigestellt, im Notarvertrag eine andere Regelung über derartige Abrechnungen im Innenverhältnis zu vereinbaren. Die Hausverwaltung hat hiermit allerdings nichts mehr zu tun.

Eine Aufzählung der umfangreichen Rechtsprechung zu § 16 WEG findet sich bei

http://www.habuchkreisel.de/%A7%2016%20Nutzungen,Lasten%20und%20Kosten.htm

... freigestellt, im Notarvertrag ...

Was nicht so unüblich ist. Wir haben beide Wohnungen erst jeweils im letzten Jahres-Zehntel gekauft und es wurde vereinbart, dass die Nebenkosten bis zum Jahresende vom Verkäufer zu tragen sind (Vermeidung von Kosten durch Zwischenabrechnung)

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@Mikkey

Vermeidung von Kosten durch Zwischenabrechnung

Danke für Dein Feedback. Diese Kosten sind aber bestimmt das geringste Problem bei dem ETW-Kauf/-Verkauf.

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Nur der Erwerber hat Anspruch auf Rechnungslegung. Dem steht auch das Guthaben zu:

http://www.zunft-starke.de/wohnungseigentumsrecht/abrechnungsspitze-hausgeld-eigentuemerwechsel/

Erspar Dir also weitere Mühen!

Es könnte im Kaufvertrag natürlich eine abweichende Regelung getroffen werden. Im Vergleich zum Kaufpreis sind das aber Erdnüsse, so dass das wohl selten gemacht wird.

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wenn der Verkauf unterjährig war, muß dem ehem. Eigentümer doch für seine Steuererklärung eine anteilige NK Abrechnung ausgestellt werden, irre ich?

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@Eidherr

Ja, Du irrst. Für die Steuer reichen die Zahlungsbelege fürs Hausgeld.

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@Eidherr

Die Nebenkostenerstattung ist ein an die Immobilie gebundenes Recht. Dieses Recht geht mit dem Verkauf auf denKäufer über.

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Dir muß natürlich eine eigene Abrechnung zugestellt werden, das ist Aufgabe der HV-sollte es so gelaufen sein, ist das nicht korrekt. Der neue Eigentümer ist hier der falsche Ansprechpartner für Dich, Du mußt Dich an die HV wenden, am besten mit Einschreiben.

Da ist der BGH offenbar anderer Ansicht. Hattest Du dort die Minderheitsmeinung vertreten?

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Hallo,

sowas wird normalerweise von einem einigermaßen versierten Notar im Kaufvertrag geregelt. Schon mal dareingeschaut ?

Und Käufer und Verkäufer lesen es beide und erklären sich damit einverstanden.

Die Hausverwaltung muss sich nur an den neuen Eigentümer wenden.

Viel Glück

Barmer

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