Wer kommt für die Restschuld auf?

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5 Antworten

Zur rein rechtlichen Situation hat @Snnopy155 schon alles gesagt. Der Gläubiger (die Bank) wird sich einen aussuchen der zahlt.

Es kommt natürlich auch darauf an, welche Vereinbarung ihr getroffen habt, denn es ist schon etwas aussergewöhnlich, dass Deine Frau allein im Grundbuch steht, aber Du alle Lasten aus der Finanzierung trägst.

Da Du den Darlehensvertrag mit unterschrieben hast kann sich der Darlehensgeber denjenigen aussuchen und zur Begleichung der Restschuld aufordern, der ihm zahlungsfähiger erscheint. Zudem besteht auch die Möglichkeit die Zwangsversteigerung bei Ausbleiben der Zahlungen zu betreiben.

Wenn Du Dich letztendlich übervorteilt fühlst, kann das auf zivilrechtlichem Weg geklärt werden, falls ihr beide zu keiner Einigung kommt.

Daß die Darlehenssumme durch die Kapitalslebensversicherung nicht gedeckt ist - trotz anderer Versprechen der Verkäufer - ist nichts neues. Das hat schon vor 20 Jahren nicht mehr funktioniert, weil in der Regel keine entsprechenden Sicherheitszuschläge für den Fall sinkender Habenzinsen einkalkuliert wurden.

So ist es.

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Paul:

Letztendlich haftet die Grundstückseigentümerin dinglich.
Fraglich bleibt, ob sie bei Zahlungseinstellung wegen 15 000 die
zwangsweise Vollstreckung der Immobilie riskiert.

Du als persönlicher Schuldner, deine Ex als dingliche und persönliche Gesamt-Schuldnerin und die Versicherungsgesellschaft als Versicherer und Darlehensgeber waren ursächlich für die niedrige Zinsentwicklung und demzufolge für die unbefriedigende Rückkaufwertentwicklung der LV.

Versuche, zu vereinbaren 

eine Prolongation des Restes von 15 000 um 10 Jahre

zu einem Zins  von z.B. 0,9 %

und einer Tilgung von 9 % zuzüglich ersparter Zinsen,

mtl. Annuität  122,50 €, mögl. zu Lasten der Eigentümerin.

Im übrigen: siehe Antwort Snooopy.

Grundsätzlich ist es dem Darlehensgeber völlig egal, wie viel die Versicherungsgesellschaft am Ende auszahlt. Die Lücke zwischen Auszahlungsbetrag und Darlehensbetrag müssen Sie selbst schließen und stehen entsprechend in der Verpflichtung gegenüber der Gläubigerbank.

ABER...

Es kommt meines Wissens nach auf die Formulierungen im Darlehensvertrag an. Wenn die Gläubigerbank bestimmte Formulierungen verwendet hat, KANN es sein, dass diese den Differenzbetrag selbst tragen muss. Sie sollten den Vertrag also auf jeden Fall von einem Fachanwalt für Bankenrecht prüfen lassen.    

Vielleicht kann man jetzt schon prolongieren mit einer Bank mit Direkttilgung.

Es ist aber allgemein bekannt dass es eine Differenz gibt da die LV Unternehmen den Garantiezins runterschrauben.

Man hat ja leider keinen Rechtsanspruch auf die damalige Hochrechnung über den Zins der Kapital LV.

Ich würde aber mit gutem Grund von der LV Firma zu einer anderen Bank wechseln.

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