Wer kommt für die Restschuld auf?

5 Antworten

Zur rein rechtlichen Situation hat @Snnopy155 schon alles gesagt. Der Gläubiger (die Bank) wird sich einen aussuchen der zahlt.

Es kommt natürlich auch darauf an, welche Vereinbarung ihr getroffen habt, denn es ist schon etwas aussergewöhnlich, dass Deine Frau allein im Grundbuch steht, aber Du alle Lasten aus der Finanzierung trägst.

Grundsätzlich ist es dem Darlehensgeber völlig egal, wie viel die Versicherungsgesellschaft am Ende auszahlt. Die Lücke zwischen Auszahlungsbetrag und Darlehensbetrag müssen Sie selbst schließen und stehen entsprechend in der Verpflichtung gegenüber der Gläubigerbank.

ABER...

Es kommt meines Wissens nach auf die Formulierungen im Darlehensvertrag an. Wenn die Gläubigerbank bestimmte Formulierungen verwendet hat, KANN es sein, dass diese den Differenzbetrag selbst tragen muss. Sie sollten den Vertrag also auf jeden Fall von einem Fachanwalt für Bankenrecht prüfen lassen.    

Paul:

Letztendlich haftet die Grundstückseigentümerin dinglich.
Fraglich bleibt, ob sie bei Zahlungseinstellung wegen 15 000 die
zwangsweise Vollstreckung der Immobilie riskiert.

Du als persönlicher Schuldner, deine Ex als dingliche und persönliche Gesamt-Schuldnerin und die Versicherungsgesellschaft als Versicherer und Darlehensgeber waren ursächlich für die niedrige Zinsentwicklung und demzufolge für die unbefriedigende Rückkaufwertentwicklung der LV.

Versuche, zu vereinbaren 

eine Prolongation des Restes von 15 000 um 10 Jahre

zu einem Zins  von z.B. 0,9 %

und einer Tilgung von 9 % zuzüglich ersparter Zinsen,

mtl. Annuität  122,50 €, mögl. zu Lasten der Eigentümerin.

Im übrigen: siehe Antwort Snooopy.

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