Wer ist zuständig, vermutetes Bestehlen eines zunehmend dementen potentiellen Erblassers (durch erschlichene Generalvollmacht) zu prüfen/zu verfolgen?

4 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Wenn man sich um einen Angehörigen sorgt und durch Pfleger, oder andere Personen nicht zu dem gelassen wird, kann man die Polizei informieren.

Die sind schon in der Lage sich zutritt zu verschaffen und sich davon zu überzeugen, dass es dem gut geht.

Würden die dann Mängel in der Pflege feststellen, würden sie einen Arzt rufen.

Die Vermögensrechtlichen Dinge sind erstmal die Sache des älteren Herrn. Der kann sein Vermögen verschenken, an wen er will.

Wenn er verstirbt und der Erbfall eintritt, müssen die Personen, die Vollmachten haben, oder etwas von ihm geschenkt bekamen darüber Rechenschaft ablegen.

Also ich lese hier kein Wort bzgl. der Sorge, ob es dem alten Herrn gut geht.

Stattdessen wird sich um das zukünftige Erbe gesorgt, und insbesondere die avisierte Teilungsversteigerung scheint ja nun Unmut in der Erbengemeinschaft zu verursachen. Und das Haus gehört ja offenbar nicht dem alten Herrn alleine.

Zusammenfassend könnten die potentiellen Erben natürlich als erste Empfehlung eine anwaltliche Beratung finanzieren.

Irgendwelche Anzeigen würde ich nicht starten, vor allem nicht, wenn die Begründung ist "es waren auch schon andere in der Familie dement" oder "seine Rente beträgt 1700,-€".

Jeder (!) darf und kann beim örtlich zuständigen Amtsgericht die Anordnung der gesetzlichen Betreuung anregen. Das ist völlig kostenfrei für den Antragsteller. Allerdings entscheidet das Gericht von Amts wegen. Wenn das Amtsgericht zu dem Ergebnis kommt, dass der alte Herr noch bei Verstand ist, wird die Anordnung der Betreuung abgelehnt.

Wir kennen die Sache natürlich nicht persönlich. Irgendwie beschleicht mich aber der Eindruck, dass hier nicht die Sorge um den alten Herren treibende Kraft des Bemühens ist, sondern die Sorge um das Erbteil.

Darum der deutliche Hinweis: Jeder darf über sein Vermögen nach eigenem Gutdünken verfügen, auch wenn sich die künftigen Erben darüber schwarz ärgern.

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