Wer hat Erfahrung mit SEB-Immo-Sammelklage wegen Falschberatung durch Targobank? 2-2014

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6 Antworten

Sammelklagen gibt es in Deutschland nicht. Jeder Anleger muß einzeln klagen.

Die Targobank mußte in einem Fall wegen Falschberatung zahlen, da sie nach Eintritt der Finanzkrise und nach Bekanntwerden von Problemen mit offenen Immobilienfonds weiterhin solche als konservative Investments verkauft hat. Das ist eine klare Diskrepanz zwischen Beratung und Handeln.

In Deinem Fall liegt das etwas anders. Der Kauf fand 2007, d.h. wohl vor der Subprime-Krise statt. Damit ist der Fall etwas anders gelagert als der genannte. Zunächst mal muß geprüft werden, ob überhaupt ein Fall von Falschberatung vorliegt. Worin bestand denn diese? Alleine im Verkauf wohl nicht, denn das war vor der Finanzkrise/Subprime-Krise. Was sagt das Beratungsprotokoll?

Nicht jeder Anleger, der jemals einen Verlust mit einem offenen Immobilienfonds erlitten hat, kann wegen Falschberatung klagen. Die Verkaufsprospekte wiesen auch schon 2007 auf die entsprechenden Risiken hin und beim Kauf wird vom Anleger bestätigt, daß er/sie diese erhalten und zur Kenntnis genommen hat.

Ich habe beispielsweise seit langer Zeit Anteile des offenen Immobilienfonds hausinvest, der keine Probleme aufwies. Da werde ich auch nicht wegen erreichter Gewinne klagen :-)

Der Citi- (Targo)-Berater kannte ausführlich unsere Aktienverluste und unsere jahrelangen Festgeldanlagen (für eine Alterswohnung); stufte uns auch überwiegend konservativ ein: Evtl. leichte Kursschwankungen und mündelsicher - unter Zeugen. Ist das keine Falschberatung?

Ich frage mich, wo hier die Falschberatung liegt. Dass die Finanzkrise derartige Ausmaße animmt, konnte in 2007 niemand ahnen. Auch in der Targobank arbeiten keine Hellseher (auch wenn ich das Gebaren dieser Bank in vielen Fällen nicht gut heiße).

Der SEB Immoinvest hat lange Jahre solide Gewinne eingefahren, deswegen muss es m. E. gut begründet werden, warum das vor Ausbruch der Finanzkrise eine Falschberatung war.

Die Frage wird sein, wie hoch Euer Investment (je) war und ob es sich um den, im beigefügten Link erwähnten, offen Immobilienfond handelt.

Falls Eure Anlage den Wert von 5.000.- je Person nicht überschritten hat, solltet Ihr Euch an den Ombundsmann wenden. Bis zu einer Höhe von 5.000.- ist die Entscheidung verbindlich. Da er bereits positiv entschieden hat, wird er das wohl dann auch machen.

Ist die Anlage größer, bleibt wohl nur der Rechtsweg. Ich hoffe, Ihr habt dann eine Rechtschutzversicherung.

Hier der Link:

http://www.test.de/Falschberatung-Bank-empfahl-trotz-Krise-Immobilienfonds-4630042-0/

Sammelklage gibt es in den USA, nicht in Deutschland. Hier muß jeder einzeln klagen. Viel Glück.

In wie fern siehst du in der Beratung eine Fehl Beratung? Kannst du das erläutern?

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