Wer hat bei der DEKA Verluste gemacht

3 Antworten

Deine Sachverhaltsdarstellung ist leider recht nebulös:

Was wurde Dir genau verkauft?

In welche Risikoklasse bist Du eingestuft?

Wie lange liegt die Beratung überhaupt zurück?

Das alles würde schon brennend interessieren und wäre auch nötig um konkret antworten zu können.

Allgemein kann ich nur sagen, dass Vertrauen auf die Zuverlässigkeit einer Sparkassenberatung auch zu meinen Jugendsünden gehört. So schlimm wie Dich hat es mich allerdings nicht getroffen weil ich genügend Entschlußkraft hatte, die Notbremse zu ziehen. Seitdem bekomme ich bei "Deka" Auschlag an den Augen und traue keinen Bank-"Berater" mehr.

Das geht vielen so. Meinen Eltern wurden auch Fonds verkauft, die dann letztendlich Markt-Underperformer waren und deutlich in die Tiefe gingen - sich nicht wieder erholten. Zertifikate diverser Sorten auf obskute Indices oder Währungsgeschäfte gab es auch im Angebot. Noch in 2011 hat man versucht, meine Bruder ähnliche Produkte zu verkaufen.

In Deinem Fall handelt es sich wohl nicht um Fonds, sondern um Zertifikate, oder?

Nenne doch mal die konkrete ISIN des Produkts bzw. der Produkte, die Dir verkauft wurden und sage, wann Du diese gekauft hast.

Generell gilt:

  • Fehler #1 (der GLAUBE): Anleger kaufen, was ihnen sog. "Berater" (eigentlich nur Verkäufer) empfehlen, ohne das selbst aktiv zu hinterfragen. Sie lesen weder Verkaufsprospekte der Produkte, noch informieren sich sich über Alternativprodukte.

  • Fehler #2 (die GIER): Produkte, die 8% Rendite ohne Risiko versprechen, gibt es nicht und das weiß man eigentlich auch. Dennoch kaufen Leute Prokon-Genußscheine und andere obskure Geldanlagen, die das versprechen. Das Geschrei später ist groß. Lieber also stecken Anleger ihr Geld in vermeintlich sichere Gold-Sparpläne, Pflegeimmobilienfonds und Windkraft-Genußscheine, als sinnvoll in die globalen Aktienmärkte zu investieren, die ja ach so riskant sind.

  • Fehler #3 (die HOFFNUNG): Anleger halten, was sie einmal gekauft haben, lange Zeit. Auch wenn es in die Tiefe geht, bleiben sie dabei. Aktionäre der Deutschen Telekom können ein Lied davon singen. Umschichten oder einfaches Ausmisten gibt es nicht. Man will ja keinen Verlust einfahren... also muß man nur noch etwas warten. Falsch. Was nicht gut läuft, wird entweder aufgestockt, da man begründete Annahmen hat, daß das Instrument langfristig steigen wird, oder aber man schichtet auf bessere Anlagen um. Anlageinstrumente müssen beobachtet und laufend überprüft werden.

  • Fehler #4 (die PANIK): fällt alles mögliche und sind auch die Zeitungen und Fernsehsendungen schon voll von Hiobsbotschaften, kennen die Aktienindices nur eine Richtung - nämlich gen Süden -, und warnen alle sogenannten Experten vor einem Weltuntergang, dann verkaufen unsere Spezialanleger ihre ins unterirdische gefallenen Anlagen. Typischerweise passiert das nahe des absoluten Tiefpunkts, von dem ab es nämlich deutlich wieder nach oben gehen wird. Da kauft man aber nicht, sondern wartet wieder auf günstige Einstiegskurse, um dann in der Nähe der Hochs (wenn auch die letzten Spatzen von den tollen Investmentchancen trällern), um den Zyklus nochmals durchzumachen.

Daher: in den bei weitem meisten Fällen solcher Produkte wirst Du feststellen, daß es letztendlich einer der genannten ANLEGERFEHLER und nicht etwa Bankfehler war, die zu einem Verlust führten. Daraus sollte man lernen.

Was in Deinem Fall vorliegt, kann man nur wild vermuten, da Du ja überhaupt keine Details nennst. Also: bitte konkreter - welche Produkte, wann gekauft, wann verkauft?

Da wirst Du wohl einige finden. Die Anzahl der Opfer wird innerhalb der vergangen 10 Jahre wohl bei einigen Millionen liegen. Besser nicht auf sogenannte Berater hören, die eigentlich nur Verkäufer sind und ihren Kunden bestens geschult gegenüber sitzen. Ebenso sollte man grundsätzlich die Finger von Produkten lassen die im TV beworben werden (Prokon, Deka, Adig, Union). Am wichtigsten ist in diesem Zusammenhang eine gute Rechtsschutzversicherung.

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