Wer haftet bei Glätteunfall in einer Eigentümergemeinschaft, den Eigentümern gegenüber?

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3 Antworten

Schön, das Du Dich im Sommer mit der Frage beschäftigst und nicht erst, wenn der Erste sich die Beine gebrochen hat.

Als Eigentümergemeinschaft sollten 2 Versicherung bestehen.

Gemeinschaftliche Wohngebäudeversicherung (weil keine Abgrenzung erfolgen kann zwischen den Wohneinheiten) Beitrag dann aufgeteilt nach Quadratmeter.

Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht für das komplette Objekt. Berechnungsgrundlage ist hier der sogenannte Bruttojahresmietwert. Das heißt, der Betrag der zu zahlen wäre, wenn die Wohneinheiten zum ortsüblichen Preis inkl. Nebenkosten vermietet würde.

Auch dieser Prämienaufwand wird entsprechend der genutzten Quadratmeter verteilt. Damit sind alle möglichen Verschuldens-Gründe mitversichert. (Vergessen, Unstimmigkeit im Kehrplan, etc.) Sofern kein Vorsatz besteht, sind Fehler bei diesen Verkehrs-Sicherungspflichten Bestandteil des Vertrages.

Bestandteil einer Haftpflichtversicherung sind nicht nur die Regulierung berechtigter Ansprüche sonder auch in Form einer passiven Rechtschutz die Abwehr unberechtigter Ansprüche.

Wichtig: Selbst wenn Geschädigte nicht selbst Schmerzensgeld verlangen, besteht doch die Möglichkeit das gerade Arbeitgeber einen Schaden einklagen. (Lohnfortzahlung, Einstellung einer Hilfskraft) Die deutsche Post macht das regelmäßig bei solchen Schäden. Auch die Krankenkasse kann in besonderen Fällen den Verursacher in Regress nehmen.

Tja, es sind zwar knapp 25° draussen, aber man kann nicht früh genug vorsorgen. Wir haben eine Wohngebäudevers. "Plus-Deckung" und eine Allgemeine Haftpflichtvers. Häuser / Grundstücke

Da werde ich gleich morgen mal nachfragen, ob das mit versichert ist.

Vielen Dank für Deine Anwort. Hast mir sehr geholfen.

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Also die Schneeräumpflichten sind hier auf die Eigentümer übertragen, vergleichbar als ob es die Eigentümer/Vermieter auf die Mieter übertragen:

  • Ist es klar so festgehalten und eindeutig wer der Pflicht nicht nachgekommen ist, so haftet derjenige persönlich für den Schaden.
  • Wird die Pflicht unentgeltlich übernommen, so reguliert es normalerweise die eigene Haftpflichtversicherung, wenn man denn eine (gute) hat

Die private Unfallversicherung ist in solchen Fällen außen vor. Die zahlt i. d. R. komplett unabhängig von irgendwelchen Schadensersatzansprüchen.

Haften würdest du in diesem Fall tatsächlich privat, weil dir in diesem Zeitraum das Räumen des Schnees anvertraut wurde. Deine private Haftpflichtversicherung würde jedoch ggf. einspringen, wenn sie dir keinen Vorsatz nachweisen kann.

Vielen Dank für die schnelle Antwort, dass hilft mir schon viel weiter. Werde also vorsichtshalber mal bei meiner Haftpflichtversicherung nachfragen.

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