Wer entscheidet letztendlich ob man in Frührente gehen kann?

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Bei letzterem Fall handelt es sich um eine Erwerbsminderungsrente. Die bekommt man, wenn das Leistungsvermögen auf dem Arbeitmarkt unter 3 Stunden beträgt. Wenn das Leistungsvermögen bei 3 Stunden aber weniger als 6 Stunden (jeweils täglich) liegt gibt es ein Teilerwerbsminderungrente. Entscheiden tut das der Rentenversicherungsträger. Dazu fordert er natürlich Arztbericht etc. an und schickt ggfs. auch zur Begutachtung. Dann schaut der Rentenversicherungsträger ggf. unter Zuhilfenahme eines Berufskundlers, ob es Berufe gibt, die trotz der Einschränkungen noch für 6 Sunden am Tag ausführen kannst (das sind oft Paketier, Kommissionier- und Sortierarbeiten). Eine Arbeitsunfähigkeit reicht nicht aus, da eine Arbeitsunfähigkeit sich auf Deine konkrete Arbeit bezieht, im Bereich Rente geht es nur um das Leistzungsvermögen (mit einem gebrochenen oder auch amputierten Bein, ist man als Dachdecker arbeitsunfähig, aber nicht als Bürokaufmann).

Was ärztliche Befunde betrifft kann es sein, daß auch der Hausarzt einezogen wird (Befunde von ihm angefordert werden). Es ist aber davon auszugehen, daß auch die Rentenversicherung Gutachten erstellen läßt. Dann entscheidet sie auch zu welchem Arzt man gehen muß.

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der Arbeitsmarkt wird bei Antragstellung der Erwerbsminderungsrente sehr wohl noch berücksichtigt. Hier der Auszug meines Rentenbescheides vom 01.08.2012:: Rente wegen voller Erwerbminderung erhalten Sie, weil Sie nach unserer Feststellung in der Lage sind,unter den üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes mindestens 3 Std.täglich erwerbstätig zu sein und der Anspruch daher auch von der jeweiligen Arbeitsmarktlage abhängig ist. ($102 Abs. 2 SGB VI )

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