Wer entscheidet letztendlich ob man in Frührente gehen kann?

... komplette Frage anzeigen

5 Antworten

Bei letzterem Fall handelt es sich um eine Erwerbsminderungsrente. Die bekommt man, wenn das Leistungsvermögen auf dem Arbeitmarkt unter 3 Stunden beträgt. Wenn das Leistungsvermögen bei 3 Stunden aber weniger als 6 Stunden (jeweils täglich) liegt gibt es ein Teilerwerbsminderungrente. Entscheiden tut das der Rentenversicherungsträger. Dazu fordert er natürlich Arztbericht etc. an und schickt ggfs. auch zur Begutachtung. Dann schaut der Rentenversicherungsträger ggf. unter Zuhilfenahme eines Berufskundlers, ob es Berufe gibt, die trotz der Einschränkungen noch für 6 Sunden am Tag ausführen kannst (das sind oft Paketier, Kommissionier- und Sortierarbeiten). Eine Arbeitsunfähigkeit reicht nicht aus, da eine Arbeitsunfähigkeit sich auf Deine konkrete Arbeit bezieht, im Bereich Rente geht es nur um das Leistzungsvermögen (mit einem gebrochenen oder auch amputierten Bein, ist man als Dachdecker arbeitsunfähig, aber nicht als Bürokaufmann).

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von froscheee
02.09.2012, 14:24

Was ärztliche Befunde betrifft kann es sein, daß auch der Hausarzt einezogen wird (Befunde von ihm angefordert werden). Es ist aber davon auszugehen, daß auch die Rentenversicherung Gutachten erstellen läßt. Dann entscheidet sie auch zu welchem Arzt man gehen muß.

0

der Arbeitsmarkt wird bei Antragstellung der Erwerbsminderungsrente sehr wohl noch berücksichtigt. Hier der Auszug meines Rentenbescheides vom 01.08.2012:: Rente wegen voller Erwerbminderung erhalten Sie, weil Sie nach unserer Feststellung in der Lage sind,unter den üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes mindestens 3 Std.täglich erwerbstätig zu sein und der Anspruch daher auch von der jeweiligen Arbeitsmarktlage abhängig ist. ($102 Abs. 2 SGB VI )

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Hallo WolfiA,

Sie schreiben:

Wer entscheidet letztendlich ob man in Frührente gehen kann?<

Antwort:

Vermutlich meinen Sie mit Frührente die teilweise und/oder die volle Erwerbsminderungsrente, welche seit 1.1.2001 in Kraft getreten ist!

Ihr Gesundheitszustand, bezeichnet als die noch verbliebene Restleistungsfähigkeit und zu guter Letzt Ihre für Sie zuständige Rentenversicherung!

Wenn ein Arbeitnehmer sich überlegt in Frührente zu gehen, dann müssen ja bestimmte Voraussetzungen gegeben sein.Sowas wie entweder sehr lange schon arbeitslos, oder dass man gesundheitlich nicht mehr in der Lage ist.<

Richtig:

Siehe hierzu die aktuelle Broschüre der Deutschen Rentenversicherung "Das Netz für Alle Fälle" unter folgendem Link:

http://www.deutsche-rentenversicherung.de/cae/servlet/contentblob/30430/publicationFile/16891/erwerbsminderungsrente_das_netz_fuer_alle_faelle.pdf

Beim zweiten, wer entscheidet das?

Deutsche Rentenversicherung, diese prüft, ob die versicherungsrechtlichen- und die medizinischen Voraussetzungen erfüllt sind!

Muss ich zu einem Arzt gehen, der mir bestätigt, dass ich arbeitsunfähig sei? Muss dass dann ein Amtsarzt sein, oder würde der eigene Hausarzt auch funktionieren?<

Da in der Regel der Regel ohnehin eine mindestens 6-monatige, ununterbrochene Fortdauer der Arbeitsunfähigkeit nachgewiesen werden muß, geht ohne Hausarzt und ohne Ärzte rein gar nichts!

Wer nach dem 1.1.1961 geboren ist, der hat außerdem keinen Vertrauensschutz bei Berufsunfähigkeit und muß glasklar nachweisen, daß seine noch vorhandene Restleistungsfähigkeit auf Dauer, auf unter 3 Stunden pro Arbeitstag innerhalb einer 5-Tage-Woche, auch für leichte Tätigkeiten am allgemeinen Arbeitsmarkt, abgesunken ist!

Leichte Tätigkeiten sind laut Rentenversicherung:

Pförtner, Museumswärter, Nachtportier, usw......

Siehe auch die Videoanleitungen auf Youtube unter dem Stichwort:

"Erwerbsmindeurngsrente beantragen!"

Unter "Google>>zwergdavid gegen Goliath!"

Unter "Google>>zdf-volle kanne-Ärger um die Erwerbsmindeurngsrente!"

Wenn weitere Fragen auftreten, bitte melden!

Beste Grüße, viel Erfolg und bestmögliche Gesundheit

Konrad

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Das Problem besteht für dich darin, dass es eine Frührente nicht gibt !!!

Entweder du hast einen Anspruch auf Altersrente, dann darfst du 60 Monate vor dem gesetzlichen Renteneintrit für deinen Jahrgang mit 18% dauerhaftem Abschlag deine Altersrente bekommen.

Oder du bist jünger - da hast du gar keinen Anspruch. Einzig ein Antrag auf eine Erwerbsminderungsrente wäre möglich, allerdings muss die Erwerbsminderung nachgewiesen werden. Dazu sind natürlich ärztliche Gutachten erforderlich - der Hausarzt reicht nicht !!!

Außerdem darfst du maximal 400 € im Monat dazu verdienen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Hallo,

daß mit dem lange Zeit arbeitslos und dann Erwerbsminderungsrente / EM-Rente erhalten gibt es nicht mehr, so viel ich weiß.

Wenn du nicht mehr arbeiten kannst, stellt du einen EM-Rentenantrag bei der Deutschen Rentenversicherung. Die haben Büros in den größeren Städten.

Die Rentenvers. holt dann von deinen behandelnden Ärzten Gutachten ein. Zusätzlich wirst du von einem beauftragten Arzt von der Vers. begutachet.

Der Hausarzt allein entscheidet also nicht darüber, ob du EM-Rente bekommst.

Mein Nachbar hat schon mehrere Ablehenungen bekommen, will nun gegen die Deutsche Rentenvers. klagen.

Erst mal kann man jedoch Widerspruch einlegen bei der Vers. selbst, falls sie keine Rente zahlen wollen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?