Wer darf sich alles Schufa-Auskunft einholen?

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo Fonckl,

wie schon unsere Vorredner richtig geschrieben haben, kann nicht jeder Auskünfte bei der SCHUFA einholen. Die SCHUFA hat derzeit 4.500 Vertragspartner (hierunter Banken, Leasingunternehmen, Versandhandels- oder Telekommunikationsgesellschaften), von denen wir Informationen erhalten und an die wir Informationen weitergeben. Ein Unternehmen, das Vertragspartner der SCHUFA ist, erhält jedoch nur dann eine Auskunft, wenn es 1. konkret anfragt und 2. ein sog. „berechtigtes Interesse“ vorliegt, also z.B. ein Kredit vergeben oder ein Mobilfunkvertrag abgeschlossen werden soll. Diese Auskünfte beinhalten zudem immer nur bestimmte Daten über EINZELNE Verbraucher. Das Finanzamt oder das BaföG-Amt gehören übrigens nicht dazu und erhalten damit auch keine Informationen.

Dafür sind eher (Wirtschafts-)Auskunfteien gedacht. Ein Inkassounternehmen kann zwar auch Anfragen durchführen, jedoch gibt ein Inkassounternehmen nicht zwangsläufig Auskünfte an Dritte weiter oder verkauft diese. Vielmehr beziehen Inkassounternehmen nicht selten Ihre Information selbst von solchen Wirtschaftsauskünften und eben nicht direkt von der Schufa.
Auch sind viele Daten und Bewegungen im Wirtschaftsraum gar nicht von der Schufa erfasst, jedoch durchaus von Wirtschafts-/Auskunfteien z.B. auch die Verzweigungen mit wem noch Geschäfte gemacht werden oder wo noch Anteile bestehen. Dies kann durchaus für eine Entscheidung ob man Geschäfte mit einem Dritten macht entscheidend sein.
Während Inkassounternehmen einen Inkassomandatar benötigen und Fremdgeldverwalten sind diese Hürden bei einer Auskunftei nicht gegeben.

Jeder, auch Privatpersonen, können sich bei berechtigtem Interesse eine Auskunft einholen (natürlich gegen Gebühren!). Berechtigtes Interesse ist zwar soweit definiert und wenn derjenige einem schon Geld schuldet liegt dies auch ohne Einwilligung vor.
Dennoch sollte man sich hier bei Bestellanfrage oder Kreditanfrage (Geld leihen) vorher die Erlaubnis zur Prüfung schriftlich bestätigen lassen.

GELD LEIHEN
Nicht einfach einen eigenen Darlehensvertrag machen. Auch wenn dieser 100% korrekt ist, ist man hiermit im Nachteil. Kommt das Geld nicht wie vereinbart zurück - ja was dann? Gerichtliches Mahnverfahren. Weitere Kosten. Und am Ende doch kein Geld, weil schon platt.

Bei größeren Summen (muss jeder selbst entscheiden) immer für ein paar Euros zum Notar. Notarkosten trägt natürlich der Kreditnehmer der sich Geld leihen muss. 1-2 Seiten und fertig.

Kommt nun der Schuldner einer Rate oder Vereinbarung nicht nach, kann man sofort vollstrecken lassen und muss nicht erst einen Titel bei Gericht erwirken.
"Man steht als erster auf der Matte." - wobei im Insolvenzfall manchmal auch noch Gelder Monate später wieder zurück in die Insolvenzmaße fließen müssen. D.h. zurück gezahlt heißt dann nicht immer -wieder mein Geld-.
Oft halten diese Schuldner aber noch ein paar Monate oder 1-2 Jahre durch, dann muss man nichts zurück zahlen und das geliehene Geld ist sicher.
Die Fristen sind hier ganz unterschiedlich (je nach Privatperson oder juristische Person und nach Verwandschaftgrad, aber auch Geschäftsanteile oder Verzweigungen zu weiteren eigenen Unternehmen usw.)

Nur Schufa Mirtglieder.

Schufa "Schutzvereinigung der kreditgewährenden Unternehmen"

Leasinggesellschaften, Banken Unternehmen die Ratenzahlungen gewähren, können mitglied werden udn so dann Informationen liefern und abrufen.

Was möchtest Du wissen?