wer bezahlt die beerdigung

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4 Antworten

Keinen Kontakt mehr zu haben, befreit in einem solchen Fall nicht von der Kostenübernahme.

Da Du finanziell aber nicht in der Lage bist, diese Kosten zu bestreiten, wird das Sozialamt einspringen.

Allerdings müsstest du auch das Erbe ausschlagen, sonst kann es Dir passieren, dass die Bestattungskosten nur vorgestreckt - und von Dir zurück gefordert werden, sobald Du finanziell besser gestellt bist,

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wer bezahlt die beerdigung

Primär der Verstorbene selber und zwar aus seinem Nachlaß. Verpflichtet sind nämlich die Erben.

http://dejure.org/gesetze/BGB/1968.html

Nach gesetzlicher Erbfolge bist Du Erbe, könntest es aber ausschlagen.

Sekundär haftet der zuletzt Unterhaltspflichtige, § 1615 BGB und da bist Du auf jeden Fall dran.

Allerdings sorgen die Ordnungs- und Sozialbehörden dann, wenn keine Hinterbliebenen zur Bestattung bereit sind für die Erfüllung dieser gesetzlichen Pflicht und schießen die Kosten dafür vor. Bei Deinen Einkommensverhältnissen ist Deine Inanspruchnahme wohl nicht zu befürchten.Eine geschlossene Darstellung dazu gibt es in der Anlage.

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Kommentar von prinz000
06.01.2015, 13:23

Hallo, danke für die schnelle Antwort. Vom Grünflächemt Esslingen am Neckar, solle ich für die Beerdigung, als Schwester aufkommen. Ich selber wohne in Calw. Ich bin keine Erbe, da ich schon 20 Jahre keinen Kontakt mit meiner Schwester hatte. Erben sind der Neffe und die Nichte. Da nun ich den Totenschein bekomme, soll ich in die Wohnung gehen. Dies erscheint mir nicht gesetzlich und ich will es auch garnicht. Was soll ich nun machen? Grüße

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Es ist eigentlich schon mehr als traurig, wenn ich immer wieder höre: Ich hatte mit meinem Vater/Mutter keinen Kontakt. Ändert aber nichts an der Pflicht, dass Kinder für Eltern wie eben auch Eltern für Kinder und auch mehr in die Tiefe gehend, für Beerdigungskosten aufkommen müssen.

Sie sollten als Kind einmal darüber nachdenken, dass Sie ohne diesen Vater bzw. auch die Mutter, gar nicht auf der Welt wären. Dann hätten Sie das Problem nicht. Und die Eltern auch kein Problem mit der jahrelangen Erziehung und den Kosten eines Kindes gehabt.

Setzt man die Kosten einmal in die Relation einer Bestattung, dann sind die Bestattungskosten ein lächerlicher Betrag.

Ich gehe immer davon aus, dass Familie etwas ist, das einen sozialen engen Zusammenhalt haben sollte. Aber auch ohne diese Situation ist man da, weil des diese Menschen gibt/gab.

Ich stehe eigentlich für die Beantwortung der Fragen zur Verfügung, wo die Menschen genau entgegen unserem Gesetz zu einer Beisetzung gezwungen werden, was ihnen auf Grund der Nähe zum Verstorbenen als Zumutung erscheint. "Urne zu Hause" ist mein Thema, damit man auf andere Art und Weise abschied nehmen kann.

Ich hoffe, Sie sind jetzt nicht sauer auf mich, wenn ich Ihnen ein bisschen den Kopf gewaschen habe. Darüber einfach einmal nachdenken könnte schon Ihre Einstellung zu Ihrem Vater ändern.

Mit lieben Grüßen Ingrid Ch. Hoerner - weg4u.de

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Kommentar von prinz000
06.01.2015, 13:26

Es geht hier nicht um meinen Vater, sondern meine Schweste, die ich schon 20 Jahre nicht mehr gesehen habe.

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