Wer bezahlt am Ende für die Corona-Krise in D?

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5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ich erwarte eher eine Vermögensabgabe, wie wir sie durch das Lastenausgleichsgesetz nach dem 2. Weltkrieg schon mal hatten.

Es gibt einfach sehr unterschiedliche Belastungen durch die Krise. Manche Menschen haben kaum Verluste, andere verlieren ihre Existenz. Da wird es noch Wiederaufbauprogramme geben müssen.

Das kann man am besten über so einen Lastenausgleich abfedern. Da der Bund sich praktisch zum 0 % Tarif Geld leihen kann, ist es kein Problem 30-, oder 20-jährige Anleihen zur Finanzierung herauszugeben und diese im gleichen Zeitraum durch eine Vermögensabgabe zu tilgen.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Studium Ökonomie

Die Krise kommt in einer Zeit, in der sich Deutschland für lau verschulden kann und es wäre politisch wie wirschaftlich schwachsinnig, die Kosten nicht über Neuverschuldung mit langer Laufzeit zu finanzieren.

Gerne auch als Corona-Bonds, die als Euro-Bonds nicht nur Deutschland sondern auch den andere EU-Ländern zur Verfügung stehen.

Die Rückzahlung? Würde ich in 20, 25 oder 30 Jahren großteils der Inflation überlassen!!!

Es wird viel von einem kriegsähnlichen Ereignis oder der größten Krise seit dem Weltkrieg gesprochen. Die Kosten solcher Ereignisse können generell nicht durch Abgaben sondern nur durch Schulden beglichen werden.

Vermögensabgaben oder Steuern aller Art für Reiche sind mit Ausnahme der Besteuerung des Grundes unwirksam, erhöhen also das Steueraufkommen nicht. Ein einziger Milliardär, der wegzieht und dann auch seine Umsatz-, Einkommens-, Lohn- und alle anderen Steuern für sich, seine Familie und seine Angestellten statt in D z. B. in der Schweiz zahlt, würde das Aufkommen (abzüglich der Erhebungskosten) spielend ausgleichen.

Die Erfahrung sagt, dass es nicht nur einen sondern einige Unternehmer geben wird, die dann nur auf einen Grund gewartet haben, endlich in das Haus umzuziehen, das sie eh schon längst haben.

Warum ist Grund anders? Den kann man nicht mitnehmen, auch im Ausland lebende Eigentümer sind in D steuerpflichtig und wenn man ihn verkauft, fällt (beim Käufer) Grunderwerbsteuer an.

In jedem Jahrzehnt ist die Umsatzsteuer erhöht worden in der Vergangenheit. In vielen Ländern der EU ist die bereits höher als bei uns. Auch wenn man jetzt über eine Senkung nachdenkt, wird diese Senkung nur für Teilbereiche kommen und auf kurze Zeiträume begrenzt sein.

Es werden die Steuern auf Immobilien (Grundsteuer B)angehoben werden. Das ist ja eine Besonderheit, die es fast nur in D gibt. In den Süd-Ländern wo statistisch hohes Immobileneigentum der Bevölkerung herrscht, gibt es das nicht.

Die Einkommensteuer wird ebenfalls angehoben werden, weil ja das Existensminimum in den letzten Jahren viele Menschen steuerfrei gestellt hat. Das ist ja von Gerichten angeordnet worden, nicht von Politikern gemacht worden.

Aktieninvestments unterliegen ja dem weltweiten Vergleich. Wird eher nicht kommen, weil dann alle ihr Geld ins Ausland schaffen und von dort Aktien kaufen. Da würden deutsche Steuergesetze ja nicht greifen.

Man konnte und kann sich nur durch das ins Ausland schaffen der Besteuerung nicht entziehen. Nur durch Steuerhinterziehung. Egal wo auf der Welt angelegt sind Kapitaleinkünfte in D steuerpflichtig.

Nachdem Europa incl. Schweiz komplett weggefallen ist (ohne Steuer-Id. wurden und werden überall alle Konten gekündigt und seit vielen Jahren keines mehr eröffnet) und man - nach Panama-Leaks und anderen - davon ausgehen muss, weltweit gefunden zu werden, werden kaum mehr Deutsche nennenswerte Kapitaleinkünfte nicht vollständig angeben. Naja, ein paar ewig Gestrige, die es aber auch in D versuchen, kann es noch geben. Nur sterben die innerhalb von ein paar Jahren aus.

Holdings, Trusts und sonst was, an denen auch Deutsche beteiligt sein können und die in manchen Ländern nicht an die Staaten der Eigentümer berichten müssen, können sich aussuchen, wo sie sitzen. Nur sind die Staaten auch dran, diese letzte Möglichkeit zu beseitigen. Sie wird fast nur von manchen Unternehmen, vor allem aber von kriminellen Vereinigungen genützt und weil die - wenn es sein muss - auch Staaten kaufen können, kann das noch etwas dauern.

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Eine Wiederinkraftsetzung der Vermögensteuer wird bereits diskutiert.

Wird eher nicht kommen, weil das von einer 15% Partei diskutiert wird.

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Ich denke, das scheitert am Sinn (siehe meine Antwort).

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