Wer bekommt die Dividende?

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Wunschdenken. Auch wenn man die "efficient market hypothesis" nicht in ihrer vollen Tragweite akzeptieren möchte, so gibt es doch ein paar Dinge die funktionieren. Es gibt einen Stichzeitpunkt, zu dem die Meldung über gehaltene Aktien abgegeben wird. Das ist normalerweise Börsenschluß im Heimatland des Wertpapiers am letzten Handelstag vor dem Ex-Tag.

Der Börsenkurs richtet sich nach dieser Regelung, d.h. auch außerbörslich sollte dies reflektiert werden. Wesentlich ist die Frage dabei, ob die Aktie noch mit spätestens dem Datum des Handelstags vor dem Ex-Tag im Depot verbucht wird. Ist dies bei einem außerbörslichen Geschäft der Fall, so kann auch ein Kauf um 20:00 Uhr noch eine Dividendenberechtigung begründen. Das kommt dann jedoch auf die Art der außerbörslichen Ausführung an. Oder andersherum: wenn Du die Dividendenberechtigung dann noch hast, wird zum Cum-Kurs geliefert. Hast Du sie nicht mehr, wird zum Ex-Kurs geliefert.

Generell: wenn man nicht die Dividenden durch Verlustverrechnungen und/oder Freibeträge steuerfrei erhält, ist es IMHO besser, die Aktie erst zum Ex-Tag zu kaufen, denn von der Dividende gehen dann ja Abschlagssteuer, Kirchensteuer und SolZ ab, d.h. unter dem Strich hat man erst mal einen Verlust zu verbuchen.

Perfekte Antwort.

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